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24h: PSR peilt vierten Volvo Sieg an

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Starke Konkurrrenz und trotzdem gute Karten: PSR mit dem Volvo S60 |
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| Das PSR-Team des Adenauers Danny Berk strebt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nüburgring den vierten Sieg des Volvo S60 an. Ulli Andree, Andreas Middendorf, Heinz-Josef Bermes und Team-Neuzugang Stephan Herter treten dazu wieder in der angestammten SP4-Klasse für 2,5-Liter-Autos an - nachdem Andree/Herter bei den ersten Läufen zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft noch mit einem 2,65-Liter-Motor und in der Dreiliter-Klasse ausgerückt waren. „Mit dem Wechsel in die SP5 suchten wir eine neue Herausforderung, weil das Starterfeld dort inzwischen größer ist als in der SP4“, begründet Andree.
„Aber zum 24-Stunden-Rennen kommen zwei starke BMW M3 sowie starke, teils Importeurs-unterstützte Konkurrenten von Honda, Hyundai, Mercedes und Audi in die SP4. Da wird diese Klasse genauso taff wie die SP5.“ Der Weg zurück in die SP4 wurde möglich, weil PSR wieder auf jenen 2,5-Liter-Fünfzylinder setzt, der bislang bei allen 24-Stunden-Siegen im Volvo werkelte. „Der neue 2,65-Liter-Motor für die SP5 hat zwar jede Menge Potenzial, und es gibt auch keinen akuten Anlass, an seiner Zuverlässigkeit zu zweifeln“, grenzt Berk ab. „Aber dennoch ist der neue Motor nicht 24-Stunden-erprobt - der alte dagegen eine sichere Bank.
Gerade bei einer so schwierigen Veranstaltung wie den 24 Stunden möchte ich jedes Restrisiko so gut es geht ausschalten. Deswegen setzen wir auf die bewährte und zuverlässige Technik.“ Bei den drei Einsätzen des 2,65-Liters in der Meisterschaft kamen Andree/Herter jeweils auf dem zweiten Platz der Klasse ins Ziel. Beim letzten Rennen verpasste das Volvo Duo nur knapp den Sieg - Herter hatte gerade in jener Runde die Führung übernommen, in der das Regenroulette abgebrochen werden musste. Da bei einer Roten Flagge die Runde vor dem Abbruch zur Wertung herangezogen wird, glitten Andree/Herter auf den zweiten Rang ab.
Dennoch zeigte Andree sich zufrieden. „Wir haben uns bewusst für die SP5 entschieden, weil dort die Konkurrenz mit bis zu 20 Autos und prominenten Fahrern härter ist“, begründet der Kölner. „In der SP4 fahren bei den Meisterschaftsläufen im Schnitt nur noch vier Autos.“ Teamchef Berk ergänzt: „Da die Punktevergabe für die Gesamtwertung nach einem Koeffizienten-System erfolgt, das auch die Anzahl der Starter pro Klasse berücksichtigt, sahen wir mit dem Schritt in die SP5 bessere Chancen im Hinblick auf die Meisterschafts-Endwertung.“ Wir haben uns bewusst für die andere Kategorie entschieden, um uns dem sportlichen Wettbewerb zu stellen - wie PSR peilt vierten Volvo Sieg an wir es nun mit dem Rückbau für die 24 Stunden wieder tun. Wir gehen wieder in eine Klasse mit vielen hochkarätigen Startern.“
Beim Weg in die SP5 nahm PSR sogar einen leichten Nachteil in Kauf: Der 2,65-Liter-Motor geht aus konstruktiven Gründen nicht ans Hubraum-Limit der Klasse. „Unser Motor ist 350 Kubikzentimeter kleiner als erlaubt“, rechnet Andree vor. „Dadurch fehlen uns etwa 80 PS auf die besten Autos unserer Klasse - das ist ein spürbarer Nachteil. Aber das Risiko gingen wir bewusst ein, weil wir davon ausgingen, dass unsere Aerodynamik und unser Fahrwerk so gut sind, dass wir den Nachteil über diese Schiene kompensieren können. Das hat sich ja auch bewahrheitet.“ Reifenpartner Dunlop entwickelte zudem einen neuen 18-Zoll-Slick, der beim verregneten letzten Meisterschaftslauf erstmals zum Einsatz kam. „Es war zwar noch feucht, als ich den Reifen fuhr“, befindet Herter. „Aber auf den paar Runden, auf denen wir überhaupt mit Slicks fahren konnten, fühlte sich das Auto deutlich anders an. Es lag viel ruhiger.“ |  |