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2006-10-25 16:41:30 - ks
Carrera Cup: Duell um den Titel: Alzen oder Werner

Ein Sieg allein reicht nicht: Alzen muss auf ein schlechtes Ergebnis von Werner hoffen
Mit dem neunten Lauf endet am kommenden Wochenende auf dem Hockenheimring die 17. Rennsaison des Porsche Carrera Cup Deutschland. Erst beim Finale kommt es zwischen zwei Fahrern zur Entscheidung im Rennen um den Titel. Dirk Werner (Kissenbrück) ist nach zwei Siegen und Podiumsresultaten bei fünf weiteren Läufen der Spitzenreiter. Nur vom Circuit de Catalunya bei Barcelona nahm der 25jährige Student keine Punkte mit, da er unschuldig in einen Unfall kurz nach dem Start verwickelt wurde. Werner bestreitet seine erste vollständige Saison im Carrera Cup.

Nur der Tourenwagen- und GT-Routinier Uwe Alzen (Betzdorf) kann Werner den Titel noch entreißen. Der 39jährige Profi nahm von vier Rennen die Höchstpunktzahl mit, schied aber am Lausitzring nach einem unverschuldeten Dreher aus und nahm von zwei weiteren Läufen nur wenige Punkte mit. Alzen gewann schon 1992 den Titel im Carrera Cup, war 1994 der zweite Meister in der Geschichte des Porsche-Michelin-Supercups und feierte mit Porsche zahlreiche weitere Erfolge, wie den Gesamtsieg im ADAC GT-Cup 1995 oder einen Klassensieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1999 auf einem 911 GT3 R. Alzen muss in Hockenheim angreifen. Selbst wenn ihm ein weiterer Sieg gelingt, reicht seinem jungen Widersacher der achte Platz zum Titel.

Mit 29 Fahrern auf der Nennliste bietet der Porsche Carrera Cup einmal mehr das größte Starterfeld des Rennwochenendes. Unter den Piloten aus acht Nationen sind in Hockenheim zwei besonders schnelle Gäste. Im Porsche mit Startnummer 27 sitzt Bruno Senna aus Brasilien. Der Neffe des dreifachen Formel 1-Weltmeisters Ayrton Senna beendete gerade seine erste vollständige Formel 3-Saison in England als Dritter. Senna kennt den 911 GT3 Cup von einem Einsatz als Gastfahrer im internationalen Porsche-Michelin-Supercup 2006, wo er auf dem Grand Prix Kurs von Monaco erstmals den seriennahen Rennsportwagen fuhr.

Den 911 mit Startnummer 3 lenkt der Brite Richard Westbrook, der dieses Jahr überlegen den internationalen Porsche-Michelin-Supercup gewann. Seit dem Rennwochenende auf dem Nürburgring startet Westbrook im Carrera Cup Deutschland und holte in Zandvoort (Niederlande) bereits seinen ersten Sieg.

„Premiere Sport“ zeigt am Sonntag (29. Oktober) von 13.15 bis 13.50 Uhr einen Fernsehbericht von dem 20-Runden-Rennen.


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