A1 Grand Prix: Zwei Siege für Deutschland in Australien
Hatte erneut Grund zum Jubeln: Nico Hülkenberg
Das A1 Team Germany erreichte im A1 GP World Cup of Motorsport erneut die maximale Ausbeute: Im siebten Lauf in Australien startete Nico Hülkenberg aus Emmerich von der Pole Position und gewann sowohl den Sprint als auch das Hauptrennen. Ebenso fuhr er auf dem Kurs von Eastern Creek die schnellste Rennrunde des Wochenendes. Exakt 14 Tage zuvor hatte das A1 Team Germany in Neuseeland genau das gleiche Ergebnis erzielt. Nach nunmehr sechs Siegen – zwei in Sprint-Läufen und vier in Hauptrennen – baute das Team von Willi Weber bei vier noch verbleibenden Veranstaltungen seinen Vorsprung in der Gesamtwertung von 19 auf 25 Punkte vor dem neuen Verfolger Neuseeland aus.
Das A1 Team Germany verwandelte seine Pole Position erneut in einen guten Start im Sprint-Rennen. Nico Hülkenberg behauptete Platz eins, während sich zwischen den Teams aus Neuseeland und Großbritannien dahinter ein Kampf entwickelte. Die beiden Verfolger berührten sich und der Brite Robbie Kerr gewann eine Position. Ein Dreher des libanesischen A1 Teams bewirkte in Runde fünf eine Safety-Car-Phase. Danach behielt Nico Hülkenberg die Führung, während Neuseeland das Team Großbritannien attackierte und wieder von Platz zwei verdrängte. Nach 14 Runden auf dem 3,93 Kilometer langen Kurs von Eastern Creek feierte das A1 Team Germany seinen fünften Saisonsieg, gleichzeitig hatte die Mannschaft auch die schnellste Rennrunde für sich verbucht.
Zu Beginn des Hauptrennens erlebte das A1 Team Germany, dass der Lauf in Australien keineswegs genau so verlaufen würde wie am vorherigen Wochenende in Neuseeland, denn Nico Hülkenberg verlor beim Start seine Spitzenposition an Jonny Reid aus dem neuseeländischen A1 Team. Nach einer Safety-Car-Phase von Runde zwei bis sieben entschloss sich das A1 Team Germany, seinen vorgeschriebenen Boxenstopp in Runde neun zu absolvieren. Eine Runde später fasste auch Jonny Reid einen frischen Reifensatz aus. Da sein Boxenstopp etwas langsamer war, verlor er seinen Platz an Deutschland. Nico Hülkenberg baute seine Position aus und verfügte etwa zur Halbzeit nach 24 Runden bereits über drei Sekunden Vorsprung. Nach 47 Runden überquerte er die Ziellinie 6,756 Sekunden vor dem neuseeländischen Team. Die beiden führenden Fahrzeuge wurden von David Sears Motorsport eingesetzt und kamen mehr als 26 Sekunden vor Ho Pin-Tung aus dem A1 Team China mit deutlichem Vorsprung ins Ziel.
Nicolas Hülkenberg: "Schon der Sprint lief gut, war aber alles andere als einfach, denn zuerst machte das neuseeländische und dann das britische A1 Team Druck. Ich lag schon drei Sekunden vor meinen Gegnern, als das Safety-Car auf die Strecke kam. So verlor ich meinen Vorsprung und musste wieder alles geben – es hat zum Sieg gereicht. Im Hauptrennen drehten die Hinterräder meines Autos zu stark durch. Ich verlor einen Platz und kam auch in der ersten Kurve nicht wieder an Jonny Reid vorbei, da ich auf der Außenseite war. Mit einem schnellen Boxenstopp haben wir gekontert und ich lag wieder vor dem A1 Team aus Neuseeland. Der Sieg geht ganz deutlich an das Team von David Sears, das mir geholfen hat, wieder die Führung zu erobern. Natürlich ist die Lage in der Meisterschaft gut, aber wir können uns noch lange nicht zurücklehnen. Mein Appetit auf weitere Siege ist groß."