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2006-06-29 17:45:13 - ks
LMS: Sportwagen-Showdown beim ADAC 1000km-Rennen

Sportwagen treffen auf Pototypenbeim 1000km-Rennen
Ein Fest für Sportwagen- und GT-Fans erwartet die Besucher beim ADAC 1000km-Rennen auf dem Nürburgring (15. bis 16. Juli 2006). Fast 50 Teams werden im Hauptrennen nach dem fliegenden Start auf die erste Kurve zudonnern – unter ihnen auch einige Mannschaften, die beim legendären 24h-Rennen von Le Mans brillierten. Neben den fest in die Le Mans Series (LMS) eingeschriebenen bärenstarken Prototypen von Pescarolo, Courage und Lister Storm haben auch zwei hoch interessante britische Teams für den Schlagabtausch auf dem Grand-Prix-Kurs in der Eifel erneut ihre Nennung abgegeben: Zytek Motorsport und Pro Tran Competition bringen zusätzliche Spannung ins Spiel. Aus deutscher Sicht sind die GT-Klassen besonders interessant, in denen eine Reihe starker deutscher Teams um Punkte fighten. Das Wochenendprogramm wird ergänzt durch die Youngster aus dem deutschen Toyota Yaris Cup und die historischen Monoposti der Classic Formula Ford Competition. Auch die Ticketpreise laden zum Besuch beim prestigeträchtigen Traditionsevent ein – schließlich ist im Eintritt (Erwachsene zahlen Samstag 10 €, Sonntag 18 €, Wochenende 25 €) auch der Fahrerlagerzugang enthalten. So können die Besucher die Sportwagen-Heros aus nächster Nähe erleben. Alle wichtigen Informationen zum Event finden sich unter www.1000km-nuerburgring.de im Internet. Tickets können bei der Hotline 02691 302620 bestellt werden.

Viel Aufmerksamkeit dürfte am Nürburgring das Team von Pescarolo Sport genießen. Die französische Equipe war das einzige Team, das beim 24h-Rennen in Le Mans mit den siegreichen Turbodiesel-Audis mithalten konnte. Nur vier Runden Rückstand hatte die Mannschaft im Ziel des schnellsten Le-Mans-Rennens aller Zeiten auf den Joest-A10 und konnte sich sogar noch vor dem zweiten Werks-Diesel platzieren. Nun geht es in der LMS um eine Fortsetzung des Erfolgskurses. Der Pescarolo C60 Judd rangiert in der LMSTeamwertung derzeit an erster Position, und die beiden Stammfahrer Emmanuel Collard und Jean-Christophe Boullion führen auch die LMS-Fahrerwertung an. Doch ab dem Nürburgring werden die Karten neu gemischt: Nicht mehr die Vorbereitungen auf den Klassiker an der Sarthe nehmen nun alle Kapazitäten der Teams in Beschlag, sondern der Kampf um die LMS-Krone und gute Einzelplatzierungen. Auf die ist etwa auch die Besatzung des niederländischen Dome Mugen aus, der vom Team „Racing for Holland“ eingesetzt wird. Die sympathische Privatfahrer-Truppe aus dem westlichen Nachbarland machte schon in Le Mans auf sich aufmerksam, als sie lange Zeit die dritte Position im Rennen halten konnte. Erst in der Nacht stoppten Getriebeprobleme den offenen Sportwagen, der auch in der LMS bislang nicht punkten konnte: Das soll sich nun ändern. Über 20 Teams haben sich in den beiden „großen“ Kategorien der Le-Mans-Prototypen bislang für den Nürburgring angemeldet – und viele teilen den Wunsch, nach dem 24h-Rennen von Le Mans mit einem Top-Ergebnis in die zweite LMS-Saisonhälfte zu starten.

Starke deutsche GT-Teams
Dass man im Langstreckensport à la Le Mans auch auf die beiden „kleinen“ GTKategorien beachten muss, bewies die 2006er Auflage des Langstreckenklassikers: Corvette Racing konnte als bestes GT1-Team mitten in die Phalanx der favorisierten Prototypen einbrechen und als viertplatzierte Mannschaft einen Achtungserfolg erzielen. Diese Rolle wollen am Nürburgring die LMS-Kollegen übernehmen, die dazu bildschöne Edel-GTs an den Start bringen: Aston Martin, Corvette, Ferrari oder Saleen: Schon die Fahrzeugmarken lassen GT-Fans das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ganz zu schweigen von der Fahrerbesetzung: So ist etwa der portugiesische Ex-Formel-1-Pilot Pedro Lamy bei Aston Martin Racing am Start. Er fightet gegen Langstrecken-Asse wie den Niederländer Peter Kox (Ferrari 550 Maranello) oder den Franzosen Stéphane Ortelli (Sallen S7-R). Aus deutscher Sicht interessant ist das B-Racing RS Line Team, das einen Lamborghini Murcielago GTR an den Start bringt. Benjamin Leuenberger (CH), Norbert Walchhofer (A) und Marino Franchitti (GB) teilen sich das Volant des edlen Boliden und wollen nach einem durchwachsenen Saisonstart endlich die ersten Punkte für das Team einfahren. Starke deutsche Teams treten auch in der am härtesten umkämpften Klasse an. Vier der 19 Starter in der GT2-Kategorie beanspruchen Heimrecht: Renauer Motorsport (mit den Fahrern Wolfgang Kaufmann / Luca Moro), Seikel Motorsport (Tim Bergmeister / Tony Burgees / Philip Collin) sowie die beiden Teams von Farnbacher Racing (Lars Erik Nielsen / Marco Seefried und Dominik Farnbacher / Pierre Ehret) setzen allesamt auf Porsche 996 GT3 RSR. Das gemeinsame Ziel: Schneller sein als der Panoz Esperante GTLM des Teams LNT. Denn die britische Mannschaft setzte an der Sarthe die Pace in der GT2-Kategorie und holte den Klassensieg. In der GT2-Wertung der LMS liegen die Briten knapp an zweiter Position hinter der italienischen Mannschaft von Autorlando Sport, für die der deutsche Marc Lieb gemeinsam mit Joel Camathias (CH) im Porsche 996 GT3 RSR an den Start geht.

Kompaktes Programm bietet beste Unterhaltung
Zwei Tage beste Motorsportunterhaltung sind beim ADAC 1000km-Rennen gesichert. Der Samstag steht dabei ganz im Zeichen der Trainingssitzungen, die mit dem ersten freien LMS-Training um 9.00 Uhr starten. Auch das erste Rennen des Wochenendes gibt es bereits samstags, wenn um 14.35 Uhr der Toyota Yaris Cup seinen ersten Lauf austrägt. Sehenswert außerdem die 10- bis 16-Jährigen „Galapiats“, die um 8.30 Uhr und 15.35 Uhr auf die Strecke gehen. Die Youngster drehen Demorunden in selbstgebauten verkleinerten Sport-Prototypen. Schlag auf Schlag geht es am Sonntag: Ab 8.30 Uhr kämpfen die LMS-Teams im Qualifying um die Startpositionen, um 9.30 Uhr geht die Classic Formula Ford Competition auf die Strecke. Toyota-Korso, Autogramm-Stunde mit den LMS-Piloten und Pitwalk locken ab 10.00 Uhr ins Fahrerlager und eröffnen den Countdown auf das Hauptevent: Nach dem zweiten Lauf des Yaris-Cup starten die LMS Teams um 11.45 Uhr zum 1000km-Rennen.
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