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2006-10-29 13:25:13 - ks
Porsche Carrera Cup: Uwe Alzen gewinnt das Finale

Dirk Werner, Uwe Alzen und Richard Westbrook
Das Rennen um die Meisterschaft im Porsche Carrera Cup Deutschland ist entschieden. Mit seinem zweiten Platz beim neunten und letzten Lauf sicherte sich der 25jährige Dirk Werner (Kissenbrück) den Meistertitel. Werner war von Platz drei in das Rennen gegangen und hatte beim Start zunächst Uwe Alzen (Betzdorf) als Trainingsschnellsten sowie den Trainingszweiten, Richard Westbrook (Großbritannien), überrumpelt. In der vierten Runde überholte Alzen Werner beim Anbremsen der Spitzkehre, übernahm die Führung und siegte vor Werner und Westbrook.

Uwe Alzen (Betztdorf) war bis zum Finale Werners aussichtsreichster Gegner. In Hockenheim holte der 39jährige seinen vierten Saisonsieg und sicherte sich damit die Vizemeisterschaft. Den Siegen des Meisters von 1992 stehen 2006 ein unverschuldeter Ausfall am Lausitzring und ein 13. Platz am Norisring gegenüber.

Der Gastfahrer Richard Westbrook wurde als Dritter abgewunken und kann auf eine beeindruckende Bilanz verweisen. Der Meister des Porsche-Michelin-Supercup startete 2006 bei 21 Rennen im Supercup und Carrera Cup – bei 20 Läufen stieg er auf das Siegerpodest.

Jörg Hardt (Bonn) beendete das Finale und die Saison auf dem dritten Platz. Der Bonner gewann auf dem Lausitzring und nahm aus Barcelona 18 Punkte für Rang zwei mit, musste aber vom ersten Rennen in Hockenheim und vom Nürburgring mit jeweils null Punkten abreisen.

Richard Lietz (Österreich) hielt sich lange in den Top-Drei der Meisterschaft. Der 22jährige stand in Zandvoort (Niederlande) auf Startplatz eins, drehte zweimal die schnellste Rennrunde und siegte in Barcelona. Allerdings fiel Lietz auch zweimal durch die Fehler von Konkurrenten aus. Lietz beendet sein drittes Jahr im Carrera Cup auf Gesamtrang vier.

Chis Mamerow (Waltrop) schloss seine dritte Saison im Carrera Cup auf Platz fünf ab. Dies ist die bislang beste Platzierung des 21jährigen. Viermal nahm Mamerow 2006 die Punkte für ein Podiumsresultat mit. Im Team seines Vaters betreibt er neben den Sprints des Carrera Cups mit großem Erfolg Langstrecken-Motorsport.

Der Gastfahrer Bruno Senna (Brasilien) hatte sich ohne jede Testfahrt mit dem ungewohnten 911 GT3 Cup für den 13. Startplatz qualifiziert. Im Rennen musste der Dritte der Britischen Formel 3-Meisterschaft in der vorletzten Runde wegen Kühlmittelverlust nach der Berührung mit einem Gegner die Boxen anlaufen und schied aus.

Dirk Werner (Meister): „Beim Start habe ich die Chance genutzt, sofort die Führung zu übernehmen und zumindest in den ersten Runden das Risiko einer Berührung mit einem Gegner klein zu halten. Als Uwe beim Anbremsen der Spitzkehre angriff, ließ ich die Tür offen. Danach fuhr ich mein Rennen ohne Problem nach Hause. Diese Meisterschaft ist die wichtigste meiner bisherigen Laufbahn. Jetzt muss es in Richtung Profisport weitergehen. Aber zuerst wird heute mit dem Farnbacher-Team gefeiert!“
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