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Rallye nat.: Doppelsieg der Färber-Brüder

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Frank Färber siegte knapp vor seinem Bruder Marc |
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| Willis Waffen blieben schnell stumpf: Gleich auf der ersten Prüfung zur 35. ADAC-Rallye Oberehe musste der Vorjahressieger seinen BMW M3 mit einem Motorschaden abstellen. „Einer der vier Zylinder hat keine Leistung mehr“, ärgerte sich Stumpf, nachdem er im Rundkurs ausgerollt war. „Bevor noch mehr kaputt geht, hören wir lieber auf.“ Somit hatten die technisch überlegenen Mitsubishi Lancer in allen möglichen Evo-Varianten keinen Gegner mehr. Als zu Beginn von WP vier auch noch Regen einsetzte, wurde der Abstand der Allradler zum Rest der Rallye-Welt immer größer.
Somit kam es zum angekündigten und erwarteten Bruderduell zwischen Frank Färber (Sieger 2000) und Marc Färber (Sieger 2004). Die beiden setzten sich sofort vom Verfolgerfeld ab, wobei nur noch Ronny Amm eine realistische Chance gehabt hätte, ins Geschehen einzugreifen.
Auf WP vier fiel die Entscheidung im Kampf um den Gesamtsieg, denn zur Halbzeit nach drei Prüfungen trennten die ersten beiden nur 1,4 Sekunden. Marc Färber hatte sich bei dahin einen spannenden Kampf mit Frank geliefert, ehe dem jüngeren Bruder in WP vier die Straße ausging und der Lancer rückwärts in Bäume einschlug. Beschädigte Rinde zeugte vom nicht gerade kleinen Aufprall. Der Weg war frei für Frank Färber, der bis zur Zielrampe 9,5 Sekunden Vorsprung herausfahren konnte. Dritter wurde Ronny Amm in einem weiteren Mitsubishi Lancer.
Bis zum einsetzenden Regen trumpfte der schnelle Niederländer Jan Nijhof Im BMW M3 Compact mächtig auf, doch ein kapitaler Motorschaden im Ziel führte zum Wertungsausschluss, und somit war auch der vierte Gesamtrang futsch.
Als bester Nichtallradler landete Wilfried Bus mit seinem infernalischen VW Golf GTi auf dem sechsten Gesamtrang. Vor allem im Nassen zeigte Bus seine ganze fahrerische Klasse und bewies einmal mehr sein Ausnahmetalent, welches mit dem Sieg in der Gruppe H bis 1600 ccm belohnt wurde. Auf Platz sieben folgte dann Publikumsliebling Marco Koch (Opel Kadett C), der in der Gruppe H bis 2000 ccm die Nase vorn hatte.
Bestes Team aus dem Ausland wurde das holländische Ehepaar Patrick und Nancy Meijer im Opel Ascona, nachdem Marcel van Laarhoven mit seinem Ford Escort Cosworth als Gesamtachter wegen nicht regelkonformer Reifen von der Wertung ausgeschlossen wurde.
Heinz-Robert immer-quer-Jansen schnappte sich auf den letzten Metern noch den Sieg bei den Youngtimern. Mit dem leistungsmäßig unterlegenen Opel Manta hatte Jansen auf den zunächst trockenen Strecken noch das Nachsehen gegenüber Lokalmatador Jürgen Lenarz. Doch mit dem Regen wendete sich das Blatt und der Manta-Pilot siegte knapp.
Mehr als zufrieden mit dem neuen Austragungsort in der Stadt Hillesheim waren auch die Teilnehmer, zumal die Stadt Hillesheim mit großem Marktplatz und der Markthalle ein prächtiges Ambiente für die knapp 110 Rallyeteams aus dem In- und Ausland bot. „Wir haben die Feuertaufe bestanden“ so Orga-Leiter Wolfgang Bürgel, der seitens der Teilnehmer nur positive Aussagen über den neuen Start- und Zielort erfuhr.
Endergebnis nach 6 Wertungsprüfungen:
gestartet: 108; gewertet: 91; nicht gewertet 17
1. F.Färber/Schumacher (Mitsubishi Lancer) 19.54,5 Minuten (1. Gruppe N/F über 3000 ccm)
2. M.Färber/A. Färber (Mitsubishi Lancer) + 9,5 Sekunden
3. R.Amm/Bufe (Mitsubishi Lancer) + 10,7 Sek.
4. Hachenberg/Grimberg (Mitsubishi Lancer) + 44,4 Sek.
5. Riebensahm/Laux (Mitsubishi Lancer) + 49,1 Sek.
6. Bus/Lauck VW Golf GTi + 1.08,9 Minuten (1. Gruppe H bis 1600 ccm)
7. Koch/Assmann (Opel Kadett C) + 1.18,5 Min. (1. Gruppe H bis 2000 ccm)
8. D.Reiland/C.Reiland (Mitsubishi Galant VR-4) + 1.20,7 Min. (1. Gruppe H über 3000 ccm)
9. P.Jerlitschka/Moch (Ford Escort RS 2000) + 1.32,5 Min.
10. P.Meijer/N.Meijer (Opel Ascona) + 1.39,1 Min. (1. Gruppe H bis 3000 ccm)
11. H.Jansen/M.Jansen (Opel Manta) + 1.48,5 Min. (1. Gruppe 2 bis 2000 ccm)
19. Paulus/Schmittberger (Opel Astra) + 2.12,9 Min. (1. Gruppe N/F bis 2000 ccm)
24. Herr/Eichhorn (Ford Escort Cosworth) + 2.28,6 Min. (1. Gruppe G1)
33. Fuchs/Dünker (Daihatsu Charade) + 2.57,3 Min. (1. Gruppe H bis 1300 ccm)
36. H.Schmitt/A.Schmitt (Opel Kadett C Coupé) + 3.08,8 Min. (1. Gruppe 1 bis 2000 ccm)
39. Knöbel/Fritzensmeier (Volvo 740) + 3.13,9 Min. (1. Gruppe N/F bis 3000 ccm)
47. Walz/Rutecki (Citroen C2) + 3.38,7 Min. (1. Gruppe N/F bis 1600 ccm)
51. G.Gräf/S.Gräf (Audi A3 Turbo) + 3.51,5 Min. (1. Gruppe G3)
61. Krings/Andre (Toyota Corolla) + 4.14,4 Min. (1. Gruppe 2 bis 1600 cm)
WP-Bestzeiten:
F.Färber 3; Amm 2; M.Färber 1
wichtige Ausfälle:
WP 6: Nijhof/Gerritsen (BMW M3 Compact) Wertungsausschluss
WP 5: Dräger/Herrmann (BMW 318iS) Unfall
WP 1: W.Stumpf/K.Stumpf (BMW M3) Motor
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Zugehörige Features: 35. ADAC Rallye Oberehe |  |