Die zweite Saisonhälfte in der Grünen Hölle beginnt
Der fünfte von acht Saisonläufen zum Castrol-HAUGG-Cup "Um die Willi Hieke Pokale" läutet die zweite Saisonhälfte ein. Deutschlands älteste Breitensportserie kommt somit in die vorentscheidende Phase. 15 Runden beträgt - wie gewohnt - die Distanz bei der ADAC Rundstrecken-Challenge "Preis der Erftquelle" für die Teilnehmer des CHC. Dieses entspricht einer Distanz von 312,45 Kilometern auf der anspruchsvollsten und schwierigsten Rennstrecke der Welt. Die MLT-Teams aus dem liebevoll genannten CHC light umrunden die Grüne Hölle acht Mal.
An die einhundert Teams aus dem gesamten Bundesgebiet sowie den angrenzenden Ländern haben für die Veranstaltung der Sportfahrergemeinschaft Schönau e. V. im ADAC genannt, der Start erfolgt am Samstag, den 3. August, um 13.00 Uhr.
Nach einem bis zur letzten Sekunde spannenden vierten Wertungslauf reist Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod zum Nürburgring. Mit 15 Gesamtsiegen ist der Diplom-Ingenieur Rekordhalter im CHC, der BMW-Pilot war auch schon Vizemeister. Nur zum Titel hat es noch nicht ganz gereicht. Doch mit vier Klassensiegen in 2006 hat der Westerwälder eine weiße Weste, während seine schärfsten Verfolger bereits mindestens einmal nicht gewonnen haben. Und auch Salzers Klasse, die 24h-Spezial über 2000 ccm, ist in diesem Jahr ganz gut besetzt. Aufgrund des starterzahlenabhängingen Punktesystems - je mehr Teilnehmer besiegt werden, desto mehr Punkte gibt's hierfür - stehen die Chancen für Hans-Rolf Salzer gut, seine Führung weiter auszubauen.
In der Michaela-Lochmann-Trophy, dem so genannten CHC light, haben die mehrfachen Meister Holger Träger (Bochum) und Karl-Heinz Zammert (Düsseldorf) im Benninghofen-VW Golf GTi schon einen kleinen Vorsprung auf die beiden Düsseldorfer Thomas Matuschewski und Jürgen Stölting mit dem BMW 318iS. Dritter sind dann die Benninghofen-Teamkollegen Frank Mestermann/Dirk Kriwett (Hattingen/Essen) in einem weiteren VW Golf.
Der Kampf um den Tages-Gesamtsieg verspricht im CHC immer besondere Spannung. Hans-Rolf Salzer hatte bei den ersten beiden Läufen in diesem Jahr die Nase vorn. Matthias Holle/Wolfgang Weber (Diez/Aldersdorf) siegten mit dem Honda S2000 im Rahmen der ADAC-24h. Und beim letzten Mal war es der Hückeswagener Peter Festl, der mit dem Porsche GT3 der Konkurrenz die Rücklichter zeigte. Diese drei Teams gehören auch beim „Preis der Erftquelle“ wieder zu den ganz heißen Eisen, mindestens ein halbes Dutzend weiterer Teams möchte aber auch ein kräftiges Wörtchen mitsprechen.