Der Prototyp der Formel DMSB wird im November 2006 fertiggestellt
Mit einer neuen Formel-Rennserie fördert der DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) ab der kommenden Saison den Motorsport-Nachwuchs. Mit der Formel DMSB soll ab 2007 der Umstieg vom Kart in den Formelsport deutlich vereinfacht werden – technisch wie finanziell. Die einfach zu beherrschende und mit überschaubarem Aufwand zu bestreitende Einsteigerklasse erleichtert ambitionierten Youngstern den Aufstieg. Der Dachverband der deutschen Motorsportler knüpft mit seinem Konzept an ein bewährtes Erfolgsrezept an. Schon in den späten 80er Jahren gehörten spätere Top-Piloten wie Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen zum Junior-Kader der Motorsporthoheit. News und Infos rund um die Formel DMSB gibt es unter www.formel-dmsb.de ab sofort im Internet.
Powered by Ford, Made by Dallara
Das Konzept der Formel DMSB zielt ganz darauf ab, erfolgreichen Kartsportlern den frühzeitigen und finanzierbaren Umstieg in den Rundstreckensport zu erleichtern. Dazu wurden preiswerte Monoposti entwickelt, deren Technik gleichermaßen beherrschbar wie sicher ist: Die Chassis werden von der renommierten italienischen Schmiede Dallara hergestellt. Das Kohlefaser-Monocoque entspricht in seiner Sicherheitsausstattung den strengen Normen, die der Motorsport-Weltverband FIA ab 2008 an Formel-3-Fahrzeuge stellt. Ein eng gefasstes technisches Reglement für die von 1.600-ccm-Motoren des Exklusivpartners Ford angetriebenen Fahrzeuge garantiert, dass alleine das Fahrkönnen über den Erfolg entscheidet. Der Basispreis von unter 40.000 Euro und die Fixierung des Reglements für drei Jahre sorgen für Fairness und strikte Kostenbegrenzung.
Starke Partner für die Youngster-Förderung
Neben Ford als renommiertem Rennmotorenpartner und Chassis-Lieferant
Dallara haben sich bereits frühzeitig weitere namhafte Unternehmen zur
Junioren-Förderung bekannt. So werden die Räder von ATS stammen. Als Serienpartner für Stoßdämpfer und Kupplung wurde ZF Sachs gewonnen. Die WIGE Media AG soll als TV-Partner der Formel DMSB für möglichst umfassende mediale Präsenz der Youngster sorgen. Technik-Kompetenz bringt außerdem der „FH Köln Motorsport e. V.“ ein, der die Formel DMSB als rennerfahrener technischer Hochschulpartner begleitet. Weitere Technikpartner werden bei der offiziellen Präsentation der Serie auf der Essen Motorshow vorgestellt.
Förderpool für die Motorsport-Stars von Morgen
Nicht nur mit potenziellen Partnern für Technologie und Teile führten die Motorsportexperten des DMSB schon während der Saison 2006 intensive Gespräche. Vielmehr ist es das erklärte Ziel, einen Förderpool zu bilden, in den eine Vielzahl von Unternehmen einbezogen sind, um hoffnungsvollen Nachwuchspiloten den Weg zu ebnen. Der Verwendungszweck der Mittel ist deshalb auch streng reglementiert. Gefördert werden Ausbildungskurse, um die Piloten perfekt auf ihre Aufgaben einzustellen, Fahrtkosten, um das Budget während der laufenden Saison zu entlasten sowie Testfahrten in höheren Kategorien, wie etwa der Formel 3. So soll erreicht werden, was in den 80er Jahren schon heutigen Weltstars wie Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen gelang: Die beiden späteren Formel-1-Profis erhielten zu Beginn ihrer Karriere Unterstützung durch den damaligen Automobilsport-Dachverband ONS. So konnte etwa Frentzen im Jahr 1989 mit ONS-Unterstützung den Sprung in die Formel 3 machen, die einen wichtigen Schritt zur späteren Weltkarriere darstellte: Am Ende dieser Saison lagen Frentzen und Schumacher punktgleich an zweiter Position – nur einen Punkt hinter dem Meister Karl Wendlinger.
Intensive Betreuung geplant
Bei der Suche nach den Nachfolgern des Formel-1-Weltmeisters und seiner prominenten Jahrgangskollegen will der DMSB nicht nur technische und finanzielle Unterstützung gewährleisten. Parallel zum Streben nach fairem Sport mit überschaubarem Budget werden die Youngster in der Formel DMSB an den Rennstrecken ein gleichbleibendes Team von Ansprechpartnern vorfinden. Der DMSB übernimmt die Durchführung der Serie und sorgt durch einen permanenten Renndirektor, permanente Sport- und Technische Kommissare für Kontinuität. Hinzu kommt ein Betreuerteam, das die sachgerechte Ausbildung der Nachwuchsfahrer gewährleistet – etwa durch die Schulung im Umgang mit Medienvertretern.
Ausbildung zum Vollblut-Rennfahrer mit internationalem Training
Zum umfassenden Konzept der Formel DMSB gehört auch die intensive Vorbereitung und Begleitung der jungen Rennfahrer. In Zusammenarbeit mit dem französischen Motorsport-Dachverband wurde für die Youngster deshalb ein dreistufiges Trainingsmodul an der FFSA Autosport Academie konzipiert. Im ersten der drei zweitägigen Module werden die Formel-Neulinge einer Fitnessanalyse und Bestimmung ihres fahrerischen Potenzials unterzogen. Anschließend wird ein individuell perfekt abgestimmter Trainingsplan erstellt, dessen Erfolg in den beiden weiteren Modulen überprüft wird. Zusätzlich werden mit der FFSA Autosport Academie eintägige Kurse im regelmäßigen Trainingsbetrieb und mehrtätige Winter- und Frühjahrstrainings angeboten.