Interserie: Heimvorteil für Berliner Piloten
Mit dem Auftaktrennen am 13.-14.Mai im böhmischen Most startete die Interserie in ihre 36.Rennsportsaison. Wie in den letzten Jahren bestens praktiziert sind die Formel -und Sportwagen in vier Divisionen unterwegs. Das Konzept mit den beiden Sprintrennen wird beibehalten. Neben Neuzugängen in den Sportwagendivisionen aus dem skandinavischen Raum wird es vor allem bei den PS starken Formelboliden hoch hergehen. Zum zweiten Lauf der Interserie Sprint Challenge am 24.-25. Juni vermeldet die Interserie regen Zuspruch.
Interserie Champion Peter Milavec, der zum Auftakt in Most mit einem Doppelsieg (Division 3) und einem phantastischen Rundenrekord glänzte, bekommt es auf dem EuroSpeedway Lausitz mit der Formel 3000 Konkurrenz von Arnold Wagner, Henry Büttner, dem Schweizer Jean-Claude Monbaron und dem Italiener Walter Colacino (Lola-Alfa Romeo) zu tun. Zur attraktiven Formelliga im Privat- und Breitensport hat sich die Division 4 der formelfreien 2,0 Liter Rennwagen der Interserie gemausert. Hier sind 12 Autos vom Formel 3 und Formel Renault bis hin zu den Formel 2000-Fahrzeugen gemeldet.
Das Konzept der Interserie Sprint Challenge, Zweiliterrennwagen in einer gemeinsamen Division starten zu lassen, hat sich bereits zum Saisonauftakt in Most als richtig erwiesen. Damit geht die Interserie einen neuen Weg in Deutschland. Vergleichbares gibt es nicht.
Titelverteidiger Marcel Baierle (Formel Renault) wurde in Most zweimal von Marek Schramm (Formel Renault) bezwungen und möchte in der Lausitz den Spieß umdrehen. Mit den beiden Lokalmatadoren Manfred Kuhn (Reynard-BMW) und Helmut Rokitta (Formel Renault), sowie dem Tschechen Lobumir Glogar (Eufra-Opel), Heinz Baltensberger im Ex- van Ammersfoort F3-Dallara-Opel, Michael Packendorf (Dallara-Opel) und Christian Zeller (Dallara-Opel) haben weitere Piloten Chancen auf Podestplätze. Dazu kommen die Interserie-Neueinsteiger Alexander Wagner und Jörg-Johannes Schröder, die im Autodrom Most eine beachtliche Jungfernfahrt in ihrem Formel Renault hinlegten. Im Team des Thüringers Marek Schramm fühlen sich Wagner und Schröder bestens aufgehoben. Die hier eingesetzten Formel Renault jüngster Baujahre stammen aus der Formel Renault Meisterschaft die im Rahmen der Beru Top 10 von SL Formula Racing und der Motopark Academy für Furore sorgten.
In der Division 2 der Sportwagen bis 2,0 Liter macht sich Hans-Peter Voigt (PRC-Opel) Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Der Spremberger kennt den Lausitzring wie seine Westentasche. Mit Tochter Anja Voigt (Sports 2000) ,den beiden Dänen Mikael Sode und Henrik Prytz (beide Mallock-Zytec) und den Neueinsteigern Dr. K-J. Welcker und Laurenc Deneke (beide Lola-Ford) ist die kleine Sportwagen-Division für den 2.Lauf zur Interserie Sprint Challenge auf dem EuroSpeedway bestens gerüstet.
Insgesamt sind Piloten aus sechs Nationen gemeldet. Damit unterstreicht die Interserie Sprint Challenge ihre Internationalität und gilt nach wie vor als gut klassiges Betätigungsfeld im Privatfahrer- und Breitensport für Profis und Neueinsteiger mit einem überschaubaren und günstigen Jahresbudget. Nach dem Rennen innerhalb des GTP Weekends auf dem EuroSpeedway Lausitz gönnt sich die Interserie nur eine kurze Pause. Bereits eine Woche später startet die Sprintserie für Formel- und Sportwagen im polnischen Poznan.