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VLN: Osterweiterung: Die Russen kommen!

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Dmitry Malahov / Dmitry Dobrovolskiy starteten im Kissling-Astra |
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| Mit stoischer Ruhe sitzt Dmitry Malahov in der Opel-Lounge am Nürburgring, die Augen in einen Roman vertieft. „In 10 Minuten geht es los“, lautet die Ansage von Kissling-Teammanager Gerhard Diel. „Ihr müsst auch noch schnell ein Interview geben.“ Malahov blickt kurz auf und nickt, ehe sein Blick wieder in dem Buch versinkt.
Teampartner Dmitry Dobrovolskiy zeigt mehr Regung. „Nunja, es sind eine Menge Eindrücke, die auf uns hereinprasseln“, antwortet er auf die Frage, was seine Gedanken nach der ersten Nordschleifen-Runde waren. In fließendem Englisch fährt er fort: „Wir fahren in Russland auf kürzeren Rennstrecken. Vielleicht drei Kilometer lang – und hier sind es über 20.“ 24,433 Kilometer, um genau zu sein.
„Die Strecke ist gewöhnungsbedürftig – es gibt eine Reihe von interessanten Passagen“, sagt er und der Glanz in seinen Augen ist nicht zu übersehen. „Eine fantastische Rennstrecke.“ Der Fall ist klar: die ersten Anzeichen für eine Infektion. Dobrovolskiy und Malahov sind von dem Nordschleifen-Virus befallen. Ein Virus, der die beiden für lange Zeit nicht mehr loslassen wird – in dieser Hinsicht sind einfach alle Rennfahrer gleich.
Im Opel Astra Coupé von Kissling-Motorsport waren die beiden routinierten Rennfahrer aus Moskau beim 38. ADAC Barbarossapreis am Start. Genau das Modell, das auch in der russischen Tourenwagen-Meisterschaft zum Einsatz kommt. Die Rundenzeiten konnten natürlich nicht an die der starken Konkurrenz in der Klasse SP3 heranreichen und die Nordschleifen-Premiere fand nach einem Ausrutscher in Runde 15 leider auch kein Happyend.
Aber das spielt für das Duo keine Rolle. Viel wichtiger war das unvergessliche Erlebnis in der „Grünen Hölle“. Als sich beide von dem Team aus Bad-Münstereifel verabschiedeten war der knappe Kommentar: „Wir kommen wieder!“ Vielleicht schon beim 30. DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim – am 14. Oktober auf dem Nürburgring. |  |