24h: Fleper-Team mit fünf Autos beim 24 Stunden Rennen
Honda-Rennstall wagt erneut Mammutprojekt am Nürburgring
In wenigen Tagen ist es soweit. Dann wird die unter dem Pseudonym „Grüne Hölle“ berühmte Nürburgring Nordschleife ihrem Namen wieder alle Ehre machen. Rund 200.000 Besucher erwartet der ADAC Nordrhein als Veranstalter des ADAC Zurich 24 h-Rennens zur 34. Auflage seines inzwischen größten automobilen Rennspektakels der Welt vom 15. bis 18. Juni in der Eifel.
240 der weit mehr als 300 Teilnehmernennungen aus aller Herren Länder finden in diesem Jahr Berücksichtigung. Darunter erhalten vier Honda Civic des Oedinger Rennstalls Fleper Motorsport ihre Starterlaubnis zum Qualifying auf der 25,378 Kilometer langen einmaligen Berg- und Talbahn. Das Honda-Team hatte bereits im Vorjahr mit dem bis dahin größten Einsatz seiner Geschichte Außerordentliches geleistet und zudem neben einem Klassen- und Gruppensieg völlig unerwartet auch eine Platzierung unter den Top 20 des Gesamtklassements erreicht.
Im bevorstehenden Event wird die damalige Mammut-Herausforderung noch einmal übertroffen. Durch die zusätzliche Teilnahme an einem der Rahmenrennen, dem Wertungslauf zur „ADAC PROCAR“-Serie, bringt Fleper-Honda an diesem einen Wochenende alle fünf giftgrünen Japaner auf die Strecke – und damit so viele Boliden wie nie zuvor. Nach seinem Auftritt im Sprintrennen über vier Runden am Samstagvormittag, bei dem Norbert Bermes hoffentlich endlich wieder gegen gleichwertige Gruppe N-Konkurrenz in der Klasse 2 kämpfen kann, freut sich der Willicher gemeinsam mit Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) auf den Marathon. Ihren glänzenden Vorjahreserfolg beim „Rennen der Rennen“ möchten die amtierenden „Honda Civic Cup“-Champions im Type-R 2006 gern mit der Unterstützung des 23-jährigen Aufsteigers aus dem „Castrol Haugg Cup“, Daniel Ortmann (Kirchen), wiederholen. Als vierter Fahrer der Crew wurde kurzfristig der Siegener Meik Utsch verpflichtet, der in den Anfangsjahren seiner Karriere 1996 im Fleper-Suzuki Swift VLN Junior-Meister und Serienwagen-Vize wurde.
Auch für das Stamm-Trio Dr. Joachim Steidel (Recklinghausen)/Herbert von Danwitz (Tönisvorst)/Marcel Hoppe (Oedingen) ist eine vordere Platzierung im Schlüsselrennen der Meisterschaft, bei dem die doppelten Punkte zugeteilt werden, von größter Bedeutung. Schließlich landete die Mannschaft Ende der vergangenen Saison auf dem fünften Tabellenrang. Mediale Unterstützung bringt das „Racing Team Ukraine“, Fleper-Crew Nummer drei, aus dem heimischen Kiew mit. Alex Kikireshko, Alex Mochanov und Valeriy Gorban werden während des gesamten 24 Stunden Rennens von einem Kamera-Team des ukrainischen Staatsfernsehens begleitet. Neben einer brillanten TV-Präsenz wollen sie aber vor allem auch auf der Strecke glänzen und peilen einen Podestrang in ihrer Hubraumklasse an.
Besonderes Augenmerk wird wohl das neugegründete „Fleper Honda Ladies Team“ auf sich ziehen. Einerseits hatten die erst 19-jährige Nicole Müllenmeister (Wermelskirchen) und die Schweizerin Petra Beyrer (Wangen) bereits bei der „Generalprobe“ in der „BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft“ am 20. Mai gezeigt, dass die Männerwelt in der Serienwagen-Klasse geballte Frauen-Power erwartet. Andererseits verzückt ihr Arbeitsgerät, ein brandneuer Honda Civic 1.8 Sport, mit technischem Potenzial und einem bildschönen wie unverwechselbaren Design. Die Nordschleife-erfahrenen Damen Jutta Beisiegel (Kaiserslautern) und Carola Esser-Feyen (Bad Münstereifel) werden das „Ladies Team“ komplettieren und ihm mit etwas Glück zu einem für manche vielleicht erstaunlichen Ergebnis verhelfen.