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2006-10-11 09:56:26 - ks
Carrera Cup: Dirk Werner kann den Titelgewinn bereits sichern

Die Verfolger, allen voran Uwe Alzen, sind im Zugzwang
Le Mans und Porsche – diese Namen sind durch die Rekordzahl von 16 Gesamtsiegen der Sportwagen aus Stuttgart beim 24-Stunden-Rennen auf dem weltberühmten Straßenkurs verbunden. Jetzt gastiert Porsche mit einer Sprint-Rennserie an der Sarthe: Piloten aus sieben Ländern bringen 30 Sportwagen vom Typ 911 GT3 Cup zum achten und vorletzten Lauf des Carrera Cup Deutschland an den Start. Gefahren wird auf einer 4,2 Kilometer langen Kurzversion der Strecke.

Dirk Werner (Kissenbrück) führt nach zwei Siegen die Meisterschaft an. Bis zum sechsten Rennen im niederländischen Zandvoort stand der 25jährige nach jedem Lauf auf dem Podium. Ein unverschuldeter Unfall in der Startrunde des siebten Laufs in Spanien beendete die Erfolgsserie. Trotzdem verfügt der Student über einen 15-Punkte-Vorsprung vor Uwe Alzen (Betzdorf) als seinem aussichtsreichsten Verfolger. Sollte es Werner gelingen, den Abstand zu Alzen auf 21 Punkte zu vergrößern, so ist ihm beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring am 29. Oktober der Titel nicht mehr zu nehmen. Alzen wird alles daran setzen, die Entscheidung auf das Finale zu verschieben. Seine Aussichten sind nicht schlecht: Der Meister von 1992 holte 2006 bereits dreimal die Maximalpunktzahl.

Mit seinem ersten Sieg im Carrera Cup vor drei Wochen in Spanien rückte Richard Lietz (Österreich) auf den dritten Tabellenplatz vor. Lediglich vier Zähler trennen den 22jährigen von Alzen. Lietz stand bereits dreimal in der ersten Startreihe und drehte schnellste Rennrunden bei zwei Läufen. Allerdings hatte er auch viel Pech: Ein Reifenschaden am Nürburgring verhinderte ein gutes Ergebnis. Falscher Reifendruck und damit ein fast unfahrbares Auto warf Lietz als Trainingsschnellsten in Zandvoort weit zurück.

Chris Mamerow aus Waltrop im Ruhrgebiet ist mit 21 Jahren der jüngste Fahrer in der Verfolgergruppe. Sein drittes Jahr im Porsche Carrera Cup Deutschland entwickelt sich zu seinem bislang besten. Am Norisring und auf dem Nürburgring holte Mamerow die Punkte für Platz drei, von Zandvoort nahm er die 18 Zähler des Zweitplatzierten mit. In Barcelona kam die Erfolgsserie durch einen unverschuldeten Zusammenstoß zu einem vorläufigen Ende.

Jörg Hardt (Bonn) gewann das zweite Rennen des Jahres auf dem Eurospeedway Lausitz, zeigte in Zandvoort eine beeindruckende Fahrt, als er im Regen von Startplatz 16 auf den sechsten Rang im Ziel fuhr und schloss in Barcelona als Zweitplatzierter an diese Leistung an. Hardt ist mit 32 Punkten Rückstand auf Werner bei 40 noch zu vergebenden Zählern der letzte Fahrer mit Chancen auf den Titelgewinn.

Der Brite Richard Westbrook ist als frischgebackener Meister des Porsche-Michelin-Supercup in Le Mans dabei. Westbrook beendete alle zwölf Rennen im Supercup sowie seine Einsätze als Gastfahrer im Carrera Cup Deutschland auf dem Nürburgring und in Zandvoort auf dem Podium. Spektakulär war auch seine Vorstellung in Barcelona, wo er durch den Fahrfehler eines Konkurrenten zunächst auf den 27. und letzten Platz zurückfiel, um sich bis zum Ziel auf Rang fünf nach vorne zu arbeiten.

Der Porsche Carrera Cup Deutschland war zuletzt 2000 in Le Mans zu Gast. Es siegte Jörg Bergmeister (Langenfeld), nachdem Timo Bernhard (Dittweiler) mit einer Zeit von 1:48.200 Minuten (= 143.235 km/h) die schnellste Trainingsrunde gedreht hatte.

„Premiere Sport“ zeigt am Sonntag (15. Oktober) von 12.25 bis 13.00 Uhr einen Fernsehbericht von dem 20-Runden-Rennen.
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