AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Große Jubiläen bei der 35. Auflage
Vorjahressieger der Grand Prix Masters, Peter Wünsch im Wolf WR1-Ford (1977)
Keine andere historische Rennveranstaltung der Welt besitzt eine längere Tradition als der AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Vom 10. bis zum 12. August wird die 35. Auflage des historischen Klassikers ausgetragen. Seit der Premiere 1973 wird der AvD-Oldtimer-Grand-Prix als historische Rennveranstaltung ausgetragen und zählt zu den bedeutendsten Treffen ihrer Art.
Das Programm ist mit über 30 Stunden Rennprogramm und insgesamt 14 verschiedenen Rennkategorien prall gefüllt. Für den Startschuss sorgt bereits am Freitag (10. August) der 17. AvD-Historic Marathon auf der legendären Nordschleife. Auf dem Grand-Prix-Kurs sind am ganzen Wochenende Rennwagen aus allen Epochen der 80jährigen Historie des Nürburgrings zu erleben.
In memoriam Fangio
Im Mittelpunkt steht das Jubiläum des vielleicht größten und spannendsten Formel-1-Lauf aller Zeiten. 1957 gewann Juan Manuel Fangio in einem Maserati 250F den Großen Preis von Deutschland nach einer furiosen Aufholjagd gegen die beiden Ferrari-Piloten Mike Hawthorn und Peter Collins. Der originale Wagen, mit dem Fangio auf dem Ring gewann und mit dem er sich die entscheidenden Punkte für seinen fünften WM-Titel sicherte, kehrt einmalig für dieses Jubiläum zurück zum Nürburgring.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgt Opel. Der deutsche Hersteller baut sein Engagement beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix aus. Neben vielen bekannten Fahrern und Prominenten präsentiert der deutsche Hersteller erstmals den frisch restaurierten Grand-Prix-Wagen mit 12,8 Litern Hubraum in der Öffentlichkeit. Das legendäre "Grüne Monster" von 1914 ist der älteste Grand-Prix-Wagen, der in diesem Jahr auf dem Nürburgring zu erleben sein wird.
Historische Formel 1 nur einer der Höhepunkte
Die etwas jüngeren Artgenossen des Opel starten im Rennen der historischen Grand-Prix-Wagen bis 1960 mit einer großen Zahl von Maserati 250F in Erinnerung an das Fangio-Jubiläum. Dazu kommen die historischen Formel-1-Autos von 1966 bis 1978 mit zahlreichen originalen Rennwagen aus der Weltmeisterschaft von Fahrer wie Jackie Stewart, Emerson Fittipaldi, Niki Lauda, Ronnie Peterson und Alan Jones. Dazu kommt der spektakuläre Auftritt des ORWELL SuperSports Cup, die beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix ihr einziges Rennen auf dem Nürburgring austragen.
Zum echten Markenzeichen des AvD-Oldtimer-Grand-Prix hat sich das Revival Deutsche Rennsportmeisterschaft entwickelt. In den Rennen starten Renn-Tourenwagen und –GT aus den Jahren 1972 bis 1981, als die Rennserie mit Fahrern wie Klaus Ludwig, Hans Heyer, Dieter Glemser Rolf Stommelen, Bob Wollek, Hans-Joachim Stuck, Manfred Winkelhock und viele mehr hierzulande mindestens so beliebt war wie die Formel 1.
Um wichtige Punkte für die historische Europa-Meisterschaft des Motorsportweltverbands FIA geht es in der Lurani-Trophy für Formel Junior-Fahrzeuge. Die Serie mit einem interessanten Fahrzeugfeld lässt nicht nur die zwischen 1958 und 1963 eingesetzten Monoposti hochleben. Sie erinnert auch an die erste echte Nachwuchsformel der Motorsportgeschichte, die im nächsten Jahr auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblickt. Formel Junior-Pionier in Deutschland war Wolfgang Graf Berghe von Trips.
Rennen für Rennsportwagen bis 1940, zweisitzige Rennwagen bis 1960, Tourenwagen und GT bis 1965 mit der HTGT sowie Fahrzeuge aus der Sportwagen-Weltmeisterschaft der 60er und 70er Jahre runden das Mammutprogramm ab.
Die Rennen des 35. AvD-Oldtimer-Grand-Prix 2007 im Überblick