Alzen fuhr von Platz acht aus gestartet auf Rang drei
Der Brite Richard Westbrook gewann den sechsten Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland auf der Rennstrecke von Zandvoort (Niederlande). Von Platz zwei in das Rennen gegangen, überholte Westbrook in der fünften Runde den Trainingsschnellsten, Richard Lietz (Österreich), um nach 18 Runden mit einem Vorsprung von 3,6 Sekunden vor dem Niederländer Jeroen Bleekemolen als Sieger abgewunken zu werden. Westbrook ist der amtierende Meister des Porsche-Michelin-Supercup. Sowohl der Brite als auch Bleekemolen waren als Gastfahrer am Start und erhalten deshalb keine Punkte.
Uwe Alzen (Betzdorf) fuhr in einem schwierigen Rennen auf nasser Fahrbahn von Startplatz acht auf den dritten Rang im Ziel und nimmt die Höchstpunktzahl mit nach Hause. Chris Mamerow (Waltrop) musste den Betzdorfer in der vorletzten Runde wegen nachlassender Reifen noch passieren lassen und sah die Zielflagge als Vierter. Tabellenführer Dirk Werner (Kissenbrück) wurde als Fünfter abgewunken.
Richard Lietz (Österreich) konnte seine Trainingsbestzeit nicht in ein entsprechendes Ergebnis umwandeln. Von seinem Team mit zu hohem Reifendruck in das Rennen geschickt, kämpfte der Tabellenvierte bereits in der Eröffnungsphase mit starkem Übersteuern und war im Ziel achter. Jörg Hardt (Bonn) gelang von Startplatz 16 aus der sechste Platz, womit er in der Meisterschaftswertung den Franzosen Nicolas Armindo von Rang fünf verdrängen konnte.
An der Spitze der Tabelle ist der Abstand zwischen Dirk Werner und Uwe Alzen auf 27 Punkte geschrumpft. Chris Mamerow bleibt Dritter vor Richard Lietz.
Richard Westbrook (Sieger): „Ich war nicht ganz zufrieden, weil ich nicht von der Pole starten konnte. Aber mein Team hat das Auto für das Rennen offensichtlich wirklich perfekt abgestimmt, wobei wir auch etwas riskiert haben. Wir nehmen wichtige Erkenntnisse über die richtige Fahrwerkseinstellung für Regen mit.“
Uwe Alzen (Platz drei): „Ein hervorragender Abschluss eines anfangs schlechten Wochenendes. Ich hatte nach dem sehr mäßigen Quali ein tolles Rennauto – ab Halbdistanz war ich durchweg der Schnellste im Feld.“
Chris Mamerow (Platz vier): „Wie ich gestern nach dem Quali schon sagte: Wir verstehen jetzt das Auto und haben den Erfahrungsvorsprung anderer Teams egalisiert. Im Rennen bauten meine Reifen sechs Runden vor Schluss ab. Ich konnte gegen Uwe nichts machen und wollte auch die Punkte für Platz zwei nicht riskieren.“
Dirk Werner (Platz fünf): „Das war das Beste, was ich aus meinem schlechten Startplatz machen konnte. Beim Start habe ich schon Patrick Huisman und Lance David Arnold überholt. Nach zwei Drittel der Renndistanz musste ich meine Regenreifen schonen.“