Formel 3: Champion Tung siegt - Rookie-Wertung weiter offen
Klare Sache: Ho-Pin Tung fuhr einen Start-Ziel-Sieg heraus
Auch beim vorletzten Rennen des RECARO Formel-3-Cup bewies Ho-Pin Tung (Lola B06-30 Opel-Spiess) seine Überlegenheit. Von der Pole-Position aus fuhr der Chinese einen souveränen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Da er mit 1:21.086 Minuten auch noch die schnellste Runde fuhr, sicherte er sich alle möglichen zwölf Punkte des Tages. Zweiter wurde der Niederländer Renger van der Zande (Dallara F306 Mercedes-HWA) vor seinem Landsmann Ferdinand Kool (Lola B06-30 Opel-Spiess). Auf dem vierten Platz kam nach 25-Rennminuten der Lette Harald Schlegelmilch (Lola B06-30 Opel-Spiess) ins Ziel.
Diese drei Fahrer kämpfen noch um den Vizetitel hinter dem Meister Ho-Pin Tung. Allerdings hat Ferdinand Kool jetzt neun Punkte Vorsprung auf beide Konkurrenten und ist damit, bei noch zwölf zu vergebenen Punkten, in der besten Ausgangsposition. Richtig eng geht es noch in der Rookie-Wertung zwischen Van der Zande und Schlegelmilch zu. Der Niederländer hat nur noch einen Punkt Rückstand, muss aber morgen auf jeden Fall zwei Punkte mehr als der Lette einfahren. Bei Punktgleichheit hätte Schlegelmilch gewonnen, da er mehr Einzelsiege auf seinem Konto hat. Dafür hat sich aber die Vizemeisterschaft in der RECARO Formel-3-Cup-Trophy entschieden: Johannes Theobald reichte ein dritter Platz hinter dem Sieger Ronny Wechselberger und Rolf Biland, um der zweitbeste Trophy-Fahrer hinter Harald Schlegelmilch zu werden. Ronny Wechselberger könnte morgen zwar noch Punktgleichheit herstellen, hat aber weniger Siege als sein Konkurrent. Wechselberger hadert ein klein wenig mit seinem Schicksal: „Wir fahren seit Saisonbeginn mit einem Dämpferproblem, jetzt erst haben wir lösen können. Wer weiß, wo ich jetzt ohne dieses Problem stehen würde.“
Bereits beim Starrt von Ho-Pin Tung konnte man deutlich seine Souveränität erkennen, die er nach dem bereits sicheren Meistertitel an den Tag legte. Renger van der Zande erwischte zwar einen sehr guten Start und machte von Position vier aus zwei Plätze gut. Der 20-Jährige schaffte es aber nicht auf den Chinesen aufzuschließen. Ferdinand Kool hatte während den ersten Meter eine Unstimmigkeit mit Harald Schlegelmilch und musste ins Gras ausweichen. Trotzdem konnte der Niederländer die dritte Position halten. Schlegelmilch kämpfte schon vor Einführungsrunde mit Startproblemen, den eigentlichen Rennstart verpatzte der Lette dann komplett und fiel bis auf den neunten Rang zurück. Im Laufe des Rennens konnte sich der 18-Jährige dann wieder bis auf den vierten Rang vorarbeiten.
Natacha Gachnang aus dem Team Bordoli Motorsport durfte sich über einen Punkten freuen. Von Platz acht aus ins Rennen gegangen, schaffte die Schweizerin noch den Sprung auf Rang sieben und damit in die Punkte. Ihre Landsfrau Cyndie Allemann von Seyffarth Motorsport war zu Beginn des Rennens noch sehr gut unterwegs. Allerdings musste die 20-Jährige eine Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts antreten und sich deshalb nur mit Platz 16 begnügen.
Ho-Pin Tung: Es war ein einfaches Rennen. Ich hatte einen guten Start und ich konnte mich recht schnell absetzen. In den ersten Runde habe ich noch stark gepusht, denn die ersten Runden sind die wichtigsten. Auch mit meinem Bremsfußwechsel lief alles glatt.
Renger van der Zande: Das war ein gutes Rennen. Schon am Start konnte ich zwei Plätze gutmachen. Meine Rundenzeiten während des Rennens waren sehr konstant. Leider hatte ich kein Glück mit den Überrundungen. Mit dem zweiten Platz kann ich zufrieden sein, obwohl ich unbedingt noch gewinnen will.
Ferdinand Kool: Ich bin hier in Oschersleben zum ersten Mal auf dem Podest. Beim Start musste ich ins Gras ausweichen, konnte aber die dritte Position verteidigen. Zudem konnte ich mich später noch von Antunes und Schlegelmilch absetzen. Morgen muss ich nur noch in die Punkte fahren, um mir den Vizetitel zu sichern.