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2006-07-30 14:28:39 - ks
Supercup: Westbrook neuer Meister, Lietz Sieger

Feierte seinen Titel in Hockenheim: Richard Westbrook
Der Brite Richard Westbrook gewinnt als erster Engländer die Meisterschaft im Porsche-Michelin-Supercup. Der 31-jährige Rennfahrer aus London holte sich den Titel mit einem dritten Platz beim zehnten Wertungslauf auf dem 4,6 Kilometer langen Grand Prix-Kurs in Hockenheim. Im Verlauf der Saison gelang Westbrook bisher bei jedem Rennen der Sprung aufs Podium. Auf dem Weg zum Titelgewinn siegte er in Imola, auf dem Nürburgring sowie bei den beiden Läufen in Indianapolis. Zusätzlich platzierte er sich mit seinem Porsche 911 GT3 Cup zwei Mal auf Position zwei und drei Mal auf dem dritten Rang.

Im vergangenen Jahr fuhr Westbrook seine erste volle Saison in dem internationalen Porsche-Markenpokal. Sein bestes Ergebnis erzielte er beim Saisonauftakt in Bahrain als er sich den Sieg, die Trainingsbestzeit und die schnellste Rennrunde sicherte. Seine Karriere im Porsche startete Richard Westbrook 2002 im Carrera Cup Great Britain mit dem zweiten Platz der Gesamtwertung. Er wiederholte seine Leistung ein Jahr später, bevor er 2004 den englischen Meistertitel gewann. Den Grundstein für seine Motorsport-Laufbahn legte Westbrook 1990, als er Britischer Kart-Champion wurde.

Als Sieger des zehnten Laufs auf dem Hockenheimring wurde Richard Lietz (Österreich) abgewunken. Der 22-jährige Österreicher war von der Pole-Position gestartet und hielt die Führung über die gesamte Distanz von 15 Runden. Es ist nach Monaco der zweite Start-Ziel-Sieg für Lietz und sein insgesamt dritter Saisonerfolg. Mit einem Abstand von mehr als vier Sekunden überquerte Uwe Alzen (Betzdorf) den Zielstrich als Zweiter.

Alessandro Zampedri (Italien), der Meister des vergangenen Jahres, beendete das Rennen auf Rang vier. Dahinter folgte der UPS-Porsche-Junior Lance David Arnold (Dusiburg), dem mit Platz fünf sein bislang bestes Saisonergebnis gelang.

Richard Westbrook (Meister): „Dieser Sieg ist einfach traumhaft. Ich widme ihn von ganzem Herzen meinem Team. Als ich am Anfang der Saison in dieser neuen Mannschaft als Fahrer einstieg, war es für mich ein Glücksspiel. Keiner wusste, wie gut wir wirklich sein können. Dann gelang uns eine so tolle Saison. Es hat immer Spaß gemacht. Der Titelgewinn ist die Krönung, aber es war auch so die schönste Saison meiner Karriere. Das Fahrzeug war großartig. Wir standen bei jedem Rennen auf dem Podium und ich errang vier Siege. Vielleicht sah es leicht aus, aber das war es ganz bestimmt nicht. Mit David Saelens, Uwe Alzen und Richard Lietz hatte ich sehr starke Gegner. Es war nie einfach. Mein Dank gilt insbesondere David Saelens. Er hat immer angegriffen und wir hatten sehr schöne Zweikämpfe, die es spannend gemacht haben. Ich schätze ihn sehr. Was für mich den Meistertitel noch wertvoller macht, ist die Tatsache, dass ich ihn hier in Hockenheim errungen habe – sozusagen beim Heimrennen von Porsche. Das ist wirklich etwas ganz besonderes.“
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