Lietz holte in Zandvoort das Maximum aus seinem Porsche heraus
Zum ersten Mal startet Richard Lietz bei einem Rennen des Carrera Cup Deutschland von Position eins. Der Österreicher verwies mit einer Zeit von 1:43.058 Minuten auf der Rennstrecke von Zandvoort (Niederlande) den Briten Richard Westbrook mit neun Hundertstel Sekunden Vorsprung auf Startplatz zwei. Chris Mamerow (Waltrop) schloss mit dem dritten Platz in der Startaufstellung zu dem 19-Runden-Rennen an seine Trainingsleistung vom Norisring an, wo er ebenfalls von Rang drei in das Rennen gegangen war.
Jeroen Bleekemolen qualifizierte sich bei seinem dritten Rennen in einem Porsche-Markenpokal als der schnellste der niederländischen Gastfahrer für Startplatz vier, während Patrick Huisman die Trainingssitzung als Sechster beendete.
Tabellenführer Dirk Werner (Kissenbrück) verzeichnet mit Rang sieben sein schlechtestes Trainingsergebnis der Saison. Uwe Alzen (Betzdorf) als derzeitiger Meisterschafts-Zweiter steht neben Werner in der Startaufstellung auf Platz acht. Beide Fahrer berichteten, sie hätten alle in Frage kommenden Fahrwerksoptionen ausgeschöpft und seien von dem großen Rückstand auf die Schnellsten überrascht.
Richard Lietz (Startplatz eins): „Mein Auto ist offensichtlich gut. Meine Runde war maximal. Ich bin froh, auf einer Mutstrecke wie Zandvoort meine erste Pole im Carrera Cup geholt zu haben. Aber ich weiß, dass Richard hier im Gegensatz zu mir einen Regentest absolviert hat. Was die Meisterschaft angeht, so mache ich mir als Tabellenvierter keine Hoffnungen mehr. Aber ein Sieg hier in Zandvoort wäre super.“
Richard Westbrook (Startplatz zwei): „Ich war zum letzten Mal 1994 hier und entsprechend neugierig, wie Zandvoort wohl heutzutage aussieht. Es ist noch immer ein sehr anspruchsvoller Kurs, der viel Spaß macht – aber keinen Fehler verzeiht. Wir haben mit unserem Team in den zwei Wochen seit dem Nürburgring schon wieder große Fortschritte gemacht.“
Chris Mamerow (Startplatz drei): „Seit dem dritten Lauf auf dem Norisring sind wir bei der Musik. So hatten wir uns das in unserem Team vorgestellt, denn bei den ersten Rennen des Jahres mussten wir unseren Erfahrungsrückstand mit dem neuen 911 GT3 Cup gegenüber anderen Teams abarbeiten. Für morgen habe ich meine Reifen angefahren, aber geschont. Denn ich denke, wenn das Wetter wechselhaft wird und Mischbedingungen herrschen, ist ein angefahrener Reifen besser als ein brandneuer.“