A1 Grand Prix: Doppelsieg in Neuseeland für Team Deutschland
Pole, zwei Siege und die schnellste Rennrunde gingen an Nico Hülkenberg
Am anderen Ende der Welt erlebte das A1 Team Germany sein bislang erfolgreichstes Wochenende in der A1 Grand Prix Serie: Auf dem Kurs von Taupo in Neuseeland war Nico Hülkenberg aus Emmerich mit der Pole Position, dem Sieg im Sprint-Rennen, dem Gewinn des Hauptrennens und der schnellsten Rennrunde des Wochenendes unschlagbar. Für das Team war es der erste Sprint-Sieg und der dritte Rennsieg der Saison 2006/2007. Nach sechs von elf Läufen vergrößerte das deutsche Nationen-Team seinen Tabellenvorsprung im A1 GP Weltcup des Motorsports um sieben auf nunmehr 19 Punkte vor dem neuen Verfolger aus Frankreich.
Im ersten Lauf verwandelte das A1 Team Germany die Trainingsbestzeit souverän in die Führungsposition. Nico Hülkenberg behielt auch nach einem abgebrochenen ersten Startversuch – ein Konkurrent hatte die falsche Startposition eingenommen – seine Konzentration und verteidigte seinen Platz gegen Verfolger Loïc Duval aus Frankreich. Im Laufe des Rennens auf dem 3,5 Kilometer langen Kurs von Taupo auf der Nordinsel Neuseelands entwickelte sich die Balance seines 520 PS starken A1 Grand Prix-Rennwagens immer besser und der 19 Jahre alte Deutsche gewann mit 3,747 Sekunden Vorsprung vor Frankreich sowie Jonny Reid aus Neuseeland.
Im Hauptrennen erlebte die Nationen-Rennserie eine eindrucksvolle Dominanz des A1 Team Germany: Ab der ersten Runde setzte sich der schwarz-rot-gelbe Rennwagen des deutschen Teams auf dem kurvenreichen Kurs inmitten einer malerischen Vulkanlandschaft an die Spitze. Bis zur achten Runde baute Nico Hülkenberg einen Vorsprung von 2,937 Sekunden auf, um dann seinen Pflicht-Boxenstopp einzulegen. Nach der Rückkehr auf die Strecke belegte er die zehnte Position. Als eine Runde später auch die meisten Gegner ihre Reifen wechseln ließen, lag Deutschland wieder an zweiter Stelle hinter dem Team aus der Schweiz, das in Runde 13 stoppte. Ab dem 14. Umlauf übernahm Nico Hülkenberg wieder die Spitze. Bis zur Halbzeit nach 25 Runden baute er einen Vorsprung von 8,943 Sekunden auf. Die Ziellinie überquerte das Nachwuchstalent schließlich 19,511 Sekunden vor Verfolger Frankreich, während Lokalmatador Neuseeland das Podium komplettierte.
Nicolas Hülkenberg: "Wir haben in Neuseeland ein absolutes Traumwochenende erlebt. Den Grundstein für unseren Erfolg haben wir im Qualifying gelegt. Es gab im Feld quasi keine Überholvorgänge, Startplatz eins war also eine große Hilfe. Ich glaube, das Team aus Neuseeland mit Jonny Reid sowie unsere Mannschaft stellten heute die schnellsten Autos im Feld. Hätte Jonny ganz vorne gestanden, so hätte auch er heute gewinnen können. Kämpfen musste ich trotzdem für meinen Erfolg: In beiden Rennläufen attackierte Loïc Duval aus Frankreich am Anfang heftig, denn er hatte für die ersten Runden wohl einen besseren Luftdruck in den Reifen. Aber auf die Distanz waren wir schneller."