A1 Grand Prix-Serie: Deutschland baut mit Platz zwei Tabellenführung aus
Hülkenberg führte das Rennen 25 Runden lang an
Das A1 Team Germany baute seinen Vorsprung in der A1 Grand Prix-Serie unter erneut schwierigen Witterungsbedingungen weiter aus. Nico Hülkenberg aus Emmerich erreichte auf abtrocknender Strecke Platz zwei beim fünften Saisonlauf in Indonesien, nachdem er das Rennen bis zur 25. Runde angeführt hat. Das deutsche Team vergrößerte auf dem Kurs von Sentul seinen Vorsprung im A1 GP Weltcup des Motorsports um sechs auf zwölf Punkte.
Mit Startplatz drei hatte sich das A1 Team Germany eine gute Ausgangsposition verschafft. Beim Start zum Sprintrennen allerdings verlor Nico Hülkenberg zwei Positionen an die Teams aus Mexiko und den USA. In der dritten Runde überholte auch das australische Team mit Ryan Briscoe den deutschen A1 Grand Prix-Rennwagen, als ein Gang beim Hochschalten klemmte. Als Briscoe in der 15. und letzten Runde den Amerikaner Phil Giebler attackierte, nutzte Hülkenberg seine Chance und eroberte sich Platz fünf zurück. Dafür erhielt er zwei Punkte und blieb mit vier Zählern Vorsprung Tabellenführer.
Das Hauptrennen war wie bereits zwei Wochen zuvor von einem Monsun-Regen vor dem Start geprägt und musste verschoben werden. Nico Hülkenberg verbesserte sich von Platz fünf auf die zweite Position. Als sich der vor ihm fahrende Neuseeländer Jonny Reid verbremste, übernahm er in Runde sechs die Führung und baute bis zu seinem ersten Boxenstopp in Runde 17 einen Vorsprung von mehr als 20 Sekunden auf. Mit dem zweiten Satz Regenreifen allerdings büßte der 19 Jahre alte Nachwuchsfahrer kontinuierlich Zeit ein, bis Verfolger Jonny Reid aus Neuseeland das deutsche Auto in Runde 26 überholte.
Drei Runden später absolvierte das A1 Team Germany deshalb einen weiteren Boxenstopp, um einen dritten Satz Reifen aufzuziehen. Dabei riss ein Luftschlauch am hinteren linken Schlagschrauber ab, wodurch das Team zwölf Sekunden Zeit verlor. Anschließend lag der 520 PS starke Rennwagen der deutschen Mannschaft mit etwa 16 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz, als das A1 Team Großbritannien durch einen Ausritt eine Safety-Car-Phase auslöste. Dadurch rückte die Spitze wieder auf wenige Sekunden Abstand zusammen. Allerdings wurde das Rennen erst kurz vor Schluss wieder freigegeben. Nur 1,1 Sekunden fehlten Nico Hülkenberg am Ende als Zweitem zum Sieg. Damit summiert sich die Bilanz des A1 Team Germany nach zehn Einzelrennen seit Oktober auf vier Podiumsplätze: zwei Siege und zwei zweite Plätze gehen an die Mannschaft von Willi Weber.
Nicolas Hülkenberg: "Wir haben die Tabellenführung vergrößert, deshalb kann ich mit Platz zwei sehr zufrieden sein. Im Sprint fiel ich um drei Plätze zurück. Als beim Hochschalten ein Gang klemmte, ging eine weitere Position verloren – an Australien. Doch diesen Gegner bremste ich später wieder aus. Im Hauptrennen war die Sicht im Regen noch schlechter als zuletzt in Malaysia. Als sich Jonny Reid verbremste, übernahm ich die Führung. Leider war das Fahrverhalten mit dem zweiten Reifensatz sehr merkwürdig und ich rutschte einmal von der Strecke. Also wechselten wir noch einmal, doch dabei klemmte ein Schlagschrauber. Zum Schluss habe ich nichts mehr riskiert und folgte Jonny bis ins Ziel."