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Rallye nat.: Überlegener Gesamtsieg für Hachenberg

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Siegten rund um Kempenich: Hachenberg/Neidhöfer im Färber-Mitsubishi |
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| Was für ein Tag rund um den Nürburgring! 130 Rallyeteams, wechselhafte Witterungsbedingungen und anspruchsvolle Wertungsprüfungen sorgten für eine spannende und ereignisreiche ADAC-Rallye Kempenich. Am Ende hatte der Wermelskirchener Rudi Hachenberg mit Co. Tanja Neidhöfer die Nase vorn. Mit ihrem Färber-Mitsubishi Lancer Evo 8 verhinderte das Duo den Hattrick von Markus Schmidt/Ulli Weidauer, die in den letzten beiden Jahren die Nase vorn hatten.
Das größte Lob gebührt zweifelsohne dem veranstaltenden MSC Kempenich, der trotz des Mammutfeldes und eines schweren Unfalls in Prüfung drei den Zeitplan minutiös einhielt und auch ansonsten alles im Griff hatte! Die Ausfallquote hielt sich in Grenzen, 108 Teams sahen das Ziel.
Für Markus Schmitt kam die Sonne ein paar Stunden zu spät. Regenschauern bis in den frühen Nachmittag verwandelten die Asphaltpisten in schmierige Rutschbahnen. Nicht gerade das ideale Terrain für einen heckgetriebenen Ford Escort RS2000. Doch „Schmitti“ schlug sich wacker und mußte sich am Ende nur einem Allradler beugen. Die Speerspitze der Opel Kadett C-Piloten kam nicht so gut zurecht: Marco Koch kam im WP 3 von der Bahn ab, Uwe Kiehm war erst auf den letzten Drücker fertig geworden und wurde am Ende nur 24.
Rudi Hachenberg legte gleich los wie die Feuerwehr: Bestzeit auf Prüfung eins mit 8,4 Sekunden Vorsprung zeigten, wen es heute zu schlagen gilt. „Dabei war es für mich nur der letzte Test für die DRM“, entschuldigte sich Rudi später fast. Aber wie sicher der 22jährige die Konkurrenz im Griff hatte, bewies WP zwei. Auf der winkligen und schmalen Kreisstraße war Hachenberg erneut schnellster, wenn auch nur mit 0,4 Sekunden vor Schmitt. Frank Reiter lenkte seinen Lancer auf Rang drei. Für den Saarland-Express war es die letzte Zeit an diesem Tag, danach streikte das Getriebe.
Zwischen Engeln und Weibern, der dritten Prüfung, war vor allem Traktion gefragt. Und Frank Färber (Mitsubishi) meldete sich zurück, nahm Markus Schmitt über sechs Sekunden ab und Ansprüche auf Rang zwei an.
Der zweite Durchgang begann mit zwei weiteren Bestzeiten von Hachenberg, nur auf der letzten war Frank Färber schneller. „Ich habe ein Verkehrsschild leicht getroffen und habe von da an nur noch das Auto nach Hause getragen“, meinte Rudi mit einem Augenzwinkern. Mit Gesamtrang zwei war Markus Schmitt sehr zufrieden, mehr war gegen den bärenstarken Dachdecker nicht auszurichten. Färber zog auf der letzten Prüfung noch an Christoph Schleimer vorbei, der mit dem Vauxhall Astra einmal mehr zu überzeugen wusste und als Gesamtvierter viele vermeintlich stärkere Konkurrenten hinter sich ließ.
Zu diesen gehörte auch Stefan Manheller, der in WP vier mit einer zweitbesten Gesamtzeit aufhorchen ließ. Ein Abflug in WP drei hatte rund 30 Sekunden und kaltverformtes Blech zur Folge. Mehr als Gesamtrang acht war im Escort RS 2000 nicht mehr möglich.
Als Gesamtfünfte waren Wilfried Bus/Ina Beck (VW Golf GTi) einmal mehr das Maß der Dinge bei den 1600ern. „Die kurzen Schaltzeiten des neuen Getriebes sind brachial, so dass man sich manchmal wunderte, wie schnell man im sechsten Gang ausgedreht auf eine Kurve zuflog. Das Wetter spielte natürlich eine große Rolle. Es hat einfach nur Spaß gemacht“, freute sich Ina Beck im Ziel.
