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WRC: Loeb, Sordo und Gardemeister sorgen für dreifache Citroen-Führung

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Die Ford-Piloten hatten gegenüber Citroen das Nachsehen |
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| Die erste Etappe zur OMV ADAC Rallye Deutschland hatte es in sich: Vor allem die Reifenwahl wurde auf den nassen und schlüpfrigen Wertungsprüfungen zur Lotterie. Und der einzige, der vermutlich wieder einmal alles richtig gemacht hatte, war Asphalt-Dominator Sebastien Loeb, der den ersten Tag standesgemäß auf Platz eins beendete. Teamkollege Daniel Sordo ist zweiter, Toni Gardemeister in einem vier Jahre (!) alten Xsara sorgt als dritter für eine Dreifachführung von Citroen.
Beim Start zur ersten Prüfung war zumindest die Luft trocken, aber der Regen über Nacht hatte die Strecken an der Mosel rutschig gemacht. Loeb und Sordo wählten einen weichen Intermediate und sie lagen damit goldrichtig. Die ersten vier Prüfungen bis zum Mittagservice wurden eine sichere Beute der beiden Kronos-Piloten.
Fast alle anderen WRC-Akteure hatten sich für Regenreifen entschieden. Auf abtrocknender Piste eine falsche Wahl, denn die Pneus überhitzten. Die beiden Werks-Ford von Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen hatten darüber hinaus weitere Probleme. Im Ziel der ersten WP sahen beide Ford Focus ziemlich ähnlich aus, denn beide waren kurz neben der Strecke gelandet und beklagten ein paar Kaltverformungen. Die Blue Oval-Piloten hatten das Handicap, den 2006er Ford Focus noch nie auf feuchtem Asphalt getestet zu haben. Bis zur Pause lag Grönholm auf Rang drei, Hirvonen war neunter.
Petter Solberg war zumindest erfolgreicher als im Shakedown, wo der Norweger den Subaru mächtig kaltverformt hatte. Die ganze Nacht durch hatte die Prodrive-Mannschaft den Impreza repariert. Der Norweger dankte es seiner Truppe mit dem vierten Rang zur Halbzeit des Tages. Während Stephane Sarrazin mit dem Handling unzufrieden war, erfreute sich Chris Atkinson über den zehnten Zwischenrang.
Manfred Stohl hielt sich im Bozian-Peugeot nach WP vier knapp auf Rang fünf vor Toni Gardemeister auf, der sich im betagten Citroen Xsara prächtig schlug. Im Windschatten folgten – sehr erfreulich - die beiden Skoda Fabia von Andreas Aigner und Francois Duval. Aigner war zweifelsohne das größte Risiko eingegangen, hatte der Österreicher sich doch für Slicks entschieden. Aber das Glückspiel zahlte sich aus, denn Red Bull-Mann Aigner markierte hervorragende Zeiten. Die Rallye Deutschland ist übrigens die erste WRC-Rallye, die er zum zweiten Mal bestreitet.
Zur Mittagspause entscheiden sich fast alle Piloten für Slicks, deuteten alle Meldungen der Wetterdienste oder direkt von den WPs auf trockene Bedingungen hin. Aber wie heißt es so schön: erstes kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Regen kehrte an die Mosel zurück – und zwar richtig! Loeb hatte sich zwar auch für einen Slick entschieden, hatte aber vorsichtshalber ein paar Längsrillen reinschneiden lassen. Eine richtige Wahl, denn der Franzose gewann drei der vier Nachmittagsprüfungen. Einzig Teamkollege Sordo zeigte dem Doppelweltmeister einmal das Heck.
Manfred Stohl büßte Boden ein, hatte der Österreicher doch den härtesten Slick ausgesucht, den BFGoodrich im Programm hat. „In der Früh wählten wir Intermediates und es war trocken. Am Nachmittag waren es dann Slicks und es regnete wie verrückt. Ich frage mich schön langsam, warum wir immer daneben liegen und Citroen in neun von zehn Fällen die richtige Entscheidung trifft“, wunderte sich Stohl. Erst die letzte Prüfung des Tages war wieder einigermaßen trocken und Grönholm zog noch an Solberg vorbei und ist jetzt vierter. Pechvogel der vorletzten Prüfung war Francois Duval, der den First-Skoda Fabia gegen einen Baum setzte und die letzte WP nicht mehr in Angriff nehmen konnte.
Ergebnis nach acht von 19 Wertungsprüfungen:
1. Kronos WRT: Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroën Xsara) 1:20.35,0 Stunden
2. Kronos WRT: Daniel Sordo/Marc Marti (Citroën Xsara) + 42,7 Sekunden
3. Toni Gardemeister/Jakke Honkanen (Citroen Xsara) + 2.06,0 Minuten
4. Ford WRT: Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) + 2.11,4 Min.
5. Subaru WRT: Petter Solberg/Philip Mills (Subaru Impreza 06) + 2.23,1 Min.
6. OMV Peugeot Norway: Manfred Stohl/Ilka Minor (Peugeot 307) + 2.29,4 Min.
7. Ford WRT: Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) + 2.48,6 Min.
8. Red Bull Skoda: Andreas Aigner/Timo Gottschalk (Skoda Fabia) + 2.55,5 Min.
9. Subaru WRT: Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 06) + 3.10,7 Min.
10. Subaru WRT: Stephane Sarrazin/Stephane Prevot (Subaru Impreza 06) + 3.43,6 Min.
11. Kronos WRT: Xavier Pons/Carlos Del Barrio (Citroën Xsara) + 3.49,8 Min.
12. Red Bull Skoda: Mattias Ekström/Jonas Andersson (Skoda Fabia) + 4.24,2 Min.
13. Czech RT Skoda: Jan Kopecky/Filip Schovanek (Skoda Fabia) + 4.43,5 Min.
14. Matthias Kahle/Peter Göbel (Skoda Fabia) + 5.57,8 Min.
15. Gareth MacHale/Paul Nagle (Ford Focus) + 6.31,4 Min.
22. First Motorsport: Francois Duval/Patrick Pivato (Skoda Fabia) + 10.06,8 Min.
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