Formel 1: Zanardi tastet sich an Formel-1-Comeback heran
Rückkehr ins Formel-1-Cockpit: Alessandro Zanardi
Der Italiener Alessandro Zanardi kehrte am Donnerstag ans Steuer eines Formel-1-Autos zurück - wenn auch nur für drei Runden. Im Rahmen des Formel BMW Weltfinales in Valencia absolvierte Zanardi in dem auf seine Bedürfnisse angepassten BMW Sauber F1.06 einen kurzen Funktionstest. Um dem beinamputierten Rennfahrer sein Comeback ins Cockpit eines Formel-1-Autos zu ermöglichen, haben die Ingenieure des BMW Sauber F1 Teams unter anderem die Kupplungswippe links hinter dem Lenkrad zur Gasbetätigung umfunktioniert. Am Samstag und Sonntag wird Zanardi im offiziellen Programm zwei längere Auftritte mit seinem umgebauten Fahrzeug auf der Strecke haben.
Damit schreibt der 40-Jährige ein weiteres Kapitel Motorsport-Geschichte: Er ist der erste beinamputierte Fahrer, der in einem F1-Rennwagen Tests absolviert. Bei einem schweren Unfall auf dem Lausitzring hatte er 2001 beide Beine verloren. Als Fahrer des BMW Team Italy-Spain feierte er Ende 2003 ein beeindruckendes Comeback im Tourenwagensport und gewann bis heute zwei Läufe der FIA World Touring Car Championship (WTCC).
Die Formel 1 ist für Zanardi kein Neuland: Sein Debüt in der Königsklasse gab er 1991 beim Großen Preis von Spanien. Insgesamt fuhr er 41 Grand-Prix, sein letztes Rennen absolvierte er 1999 in Japan.