Auf Rang sechs bereits der beste Gruppe 2-Bolide. Jürgen Lenarz/Ralf Müller begeisterten die vielen Fans am Volant des Opel Kadett C-Coupé. Platz neun für das beste Gruppe G-Auto: Guido Horn und Susanne Krämer im Ford Sierra Cosworth 4x4.
Stellvertretend für unzählige Geschichten und Geschichtchen rund das großartige Event, nachstehend ein paar Worte zu zwei Fahrzeugen. In der Gruppe H bis 1300 lenkten Hans-Uwe Lembke/Marc Forst ihren VW Polo zum Klassensieg und auf den zwölften Rang (!) im Gesamtklassement. An Wahnsinn grenzend ist die siebtbeste Zeit aller Teams auf Prüfung fünf! Apropos WP fünf: Bis dahin lief es bestens für Martin und Björn Becker im BMW 318iS. „Wir waren 26. im Gesamt, und das wollten wir auch halten“, meinten die beiden. Doch in einer schnellen Rechts-Links-Kombination sorgte eine Böschung für den Absprung, nach 50 Metern endete die Fahrt auf dem Dach. „Gott sei Dank sind wir o.k. Und eine neue Karosse haben wir auch noch zu Hause.“
Gesamtklassement 29. ADAC-Rallye Kempenich:
1. Hachenberg/Neidhöfer (Mitsubishi Lancer) 24.09,4 Minuten (1. N/F über 3000 ccm)
2. Schmidt/Weidauer (Ford Escort RS 2000) + 46,1 Sekunden (1. H bis 2000 ccm)
3. F.Färber/Freiberger (Mitsubishi Lancer) + 53,3 Sek.
4. Schleimer/Enderle (Vauxhall Astra GTE) + 55,0 Sek. (1. A bis 2000 ccm)
5. Bus/Beck (VW Golf GTi) + 1.05,3 Minuten (1. H bis 1600 ccm)
6. Lenarz/Müller (Opel Kadett C Coupé) + 1.27,1 Min. (1. Gruppe 2)
7. Kramer/Christian (VW Golf GTi) + 1.27,8 Min.
8. Manheller/Velders (Ford Escort RS 2000) + 1.32,2 Min.
9. Horn/Krämer (Ford Sierra Cosworth) + 1.52,7 Min. (1. Gruppe G)
10. Carabin/Carabin (Subaru Impreza STi) + 1.56,0 Min.
11. Meinzer/Schmidt (Ford Sierra Cosworth) + 2.00,5 Min. (1. H über 3000 ccm)
12. Lembke/Forst (VW Polo) + 2.02,8 Min. (1. H bis 1300 ccm)
13. Mansfeld/Leifert (Honda S2000) + 2.212,5 Min. (1. N/F bis 2000 ccm)
19. Schmiemann/Feldmann (Opel Kadett C Coupé) + 2.33,7 (1. H bis 3000 ccm)
21. Rohde/Wolff (Porsche 924 Carrera GT) + 2.42,4 Min. (1. Gruppe B)
22. Schmitt/Bauer (Opel Kadett C Coupé) + 2.48,8 Min. (1. Gruppe 1)
WP-Bestzeiten:
Hachenberg 5, F.Färber 1
wichtige Ausfälle:
WP 3: Drzensla/Schaaf (Ford Escort RS 2000) Unfall
WP 3: Reiter/Maas (Mitsubishi Lancer) Getriebe
WP 3: Koch/Assmann (Opel Kadett C Coupé) Unfall
WP 3: Gross/Feger (Mitsubishi Galant) Überschlag
WP 2: Ruck/Ossenberg (VW Golf GTi) Unfall
Nicht gestartet: Schlesack/Küfner (BMW M3) technischer Defekt
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Zugehörige Features: 29. ADAC-Rallye 200 Kempenich |  |