Mit dem vierten Saisonsieg von Marcus Grönholm endete die Neste Oil Finland Rally rund um Jyväskylä. Nach 21 Wertungsprüfungen hatte der Ford-Pilot 1.06,7 Minuten Vorsprung auf Sebastien Loeb im Kronos-Citroen. Dritter wurde Mikko Hirvonen im zweiten Ford Focus. Vor 500.000 Zuschauern war es für Grönholm der sechste Sieg bei seiner Heimrallye.
In der Gesamtwertung konnte der Finne aber kaum auf den immer noch überlegen führenden Franzosen gutmachen. Lediglich in der Hersteller-Wertung konnte Ford den Rückstand um acht Punkte verkürzen. Kronos-Citroen führt jetzt nur noch mit 122 zu 107 Punkten.
Am letzten Tag des zehnten Saisonlaufes gab es keine großen Positionsveränderungen mehr an der Spitze. Mikko Hirvonen war der Mann des Tages, der alle vier Bestzeiten markierte. Doch der Angriff auf den zweiten Platz war zu spät und der Abstand zu groß. Sebastien Loeb ließ sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.
Henning Solberg freute sich am Steuer des Bozian-Peugeot 307 über sein bestes Saisonergebnis. Gemeinsam mit dem neunten Manfred Stohl im zweiten Peugeot aus dem OMV-Team sammelte der Norweger neun Punkte für die Herstellerwertung, womit die beiden Subaru dicht auf die Pelle rückten. „Endlich war auch das Glück auf unserer Seite, das uns im ersten Halbjahr gefehlt hat. Ich kann mir diesmal nichts vorwerfen. Die drei Werkspiloten vor uns sind bei diesen Bedingungen nicht zu biegen“, freute sich Solberg. „Mit meinen beiden nächsten Rallies in Zypern und der Türkei kommen zwei Veranstaltungen, die mir sehr gut liegen.“
Gianluigi Galli lenkte den Pirelli-Peugeot auf den fünften Platz vor Janne Tuohino, für den es im vier Jahre alten Citroen Xsara die ersten WM-Punkte der Saison waren. Hierbei handelte es sich übrigens um das Fahrzeug, welches Toni Gardemeister auf den hervorragenden vierten Rang bei der OMV ADAC Rallye Deutschland pilotiert hatte.
Nach Platz fünf auf Sardinien freute sich APC-Meister Jussi Valimäki im Mitsubishi erneut über WM-Punkte. Und Jan Kopecky, eigentlich eher auf Asphalt zu Hause, sammelte als achter noch einen WM-Zähler im besten Skoda Fabia. Chris Atkinson im verbliebenen Subaru rettete als 13. immerhin noch einen Marken-WM-Punkt.
In der Gruppe N fiel die Entscheidung auf der zweiten Prüfung des Tages (WP 19), als Patrik Flodin kurz von der Fahrbahn abkam und über 40 Sekunden einbüßte. Somit siegte am Ende Anton Alén im TaCK-Subaru ungefährdet vor dem Schweden.
Endergebnis nach 21 Wertungsprüfungen:
1. Ford WRT: Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) 2:52.50,3 Stunden
2. Kronos WRT: Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroën Xsara) + 1.06,7 Minuten
3. Ford WRT: Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) + 1.34,5 Min.
4. OMV Peugeot Norway: Henning Solberg/Cato Menkerud (Peugeot 307) + 3.57,8 Min.
5. Gianluigi Galli/Giovanni Bernacchini (Peugeot 307) + 5.39,9 Min.
6. Janne Tuohino/Mikko Markkula (Citroen Xsara) + 6.05,0 Min.
7. Jussi Valimäki/Jarkko Kalliolepo (Mitsubishi Lancer) + 6.55,4 Min.
8. Czech RT Skoda: Jan Kopecky/Filip Schovanek (Skoda Fabia) + 10.15,0 Min.
9. OMV Peugeot Norway: Manfred Stohl/Ilka Minor (Peugeot 307) + 13.28,0 Min.
10. Stobart M-Sport: Matthew Wilson/Michael Orr (Ford Focus 04) + 14.47,4 Min.
11. Anton Alén/Timo Hantunen (Subaru Impreza) + 17.10,3 Min. (1. Gruppe N)
13. Subaru WRT: Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 06) + 19.00,6 Min.
14. Kosti Katajamäki/Timo Alanne (Ford Focus 04) + 21.05,8 Min.
15. Guy Wilks/Phil Pugh (Suzuki Swift) + 23.15,4 Min. (1. Super 1600)
17. Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila (Toyota Corolla) + 25.24,0 Min.