Könten am Ende die Konkurrenz hinter sich lassen: Silvester/Merte
Drei Teams haben aktuell sehr gute Aussichten auf den Titel: Claudia Hürtgen (Aachen) als amtierende Meisterin und Marc Hennerici (Bonn), Wolf Silvester (Nürnberg) und Mario Merten (Nürburg) sowie Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln). Das gemischte Doppel Hürtgen/Hennerici führt nach sechs Klassensiegen im BMW 120d von Schubert Motors die Tabelle an. Trotz des perfekten Saisonverlaufes müssen beide darauf hoffen, dass Silvester/Merten in den verbleibenden drei Rennen patzen.
Verantwortlich dafür ist das Punktesystem der Langstreckenmeisterschaft: Je mehr Gegner man in seiner Klasse hinter sich lässt, desto mehr Zähler erhält man für seine Platzierung in der jeweiligen Klasse. Und eben hier liegt das Manko des Schubert-Duos: Die Klasse SP10 (Alternative Treibstoffe bis 2.000 ccm Hubraum) ist im Schnitt nur mit sechs Fahrzeugen besetzt. Silvester/Merten hingegen starten in der am härtesten umkämpften Klasse V2 (VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum) mit durchschnittlich mehr als 20 Startern. Vier Siege und ein zweiter Platz brachten den beiden satte Punkte ein – der Ausfall beim ersten Rennen wird genau dann unwichtig, wenn die Streichergebnisse zum Tragen kommen.
Würde man zum jetzigen Zeitpunkt bereits die 80-Prozent-Regelung anwenden, also ein Streichergebnis mit einrechnen, lägen Silvester/Merten mehr als einen Punkt vor ihren Verfolgern.
Das Schicksal der Tabellenführer teilen Schulten/Henrich: In der schwach besetzten Klasse V3 (bis 2.000 ccm Hubraum), im Schnitt fünf Fahrzeuge, reichen die erfahrenen Punkte aus sechs Siegen ebenfalls nicht aus – es sei denn, die Konkurrenz zeigt Schwächen.
Die Fans der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft dürfen sich also auf eine spannende Schlussphase in der Meisterschaft freuen – für Zündstoff ist in jedem Fall gesorgt.