Mit der Vision einer neuen Tourenwagen-Generation macht Chevrolet in Paris auf sich aufmerksam und präsentiert den Chevrolet WTCC Ultra – ein fahrfertiges Konzeptauto, welches es mit dem WTCC-Reglement allerdings nicht allzu genau nimmt. Trotzdem ist die im bekannten Chevrolet-Blau lackierte Studio ein absoluter Hingucker, der vor allem durch seine aggressive und bullige Optik besticht. Optisch machen sich vor allem die neue Vorderpartie und der in die Höhe ragende Heckspoiler bemerkbar.
Angetrieben wird die Studie von einem Dieselmotor mit 1.991 ccm Hubraum und 139 kW/190 PS. In seiner Basis entspricht der Vierzylinder dem bereits im Chevrolet Captiva und ab Frühjahr 2007 auch im Epica eingesetzten Common-Rail-Motor mit Vierventil-Technik und variabler Schaufelgeometrie der Turbine. Die Leistungssteigerung wurde über eine Erhöhung des Ladedrucks erzielt. Der WTCC Ultra besitzt an beiden Achsen eine aufwändige Einzelradaufhängung an McPherson-Federbeinen. Die untere Radführung vorn übernimmt ein Dreieckslenker, während hinten zwei zusätzliche Quer- und ein Längslenker für eine präzise Anbindung der Räder zuständig sind. In mächtigen Radhäusern bringen dann 20 Zoll große Slicks die Leistung auf den Asphalt. Zu den aerodynamischen Maßnahmen zählt neben dem flachen Unterboden und den Spoilern ein Diffusor am Heck, der zusätzlichen Abtrieb erzeugt.
Um das Leergewicht so niedrig wie möglich zu halten, kommen beim WTCC Ultra moderne Leichtbaumaterialien zum Einsatz. Die Karosserieteile sind aus einem Glasfaser- und Kohlefaser-Laminat. Aus glattem Kohlefaser-Verbundstoff bestehen Front- und Heckspoiler sowie der flache Unterboden des voll funktionstauglichen Tourenwagen-Konzeptautos.
An der Entstehung des Fahrzeugs haben Teams aus Australien, Japan, Südkorea, USA und Europa mitgewirkt. Das Know-How für die Rennstrecle haben die britischen Motorsport-Spezialisten von Ray Mallock Limited (RML) mitgebracht. Der technische Partner des Chevrolet-Teams in der WTCC half bei Rennkomponenten und Fahrwerk.