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2006-06-22 17:10:53 - as
Belcar: Josten fit für Hitzeschlacht in Zolder

Josten trainiert in seiner Freizeit Ausdauer und Kraft
Beim Mitsommernachtsrennen der Belcar am Donnerstag (29.6.) im belgischen Zolder rechnet Mario Josten mit einer heißen Herausforderung. Wenn draußen Temperaturen von 30 Grad Celsius herrschen, wird es im Cockpit von Jostens BMW M3 GTR rund 70 Grad warm. Fitness, Flüssigkeit und Konzentrationsfähigkeit sind Bedingung, um über eine Stunde Höchstleistungen auf der Rennstrecke zu erbringen. „Ich bin gut vorbereitet“, erklärt der 18 Jahre alte Hückelhovener, der die Belcar-Meisterschaftstabelle in der Klasse 2 anführt und momentan bis zu zwölf Trainingseinheiten pro Woche absolviert.

Ausdauerläufe stehen ebenso auf dem Programm wie Kraftübungen im Fitnesscenter. „Ich gehe auch häufig in die Sauna, um meinen Körper an die Hitze zu gewöhnen“, so Josten. Piloten verlieren während eines Rennens bis zu 2,5 Liter Flüssigkeit. Die größte Gefahr besteht in der Dehydrierung, die zu Schwächephasen und mangelnder Konzentration führen kann. Dreißig Minuten vor dem Rennen trinkt Josten einen Liter stilles Wasser. Im Auto kann er aus einem so genannten „Camel Bag“ per Plastikschlauch ebenfalls Flüssigkeit zu sich nehmen.

Die richtige Balance zwischen Flüssigkeitsaufnahme und -abgabe ist das Geheimnis. „Schließlich kann man während des Rennens nicht mal kurz anhalten, um auf die Toilette zu gehen“, sagt Josten mit einem Lachen. Trotz der warmen Umgebungstemperatur im Cockpit ist der Nachwuchsrennfahrer dick eingepackt. Unter seinem Rennoverall trägt er eine lange feuerfeste Unterhose und ein langärmliges Shirt. Hinzu kommen feuerfeste Socken und eine Schutzhaube unter dem Helm. Die Rennbekleidung bietet den Fahrern Deckung vor Flammen und schützt 30 Sekunden lang gegen extreme Brandhitze bis zu 840 Grad. „Beim Thema Sicherheit verzichte ich auf gar nichts. Da nehme ich die Hitze in Kauf“, erklärt Josten.

Für heiße Kämpfe auf der Strecke ist der Nachwuchspilot ebenso gewappnet wie Teamkollege Georg Severich. Nach seinem zweiten Platz in Rennen zwei muss das Fahrergespann von GS Motorsport allerdings 15 Kilo Zusatzballast mit auf die Strecke nehmen. Ein Handicap wie Josten weiß: „Hoffentlich halten unsere neuen Bremsbeläge bei der Belastung. Die leiden nämlich auch unter der Hitze.“
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