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ADAC Procar: Die meisten Entscheidungen fallen beim Finale

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Einer der Anwärter auf den Titel: Michael Bohrer |
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| Ein Meister und viele Anwärter auf Meister- und Vizetitel – das ist die kurze Bilanz des vorletzten Rennwochenendes der ADAC Procar und die Ausgangslage für das Finale furioso: Am 30. September und 1. Oktober kommen die Piloten der drei Divisionen in der Motorsport Arena Oschersleben zusammen, um die vakanten Titel auszufahren. Drei Fahrer können die Division 2 noch für sich entscheiden und ebenso hat der Titel der Turbodiesel-Division 3 noch drei Anwärter: Beste Aussichten also auf ein Rennwochenende, das es in sich hat.
Division 2: Wer wird Prinz im 1.600er-Dreigestirn?
Mit Aufsehen erregenden Windschattenfights und fairen, actiongeladenen Rennszenen glänzten die Führenden der 1.600-Kubik-Division der ADAC Procar in Salzburg. Die Ausgangslage für das Finale sieht trotz eines Doppelsiegs von Kai Jordan (VW Lupo GTI) drei Piloten im Citroën Saxo VTS als Titelkandidaten: Guido Thierfelder (Troisdorf, 92 Punkte), Thomas Mühlenz (Recklinghausen, 88) und Michael Bohrer (Merzig, 86) können sich noch den Gesamtsieg sichern. „Die Aussichten für Oschersleben sind klar“, schmunzelt Mühlenz vor dem Finale, „Guido will die Reihenfolge beibehalten, ich will sie umkehren. Ein Ausfall, ein Patzer kann jetzt alles entscheiden.“ Der Führende hat sich seinerseits schon zurechtgelegt, wie er bei den noch verbleibenden beiden Läufen die Führung behalten will: „Im zweiten Salzburgrennen bin ich mit alten Reifen angetreten – jetzt kann ich beim Saisonfinale mein Reifenkontingent für die Saison ausschöpfen und mit vier neuen Slicks antreten. In der Tabelle ist noch alles drin – das wird ein richtig schönes Finale.“
Division 3: Alles offen
Ein bemerkenswertes Rennwochenende erlebte die Division 3 der ADAC Procar in Salzburg: Der Tabellenzweite Daniel Keilwitz (Villingen, Alfa 147 JTD) wurde, nachdem die technischen Kommissare Unregelmäßigkeiten in der Motorelektronik feststellten, von der Veranstaltung ausgeschlossen, ging aber in Berufung und konnte deshalb im Rennen mitfahren. Er erntete aber ebenso wie der Führende Martin Zondler (Graben-Neudorf, VW Golf TDI) keine Punkte: Der VW-Pilot der RSG Wolfsburg schied schon in der ersten Runde des ersten Laufs mit defektem Turbo aus: Nun geht es mit vorerst unveränderter Ausgangslage nach Oschersleben. Denn soweit keine anders lautende sportrechtliche Entscheidung fällt, werden die beiden Titelkämpfer in Oschersleben erneut als Hauptkandidaten für den Gesamtsieg antreten. Dritter im Bunde der Meisterschaftsaspiranten ist Matthias Kaul (Ostheim, Alfa 147 JTD). „Vom Auto her und fahrerisch habe ich die Motorsport Arena im Griff“, sagt Zondler. „Deshalb bin ich ganz optimistisch, dass es mit dem Titel klappt. Fatal wäre allerdings, wenn bis zu diesem Rennen der Meisterschaftsstand unklar wäre – denn das beeinflusst ganz wesentlich die Strategie am Rennwochenende.“ Aber auch die Hauptdarsteller aus Salzburg könnten zum Zünglein an der Waage werden, denn dort bewiesen auch andere Piloten, dass sie siegfähig sind. Etwa Stefan Michels (Bleialf) im Schwester-Golf Zondlers oder der 16-jährige Matthias Kaul, der im zweiten Lauf die volle Punktzahl holte: „ In Oschersleben hat es beim Saisonauftakt mit zwei dritten Plätzen schon gut funktioniert“, freut sich der Procar-Youngster nun auf das Finale. „Jetzt bin ich natürlich doppelt motiviert. Am liebsten würde ich dort natürlich den Sieg wiederholen.“ Blut geleckt haben könnte auch Erwin Lukas, der im Opel Astra GTC CDTI überraschend stark auftrumpfte und im zweiten Rennen den zweiten Platz holte, nun aber vor zu hohen Erwartungen warnt: „Die Situation in Oschersleben ist für mich ähnlich wie in Salzburg: Ich kenne die Strecke noch nicht.“
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