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2006-08-19 18:32:30 - ks
DTM: Spengler holt am Ring seine erste DTM Pole-Position

Beste Chancen auf seinen zwieten DTM Sieg: Spengler startet von Platz eins
Packendes Shoot-Out-Qualifying am Nürburgring. In den letzten zwanzig Sekunden führten drei verschiedene Fahrer die Zeitentabelle an. Schließlich sicherte sich der Kanadier Bruno Spengler (DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes C-Klasse) in 1:23,462 Minuten seine erste DTM Pole Position und damit die beste Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag. „Endlich meine erste Pole in der DTM, ich bin überglücklich, darauf habe ich immer hingearbeitet”, strahlte der Sieger vom Norisring. Am Sonntag um 14 Uhr (ARD, live ab 13:45) starten die Fahrer in die erste von 43 Runden des sechsten DTM Saisonrennens.

Kurz vor Spenglers Bestzeit lagen erst der Führende der Gesamtwertung, Bernd Schneider (Vodafone AMG Mercedes), und dann der aktuelle Zweite der Tabelle, Tom Kristensen, im Siemens Audi A4 auf Pole. Damit ist die Startformation auf den ersten drei Plätzen für das Rennen am Sonntag genau die umgekehrte Reihenfolge der Gesamtwertung.

Neben Bernd Schneider steht in der zweiten Startreihe sein Markenkollege Jamie Green (Salzgitter AMG Mercedes). Von den Plätzen vier und fünf starten Mattias Ekström im Red Bull Audi A4 DTM und Stefan Mücke in der TV Spielfilm AMG Mercedes C-Klasse.

In den ersten beiden Shoot-Out-Phasen sahen die Zuschauer spannende Fernduelle zwischen den ehemaligen Formel-1-Fahrern um den Einzug in die nächste Runde: Heinz-Harald Frentzen im Audi A4 DTM verdrängte kurz vor Ende der ersten Session Jean Alesi (AMG-Mercedes C-Klasse 2005) auf Rang 15, der Franzose war somit nicht für die zweite Runde des Shoot-Outs qualifiziert. In der zweiten Session musste sich dann Mika Häkkinen (AMG-Mercedes C-Klasse 2006) dem Mönchengladbacher beugen und mit Startplatz neun begnügen. Frentzen schaffte als Achter und letzter den Sprung in die dritte Phase des Qualifyings.

Die ARD überträgt den sechsten Lauf der Saison über 43 Runden und 156,057 Kilometer am Sonntag live ab 13.45 Uhr.

Bruno Spengler (1. Startplatz, DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes): „Meine erste Pole Position in der DTM – ich bin überglücklich. Erst der Sieg am Norisring, heute die Pole, einfach super. Meine letzte Runde war perfekt. Mein Auto war sensationell.”

Tom Kristensen (2. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Gratulation an Bruno. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Qualifying – auch wenn ich natürlich ein wenig enttäuscht bin, dass ich in letzter Sekunde von der Pole verdrängt wurde. Letztes Jahr haben wir hier bei wechselnden Bedingungen einen Doppelsieg gefeiert. Ich denke, auch morgen ist wieder alles möglich. Da das Wetter so unsicher ist, müssen wir uns die Strategie für morgen offen halten. Das wird sicher ein langer Abend für die Ingenieure. Das wäre anders, wenn ich auf Pole stehen würde.”

Bernd Schneider (3. Startplatz, Vodafone AMG Mercedes): „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Qualifying, auch wenn ich natürlich gerne ganz vorne gestanden wäre. Da ich mir in der ersten Runde des Shoot-Out-Qualifyings mit meinem Ausrutscher einen Satz Reifen kaputt gemacht habe, hatte ich für die letzte Runde nur noch einen übrig, so dass ich nachher nicht mehr reagieren konnte.”

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Das war für mich das spannendste Qualifying in der DTM, an das ich mich zurück erinnern kann. Und es hätte auch gut andersherum ausgehen können. Die Steigerung der Rundenzeiten vom zweiten zum dritten Durchgang um knapp eine Sekunde sind beachtlich. Die Fahrer sind da mit absoluter Konzentration gefahren. Die Runde von Tom Kristensen war toll aber dann kam in letzter Sekunde der Konter von Bruno Spengler. Das kann an Spannung nicht mehr gesteigert werden. Einfach bemerkenstwert toller Sport.”

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Es war das erste Mal, dass ich mich über eine Pole gefreut habe, während wir sie schon gar nicht mehr hatten. Natürlich hatten wir die Sektorenzeiten von Bruno Spengler beobachtet, aber nicht damit gerechnet, dass er im letzten Sektor so eine gute Zeit fahren würde, um auf Pole zu kommen. Aber das gehört zum Motorsport und ist sicher nur in einer Meisterschaft wie der DTM möglich, bei der alle Autos immer so dicht beeinander liegen. Für morgen haben wir die besten Voraussetzungen für ein spannendes Rennen.”


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