A1 Grand Prix: Erster Sieg des A1 Team Germany in Zandvoort
Grund zum Feiern: Nico Hülkenberg
Das A1 Team Germany von Willi Weber feierte in Zandvoort zum Auftakt der Saison 2006/2007 der A1 Grand Prix-Serie seinen ersten Sieg. Nach Platz vier im Sprint-Rennen stellte der erstmals vom Team verpflichtete Nico Hülkenberg seine Qualitäten in einer exzellenten Rennen im 70-minütigen Hauptlauf unter Beweis, das er im Trockenen begann und mit 7,870 Sekunden Vorsprung nach Regen auf einer abtrocknenden Strecke gewann.
Der Nachwuchsfahrer hatte sich für Startplatz vier im Feld der 23 identischen Autos qualifiziert und überholte zu Beginn des Sprints bei seinem ersten fliegenden Start in der A1 Grand Prix-Serie seinen Vordermann aus dem A1 Team France. Er zog an seinem französischen Gegner auf einer feuchten Strecke vorbei, verlor diese Position in der ersten Rechtskurve allerdings wieder, da er auf der Außenspur fuhr. Bis zum Ende des Sprints über zwölf Runden blieben die Positionen im Spitzenfeld unverändert. Mit Platz vier sammelte der Deutsche die ersten drei Punkte für das A1 Team Germany.
Im Hauptrennen erlebte Teambesitzer Willi Weber, der das Rennen auf der niederländischen Strecke persönlich verfolgte, eine starke Leistung von Fahrer und Team. Bei Trockenheit lag Nico Hülkenberg anfänglich auf Platz drei hinter Mexiko und Frankreich und verbesserte sich in Runde vier um eine Position. In Runde 20 erhielt er beim Boxenstopp Regenreifen und fiel kurz auf Platz drei zurück, verbesserte sich in Runde 24 aber wieder auf den zweiten Rang. In Runde 32 stoppte das A1 Team Germany erneut. Das Einsatzteam von David Sears zog wieder Slicks auf. Hülkenberg kehrte auf Platz vier wieder auf die Strecke zurück. In Runde 34 trennten den 19 Jahre alten Fahrer noch 25 Sekunden vom A1 Team Netherlands and der Spitze, gefolgt vom A1 Team USA auf Platz zwei. Binnen drei Runden reduzierte A1 Team Germany den Rückstand auf das amerikanische Team auf 0,354 Sekunden, während das A1 Team Netherlands auf Platz drei zurückgefallen war. In Runde 38 setzte sich Hülkenberg an die Spitze und baute am Steuer des 520 PS starken A1 GP-Rennwagens seine Führung binnen vier Runden auf 7,8 Sekunden bis ins Ziel aus. Das auf Platz drei geführte A1 Team Australia überquerte die Ziellinie bereits mit 33,619 Sekunden Rückstand.
Das A1 Team Germany feierte seinen ersten Sieg in der A1 Grand Prix-Serie und liegt nun mit 13 Punkten an der Tabellenspitze vor Mexiko (11 Punkte) und den USA (9 Punkte). Für Nico Hülkenberg war es ein besonderer Erfolg: Der Nachwuchspilot, der auch Niederländisch spricht, gewann bei seinem ersten A1 GP-Einsatz für das Team von Willi Weber auf einer Strecke, die nur eine Autostunde von seiner Heimatstadt Emmerich am Rhein nahe der deutsch-niederländischen Grenze entfernt ist.
Nicolas Hülkenberg: "Ein erstaunliches erstes A1 GP-Rennen! Im Sprint wurde ich Vierter, nachdem das Auto ab Runde 4 zu untersteuern begann und ich nicht mehr attackieren konnte. Wir nahmen daraufhin einige Änderungen für den zweiten Lauf vor. Das Hauptrennen startete im Trockenen. In Runde 20 kam ich bei einsetzendem Regen an die Box. Jeroen Bleekemolen aus dem A1 Team Netherlands war schneller. Als es wieder abtrocknete, wurde Nicolas Lapierre im französischen Auto langsamer und ich überholte ihn. In Runde 32 ließ ich neue Slicks aufziehen, während das holländische Auto draußen blieb und zurückfiel. Ich dachte, ich muss das A1 Team USA überrunden, doch mein Team sagte mir vier Minuten vor Schluss über Funk, ich sollte angreifen, um eine Chance auf Platz 1 zu haben. Erst dann merkte ich, dass ich gewinnen kann. Ich habe beim ersten A1 GP-Rennen wirklich nicht mit diesem Sieg gerechnet. "