A1 Grand Prix: Team Germany verteidigt Tabellenführung
Im Rennen lief alles glatt: Nico Hülkenberg
Das A1 Team Germany von Willi Weber verteidigte beim zweiten Lauf zur A1 Grand Prix-Serie im tschechischen Brünn seine Tabellenführung. Trotz eines Ausfalls im Sprint-Rennen gelang es Einsatzpilot Nicolas Hülkenberg, mit einer eindrucksvollen Leistung im Hauptrennen von Startplatz 16 bis auf die vierte Position vorzufahren. Damit bleibt das A1 Team Germany im Motorsport-Weltcup mit einem Punkt Vorsprung vor Mexiko Tabellenführer im Feld der 23 Nationen.
Im Sprint-Rennen kam Nico Hülkenberg, der sich für die erste Startreihe qualifiziert hatte, nur wenige Meter weit: Das Auto des A1 Team New Zealand kollidierte nach dem rollenden Start mit dem deutschen A1 GP-Rennwagen. Sowohl das deutsche als auch das neuseeländische Auto fielen aus. Die Einsatzmannschaft von David Sears Motorsport tauschte vor dem Hauptrennen in einer starken Teamleistung an dem schwer beschädigten deutschen Auto unter anderem Aufhängungselemente, eine Antriebswelle und die Seitenkästen.
Danach ging Nico Hülkenberg in dem 520 PS starken A1 Grand Prix-Rennwagen von Platz 16 ins Hauptrennen. Seine Aufholjagd begann der Nachwuchsfahrer aus Emmerich am Rhein schon in der ersten Runde, als er sieben Gegner hinter sich ließ. Kurzfristig verlor das A1 Team Germany zwei Positionen, die es sich aber bis zur sechsten Runde wieder erkämpfte. Nach dem Boxenstopp in der zehnten Runde verbesserte sich Hülkenberg erneut um mehrere Plätze und lag ab der 16. Runde auf dem fünften Platz. Als dem A1 Team Kanada vier Runden vor Schluss ein Fehler unterlief, nutzte der 19 Jahre alte deutsche Pilot seine Chance und verbesserte sich um eine weitere Position. Damit wahrte Serien-Neueinsteiger Nico Hülkenberg nicht nur die Tabellenführung für das A1 Team Germany, sondern setzte auch eine Serie persönlicher Bestleistungen fort: Jedes Mal, wenn der Rheinländer die Zielflagge sah, lag er in dieser Saison unter den ersten Vier.
Nicolas Hülkenberg: "Das Ergebnis ist schön. Und das, obwohl wir im Sprint so viel Pech hatten, als der Neuseeländer Jonny Reid nach links zog, mein Auto traf und ich ausfiel. Danach hatten die Mechaniker wirklich sehr viel Arbeit, die sie exzellent erledigt haben. Sie haben mir wieder ein wunderbares Auto aufgebaut – vielen Dank dafür! Damit konnte ich im Hauptrennen sofort angreifen und überholte sieben Autos. Die Fahrer aus Brasilien und Neuseeland verdrängten mich dann zwar um zwei Plätze, aber bis zur sechsten Runde überholte ich sie wieder. Dank des guten Boxenstopps meiner Mannschaft kam ich an den Teams aus Großbritannien und den Niederlanden noch in der Boxenstraße vorbei. Danach ging es weiter nach vorn bis auf Platz fünf. Als dem Kanadier James Hinchcliffe ein Fehler unterlief, überholte ich ihn auch noch. Nie im Leben hätte ich vor dem Rennen mit Platz vier gerechnet – das war einfach klasse."