Claudia Hürtgen sicherte sich als erste Frau den BMW-Sportpokal
Claudia Hürtgen hat einen historischen Erfolg erzielt: Erstmals in der Geschichte des BMW-Sportpokals sicherte sich eine Frau den Sieg, noch dazu mit einem Diesel betriebenen Rennwagen. Die 35-jährige Aachenerin gewann ihre Klasse bei der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf der legendären Nordschleife mit einem BMW 120d. Außerdem trat sie in der belgischen Procar-Serie an sowie bei den 24-Stunden-Rennen von Dubai und auf dem Nürburgring. Die Summe ihrer Leistungen brachten ihr im Koeffizientensystem des Sportpokals 624,3 Punkte ein und damit einen Scheck über 35.000 Euro.
Der BMW Sportpokal besteht seit den frühen 60er Jahren. Der Preisgeldtopf für die in verschiedenen Klassen in der ganzen Welt startenden BMW Privatfahrer wurde auf eine Viertelmillion erhöht.
Auch Platz zwei (25.000 Euro) ging an einen Deutschen: Marc Hennerici (24, Mayen) sammelte als Juniormeister in der Langstreckenmeisterschaft und bei Einsätzen in der Procar-Serie, der WTCC und beim 24-Stunden-Rennen in der Eifel 504,3 Zähler. Wie Hürtgen steuerte Hennerici einen BMW 120d und bei einigen Wettbewerben einen BMW E46 320i.
Bronze holte der US-Amerikaner Will Turner (38, Amesbury/USA) mit dem Gewinn des GrandAm Cups. Mit seinem Meisterstück in dieser Serie und Erfolgen in der Speed World Challenge brachte er es auf 470,6 Sportpokalpunkte und wurde dafür mit 20.000 Euro belohnt.
Die Liste der geehrten Privatfahrer wuchs erstmals von traditionell 20 auf 25. „Damit“, so BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, „tragen wir der erweiterten Produktpalette unseres Kundensportprogramms Rechnung. Die BMW Modelle 120d und Z4 M Coupé waren erstmals am Start. Die Attraktivität unserer Produkte hat uns 2006 mehr Sportpokal-Anmeldungen als je zuvor beschert. Ihre Leistungsfähigkeit und der enthusiastische Einsatz der Fahrer und Teams haben für Erfolge auf der ganzen Welt gesorgt.“
Sonderpokale, die nicht von Schecks begleitet wurden, erhielten zudem Markus Moufang (43, Nidda Ober-Schmitten) als Gewinner des „HJS Diesel Masters“ und Skistar Kristian Ghedina als schnellster Mann auf Schnee und Asphalt.