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2006-07-05 10:17:36 - ks
VLN: Spiel um Platz eins in der „Grünen Hölle“

(c) Jan Philipp Brucke
Drei Wochen nach dem 24h-Rennen gehen erneut
Einen Tag vor dem Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin geht es in der „Grünen Hölle“ heiß her. Auf dem Programm steht der vierte Wertungslauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, das 46. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen des Dortmunder MC e.V. im ADAC. Das Finale haben die Fahrerinnen und Fahrer von Europas populärster Breitensportserie noch lange nicht erreicht, denn vor ihnen liegen noch sechs Rennen in der Saison 2006. Trotzdem wird mit Spannung nicht gegeizt, wenn beim ersten Rennen drei Wochen nach dem 24-Stunden-Rennen wieder die Motoren aufheulen. Mehr als 200 Fahrzeuge starten am Samstag pünktlich um 12:00 Uhr über die Distanz von vier Stunden auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. Mit dabei sind dann auch 25 Fahrzeuge der ‚Porsche Classic Car Trophy’, die ihren vierten Lauf im Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft austragen.

Im „Spiel um Platz eins“ treten die Spitzenteams der Langstreckenmeisterschaft geschlossen an. Mit dem Sieg beim ADAC 24-Stunden-Rennen im Rücken, zählt Manthey-Racing aus Meuspath am Nürburgring auch für das 46. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen zu den Favoriten. Im Team von Olaf Manthey wird Stammfahrer Marcel Tiemann (Monaco) von Arno Klasen (Karlshausen) und Michael Jacobs (Roetgen) unterstützt. Beide verfügen über viel Erfahrung im Porsche GT3 MR und konnten bereits Rennen gewinnen - Jacobs entschied im vergangenen Jahr das 45. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen für sich. Ihnen sitzen zwei weitere Porsche-Teams im Nacken, die die Dominanz von Manthey-Racing anfechten. Marc Basseng (Leutenbach) und Patrick Simon (Wiesbaden) peilen im Porsche 911 GT3 RSR von Land-Motorsport nach dem Triumph beim dritten Saisonlauf den zweiten Sieg in Folge an. Fieberhaft hat die Truppe rund um Teamchef Wolfgang Land in den letzten Tagen gearbeitet, denn bei einem Motorschaden im 24-Stunden-Rennen war der Porsche stark beschädigt worden. „Auch wenn es noch das eine oder andere Fragezeichen gibt, gehe ich davon aus, dass wir starten werden“, sagt Land. „Wer uns kennt, weiß, dass wir nie aufgeben.“ Ihren ersten Sieg peilen Jürgen und Uwe Alzen (beide Betzdorf) an. Das Brüderpaar hat mit dem Porsche 911 GT3 bislang nur eine Podiumsplatzierung vorzuweisen - eindeutig zu wenig für die Westerwälder. Auch beim 24-Stunden-Rennen reichte es nach konstanter Fahrt nur für Platz zwei. „Wir sind extrem hungrig“, lautet die Kampfansage von Uwe Alzen.

Hinter dem Porsche-Trio, das im bisherigen Verlauf der Saison das Geschehen an der Spitze bestimmte, stehen eine Reihe von Teams, die bereits mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machten. Der letzte Sieg einer Zakspeed-Viper ist auf das Jahr 2001 datiert, Grund genug für die Mannschaft aus Niederzissen, endlich nachzulegen. Der Traditionsrennstall hat gleich zwei heiße Eisen im Feuer, die mit den Fahrern Dirk Riebensahm (Andernach) / Christopher Gerhard (Viersen) / Werner Mohr (St. Ingbert) und Dr. Hans-Peter Huppert-Nieder (Blieskastel) / Peter Zakowski (Niederzissen) / Sascha Bert (Ober-Ramstadt) antreten. Auf das Podium schafften es in dieser Saison Reinhold Mölig (Waldalgesheim) im Irmscher V8STAR, Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé aus der DTM sowie Michael Bäder (Ofterdingen) und Tobias Hagenmeyer (Köln) im BMW M3 - drei Teams, die immer für eine Top-Platzierung zu haben sind.

Hans-Joachim Stuck startet erneut im Diesel-BMW
„Strietzel“, wie Hans-Joachim Stuck (Ellmau) von den Fans genannt wird, zieht es wieder auf die Nordschleife. Der Tourenwagen-Routinier zählt seit Jahren zu den prominentesten Fahrern, die regelmäßig bei der Langstreckenmeisterschaft Rennluft schnuppern. Beim vierten Lauf des Jahres startet der Wahl-Österreicher zusammen mit Teamchef Torsten Schubert (Oschersleben) im BMW 120 d. Damit tritt Stuck ausnahmsweise einmal gegen die amtierende Meisterin Claudia Hürtgen (Aachen) an, die sich mit Marc Hennerici (Bonn) nicht nur das Schwesterauto des Rennstalls aus Oschersleben teilt, sondern auch die Spitzenposition in der aktuellen Meisterschaftstabelle.

Das Rennen im Rennen: die ‚Porsche Classic Car Trophy’
Beim 46. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen startet zum ersten Mal die ‚Porsche Classic Car Trophy’. Die Serie für Sportwagen aus Zuffenhausen der Baujahre 1965 bis 1995 nimmt mit 25 spektakulären Fahrzeugen am Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring teil. Der Wertungslauf ist auf zwei Stunden angesetzt, danach steuern die Porsche die Boxengasse an und überlassen den Teilnehmern der Langstreckenmeisterschaft wieder das Feld.
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