Beim 29. RCM-DMV-Grenzlandrennen rollt der "Stier" wieder
Der Begriff Lokalmatador erhält beim fünften Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, dem 29. RCM-DMV-Grenzlandrennen, eine völlig neue Bedeutung. Bei der Veranstaltung des Rheydter Club für Motorsport aus Mönchengladbach genießt ein Team Heimrecht, das bezeichnender Weise einen Stier in der populärsten Breitensportserie Europas an den Start bringt: Raeder-Motorsport und der Lamborghini Gallardo.
Die drei Stierkämpfer Dirk Adorf (Hennef), Hermann Tilke (Aachen) und Peter Oberndorfer (Starnberg) starten am 29. Juli 2006 mit dem italienischen Supersportler zum zweiten Mal im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft. Nach zwei kurzen Einsätzen beim dritten Lauf und dem ADAC 24h-Rennen hat die Truppe rund um die beiden Teamchefs Martin und Nicolas Raeder wichtige Daten gesammelt, mit denen nun die ersten Kinderkrankheiten ausgemerzt wurden. „Es gab eine Vielzahl an kleinen Baustellen an dem Fahrzeug“, sagt Martin Raeder. „In der Hauptsache haben wir nach dem 24h-Rennen die Kühlung und die Aerodynamik des Gallardo weiterentwickelt. Für unser Heimspiel haben wir uns vorgenommen, nach vier Stunden die Zielflagge zu sehen und weitere Erfahrungen zu sammeln. Das Ergebnis ist zunächst einmal zweitrangig.“
Neben dem Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport ist vor allem das hochkarätige Starterfeld der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ein Garant für eine erfolgreiche Veranstaltung des RCM. In der laufenden Saison waren bislang im Schnitt 189 Fahrzeuge am Start. Die Bandbreite vom kleinen Volkswagen Polo bis hin zu ausgewachsenen Rennboliden vom Schlage eines Porsche 911 GT3 oder einer Dodge Viper begeisterten bei vier Rennen durchschnittlich 26.000 Zuschauer.
Ein gutes Omen ist übrigens auch die Stadt Mönchengladbach selbst, die im Zuge der Gebietsreform 1975 aus den Gemeinden Rheydt und Wickrath hervorging. Schließlich zählen zu den berühmten Söhnen der Stadt keine geringeren, als DTM-Star Heinz-Harald Frentzen und Formel-1-Fahrer Nick Heidfeld. Die Metropole des linken Niederrheins hat einfach Benzin im Blut.