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2006-11-19 10:28:27 - ks
Macau Grand Prix: Mike Conway siegt in Macau - Adrian Sutil wird Dritter

Start frei durch die engen Häuserschluchten von Macau
Mike Conway (Dallara-Mercedes) heißt der souveräne Sieger des 53. Macau Grand Prix. Der 23-jährige Brite gewann das Formel-3-Weltfinale mit 1,498 Sekunden Vorsprung vor dem Amerikaner vor Richard Antinucci. Conway unterstrich damit im Feld der weltbesten Formel-3-Piloten, dass die Englische Formel-3-Meisterschaft noch immer ein starker Gradmesser ist. Unter anderem mit acht Siegen konnte Conway den Titel auf der Insel in diesem Jahr erringen. Der Sieg beim prestigeträchtigen Macau Grand Prix zeichnet jedoch als beste Einzelleistung seine Karriere aus. Den dritten Platz belegte der Deutsche Adrian Sutil.

Auf dem zweiten Platz kam Richard Antinucci (Dallara-Mercedes) nach 15 Runden ins Ziel. Der Amerikaner zeigte dabei ein kampfbetontes Rennen, das ihn vom neunten Startplatz auf das Podium führte. Mit einer tollen Leistung überzeugte auch ein Deutscher: Adrian Sutil. Als Japanischer Formel-3-Champion angereist konnte der 23-Jährige aus Gräfelfing im Dallara-Toyota stets mit der Spitze mithalten und sogar den dritten Platz belegen. Sutil war bei seinem Macau-Debüt vom sechsten Platz ins Rennen gegangen.

Vor vollbesetzten Tribünen und bei bestem Wetter begann der 53. Macau Grand Prix äußerst spektakulär. Nach mäßigem Start legte der Trainingsschnellste Kamui Kobayashi (Dallara-Mercedes) in der rechtwinkligen Lisboa-Kurve eine Gewaltaktion hin, um dem glänzend gestarteten Marko Asmer (Dallara-Mercedes) die Führung wieder abzujagen – dies ging gehörig schief: viel zu spät auf der Bremse rutschen die Beiden geradeaus in den Notausgang, gefolgt vom ebenfalls zu schnellen Paul di Resta (Dallara-Mercedes). Damit erbte der Brite Mike Conway (Dallara-Mercedes) die Führung. Paul di Resta sorgte am Ende der ersten Runde in der schnellen Fisherman’s-Kurve für etwas Ruhe, als er nach einem Crash in die Mauer eine drei Runden lange Safety-Car-Phase auslöste.

In Runde fünf von 15 wurde das Rennen wieder freigegeben, mit glänzenden Chancen für Adrian Sutil (Dallara-Toyota), der hinter Kohei Hirate (Dallara-Mercedes) auf Platz drei lag. Eine einfache Aufgabe wartete allerdings nicht auf den Deutschen. Mehrfach musste er den hart anstürmenden Kohei Hirate abwehren und sich anschließend Richard Antinucci beugen. Dass Hirate für seinen Ritt auf der letzten Rille irgendwann die Quittung bekommen musste, war abzusehen: in Runde 13 krachte der Japaner in die Mauer.

Für Sebastian Vettel lief das Rennen bis zur letzten Runde optimal. Nach verpatztem Training und Crash im Qualifikationsrennen war der Deutsche als Letzter und damit 32. ins Rennen gegangen. Beeindruckend kämpfte sich der Formel-1-Testfahrer auf den siebten Platz nach vorne, ehe in der letzten Runde das Aus kam, als Vettel im Fight mit Robert Streit in der Lisboa-Kurve strandete. Für den dritten Deutschen in Macau endete das Rennen auf dem neunten Platz. Maro Engel (Dallara-Honda) konnte damit aus dem Ausfall im Qualifikationsrennen und dem Start aus der letzten Reihe noch ein befriedigendes Ergebnis erzielen.

Dies schaffte auch das Ombra Team aus dem ATS Formel-3-Cup. Mit Mauro Massironi konnte die italienische Team-Fahrer-Kombination den beachtlichen 14. Platz erzielen. Teamchef Massimo Polini: „Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass hier in Macau die besten Teams und Fahrer der Welt am Start sind. Unter diesen Voraussetzungen so weit nach vorne zu kommen, ist sehr zufriedenstellend“.

Mike Conway (Sieger): "Es war phantastisch, zu sehen, dass vor mir die Konkurrenten in der Lisboa-Kurve geradeaus fuhren. Ich habe dann versucht, so schnell wie möglich einen Vorsprung zu erzielen. Danach lief mein Rennen eigentlich ruhig."

Richard Antinucci (Platz 2): "Ich hatte nichts zu verlieren, deshalb habe ich hart attackiert. In der letzten Runde habe ich noch einen mächtigen Quersteher gehabt. Vom neunten Platz so weit nach vorne zu kommen, ist schon toll. Es war eines meiner besten Formel-3-Rennen."

Adrian Sutil (Platz 3): "Ich hatte einen guten Start, dafür war mein Re-Start nicht so gut. Danach habe ich wirklich viele Fights zu überstehen. Das Überholmanöver von Antinucci war hart aber okay. Ich bin absolut zufrieden, mit meinem Debüt in Macau."


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