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2007-02-18 13:53:18 - ju
WRC: Hirvonen siegt in Norwegen

Feierte seinen zweiten WM-Sieg: Mikko Hirvonen
Wow – was für ein Rallye! Norwegens Debüt in der World Rally Championship hätte nicht besser sein können. Traumhaft schöne verschneite Wertungsprüfungen, ein grandioser Servicepark, ein überraschender Sieger und begeisterte Wikinger sorgten für einen gelungenen Einstand auf der höchsten Motorsport-Bühne.

Wer hätte vor der Rallye Norway eine Flasche Schnaps auf einen Sieg von Mikko Hirvonen gesetzt? Wahrscheinlich die wenigsten. Sein bislang einziger Sieg in Australien 2006 war dadurch begünstigt, daß Loeb nicht startete und Grönholm in Führung liegend rausflog. Doch das smarte finnische Babyface zeigte vom ersten Meter an, wen es zu schlagen gilt.

Eine Woche nach seinem Schnee-Sieg in Schweden wollte sich Landwirt Grönholm auch in Norwegen schnell vom Acker machen. Während Ex-Kunstturner Sebastian Loeb als Erster auf der Piste Purzelbaum-Schneeflug spielte, tanzte Hirvonen gleich mit der ersten Bestzeit seinem Ford-Teamleader auf der Nase rum. Grönholm fand diesen Elchtest – den Namen Hirvonen könnte man frei als „Elchmann“ übersetzen – gar nicht lustig und raunzte irgendwas von „Ich kann nicht schneller“ in die Mikrofone der Presseleute am WP-Ziel.

Und „Bosse“ Grönholm mußte einsehen, daß es in Norwegen nur zum Adjutanten reicht. Erst in der 12. von 18 Prüfungen markierte der Doppelweltmeister seine erste Bestzeit! Zur der Zeit erfreute sich der 26jährige Hirvonen aber immer noch an der Spitze, während Seb Loeb gleich reihenweise „und ob ich schon strandete im finsteren Tal“ spielte. Gott sei Dank ist sein Citroen C4 rot und somit in den verschneiten Gräben schnell zu finden. Leider hatte der Franzose sich nur Ecken ausgesucht, wo sich wenig diplomierte Wikinger-Autoschieber aufhielten.

Apropos rote Autos: Neben Loeb rauschte auch Teamkollege Daniel Sordo mehrfach in die weiße Pracht. Und Toni Gardemeister im privaten Mitsubishi versenkte seinen Traum von WM-Punkten ebenfalls dort, wo Frau Holle üppig zugeschlagen hatte. Nach dem Abflug des blauen Subaru von Chris Atkinson war wenigstens dessen Gesichtsfarbe rot, seine Leistungen bis dahin hingegen ziemlich blass.

Apropos blass: Jari-Matti Latvala ist zwar schon 22, aber nicht jeder Tankwart würde dem Finnen ohne Vorzeigen des Ausweises eine Schachtel Zigaretten verkaufen. In Norwegen zeigte der Ford-Pilot seine bislang beste WM-Leistung, markierte sogar eine Bestzeit und hätte dritter werden können, wenn eine zu lange Reparatur der Lenkung nicht mit 1.30 Minuten Strafzeit geahndet worden wäre.

Gar nicht im Soll waren die Solbergs. Petter „Hollywood“ sah sich mal wieder im falschen Film mit dem Titel „Warum habe ich eigentlich keine Chance?“ wobei es aber Dank Zielankunft zum kleinen Happy-End kam. Der ältere Bruder Henning erwies sich dagegen als echter Experte und lenkte den gleichnamigen Ford Focus aufs Podium.

Somit endete Norwegen 2007 mit einem perfekten Ergebnis für das Blue Oval: Doppelsieg für die BP-Focus von Mikko Hirvonen und Marcus Grönholm, die somit auch die Doppelführung in der Fahrer-WM und Spitze in der Markenwertung übernommen haben. Platz drei und fünf für die Stobart-Focus mit Henning Solberg und Jari-Matti Latvala. Dazwischen Petter Solberg, der sich auf den neuen Impreza für Mexico freut.

Auf Platz sechs dann der beste Nicht-Skandinavier: Austria-Express Manfred Stohl und der heißblütige Gigi Galli balgten sieben Minuten hinter der Spitze um diesen Titel, für den man sich bestenfalls einen Schneeball kaufen kann. Pech für Kronos-Mann Stohl, daß er auf der letzten Prüfung für über zehn Minuten seinen Citroen und die Chance nach WM-Punkten wegwarf. Aimot-Pilot Galli wurde somit sechster vor Daniel Carlsson im zweiten Kronos-Citroen und Jan Kopecky, der wie in Monte Carlo achter wurde.

Gesamtklassement Rallye Norwegen nach 18 Prüfungen:
1. BP Ford WRT: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) 3:28.17,0 Stunden
2. BP Ford WRT: Grönholm/Rautiainen (Ford Focus) + 9,5 Sekunden
3. Stobart M-Sport: H.Solberg/Menkerud (Ford Focus) + 3.44,6 Minuten
4. Subaru WRT: P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 4.01,1 Min.
5. Stobart M-Sport: Latvala/Antilla (Ford Focus) + 5.30,7 Min.
6. Aimot: Galli/Bernacchini (Citroen Xsara) + 7.05,2 Min.
7. OMV-Kronos: Carlsson/Giraudet (Citroen Xsara) + 9.23,7 Min.
8. Kopecky/Schovanek (Skoda Fabia) + 11.49,9 Min.
9. Dalsjo/Lovhoiden (Subaru Impreza) + 13.31,8 Min.
10. Stobart M-Sport P2: Mikkelsen/Floene (Ford Focus) + 14.28,7 Min.
12. OMV-Kronos: Stohl/Minor (Citroen Xsara) + 17.04,6 Min.
14. Citroen Total WRT: Loeb/Elena (Citroen C4) + 18.13,4 Min.
19. Subaru WRT: Atkinson/MacNeall (Subaru Impreza) + 24.01,7 Min.
25. Citroen Total WRT: Sordo/Marti (Citroen C4) + 34.24,1 Min.

WP-Bestzeiten:
Loeb 8; Hirvonen und Grönholm je 4; Latvala und H.Solberg je 1.

Stand der Fahrer-WM nach 3 von 16 Läufen:
1. Grönholm (Ford) 24 Punkte; 2. Hirvonen (Ford) 20; 3. Loeb (Citroen) 18; 4. H.Solberg (Ford) 11; 5. Sordo (Citroen) und P.Solberg (Subaru) je 8; 7. Atkinson (Subaru) und Carlsson (Citroen) je 6; 9. Gardemeister (Mitsubishi) 5; 10. Latvala (Ford) 4; 11. Galli (Citroen) 3; 12. Stohl (Citroen) und Kopecky (Skoda) je 2.

Stand der Marken-WM nach 3 von 16 Läufen:
1. BP Ford 44; 2. Citroen Total 28; 3. Stobart-Ford 16; 4. 555 Subaru 15; 5. Kronos-Citroen 14.



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