Interserie: Attraktive Formelliga sorgt für neues Image
Seit einigen Jahren geht die Interserie einen neuen Weg und hat sich mehr und mehr zur attraktiven Formelliga in Deutschland gemausert. Damit ist die Interserie die einzige Privatfahrermeisterschaft für ganz unterschiedliche Formelklassen mit einem überschaubaren Budget. 1970 wurde die Interserie für Sportwagen gegründet und erlebte seit dem wie alle anderen Serien in Deutschland ein Wechselbad der Gefühle. Viele erinnern sich noch gern an die alten Gruppe-C-Zeiten mit tollen internationalen Sportwagenfeldern.
Trotz des Niedergangs der Sportwagenszene Anfang der 90iger Jahre ist es der Interserie gelungen mit neuen Konzepten weiter zu bestehen. Die Öffnung für Formelwagen, vom Formel 1 bis hin zum Formel 3, hat sich als richtig erwiesen. Das Interesse der Sportwagen hielt sich in Grenzen. Besonders bei den Zweiliter-Rennwagen ist es gelungen, eine neue vielbeachtete Plattform für den Privat- und Breitensport in Deutschland zu etablieren die vom AvD unterstützt wird. Hier fahren Formel-3-Fahrzeuge gegen aktuelle Formel Renault und Formel 2000 um Punkte und Trophäen. In der Interserie kommen die Privatiers in den Genuss der Rennaction mit internationalen Flair.
In dieser Saison prägen vor allem Formel Renault Rennwagen, die von Teams aus der deutschen Beru Top 10 eingesetzt wurden, das Gesicht der Interserie. Zu nennen sind Formel Renault - Fahrzeuge der Motopark Academy und SL Formula Racing. Tabellenführer Marek Schramm fährt 2006 im Ex-Formel Renault von Markus Winkelhock. Piloten wie Stefan Mücke (D), Hannes Neuhauser (A), Kevin Fank (D), Ronny Wechselberger (D) oder Sabrina Hungerbühler (CH) nutzten die Rennen der Interserie für ihre Karriereleiter.
Interserie-Präsident Friedrich Dudichum sagt: “Wir freuen uns über die positive Resonanz in beiden Formelklassen. Neben den Formel 1 und Formel 3000 Boliden gewinnen die Zweiliterrennwagen immer mehr an Bedeutung. Selbstverständlich freuen wir uns auch über Teilnehmer mit Sportwagen, die 2006 bisher in der kleinen Division (2,0 Liter) am Start waren“. Vom 2.-3.September kommt die Interserie zu ihrem nächsten Lauf ins böhmische Most, um dort im Rahmen des GTP-Weekends die beiden Sprintrennen (je 70 km) auszutragen. Seit 36 Jahren besteht die Interserie. Damit zählt Sie zu den ältesten Rennserien in Europa.