Dirk Werner heißt der Sieger des fünften Laufes zum Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Nürburgring. Der Tabellenführer nahm das Rennen von Startplatz eins auf und wehrte die Angriffe des Trainings- und Tabellenzweiten Richard Lietz in der Eröffnungsphase erfolgreich ab. Wegen eines Regenschauers fuhr das Feld in den Runden zwei und drei hinter dem Safety Car. Runde sechs brachte das Aus für Lietz' Aussichten auf ein gutes Resultat, als sein Teamkollege Christian Menzel den Porsche des Österreichers am Heck traf. Lietz musste in der Box einen neuen Reifen abholen und wurde als 23. - einen Platz hinter dem amtierenden Meister Menzel – abgewunken.
Uwe Alzen konnte schon beim Start von Platz fünf den Briten Richard Westbrook ausbeschleunigen und beendete das Rennen nach 21 Runden auf Rang zwei. In den letzten Umläufen setzte Alzen Werner unter starken Druck. Erst als Alzen in der vorletzten Runde versuchte, Werner in einer Kurve außen zu überholen und neben Werner weit von der Ideallinie wegfahren musste, konnte der Tabellenführer seinen Abstand vor dem Routinier auf eine Sekunde vergrößern und über die Ziellinie retten.
Richard Westbrook feierte seinen Einstand im Carrera Cup Deutschland mit dem dritten Platz und schloss mit diesem Resultat an seine herausragende Leistung im Porsche-Michelin-Supercup an, wo er auf dem Weg zum Meistertitel 2006 jedes Rennen mit einem Podiumsresultat beendete.
Nach seinem dritten Rang vor drei Wochen auf dem Norisring in Nürnberg verpasste Chris Mamerow (Waltrop) diesmal mit Rang vier das Siegerpodest nur knapp. Dirk Schwager (Dachau) freute sich als Fünfter über sein bislang bestes Jahresergebnis. Jan Seyffarth (Querfurt) verwandelte Startplatz zehn in den sechsten Rang vor dem Franzosen Nicolas Armindo.
Pech hatte Jörg Hardt (Bonn), der als Tabellendritter in die Eifel gereist war. Auch Rang sechs liegend, gab Hardt in Runde zehn mit einem defekten Querlenker hinten rechts auf. Gastfahrer Bernd Mayländer (Schorndorf), der spontan eine Einladung des Teams Araxa Buchbinder Racing zum Start angenommen hatte, wurde als Zehnter abgewunken.
In der Meisterschaft vergrößert Dirk Werner seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf 31 Punkte vor Uwe Alzen und Chris Mamerow. Richard Lietz fällt auf Rang vier zurück, neuer Tabellenfünfter ist Nicolas Armindo vor Lance David Arnold auf Platz sechs.
Dirk Werner (Sieger): „Die letzten Runden waren spannend für mich, als Uwe unheimlich Druck machte. Jetzt bin ich doppelt froh, ihn hier auf seiner Leib- und Magenstrecke besiegt zu haben. Er ist ein harter Brocken, aber wir waren beide fair. An den Titel denke ich überhaupt noch nicht. Unser nächstes Rennen ist in Zandvoort, dort fuhr ich zuletzt vor sieben Jahren ein Formel-Auto. In Barcelona war ich auch längere Zeit nicht, während Richard Lietz und Uwe Alzen dort 2006 schon starteten. Es kann noch viel geschehen.“
Uwe Alzen (Platz zwei): „Vielen Dank an mein Team für ein tolles Auto. Ich hatte den schnellsten Porsche im Feld, wie die beste Rennrunde zeigt. Am Schluss hat Dirk für meinen Begriff ein wenig zu hart agiert.“
Richard Westbrook (Platz drei): „Ich bin happy! Jedes Rennen 2006 auf dem Podium! Mein Auto war okay, aber wir haben noch Arbeit vor uns. Denn das Auto ist etwas zu kritisch zu fahren, es könnte leichter gehen. Der Carrera Cup Deutschland ist eine erstklassige Rennserie. Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Läufe.“