Auch den achten Lauf des RECARO Formel-3-Cup auf dem Nürburgring dominierte der schnelle Brite Joey Foster (Lola B06-30 Opel-Spiess). Er siegte mit sechs Sekunden Vorsprung vor dem Chinesen Ho-Pin Tung (Lola B06-30 Opel-Spiess). Dritter wurde der Pole-Mann Ferdinand Kool (Lola B06-30 Opel-Spiess). Mit seinem Doppelsieg in der Eifel eroberte Foster auch die Tabellenführung zurück, die er erst vor zwei Wochen auf dem EuroSpeedway Lausitz an Tung abgeben musste. Nach acht Läufen liegt der 24-Jährge aus London allerdings nur fünf Zähler vor dem 23-jährigen Chinesen.
Beim Start war Joey Foster von Startplatz zwei auf den vierten Rang zurückgefallen, konnte aber noch in der ersten Runde den dritten Platz zurückerobern. Vor ihm lagen die beiden Lolas von JB Motorsport mit Ferdinand Kool in Führung und Ho-Pin Tung. In der dritten Runde hätte der Chinese Tung beinahe durch einen selbstverschuldeten Fahrfehler sein Rennen weggeworfen. Eine Chance für Foster, die er auch sofort nutzte, um Platz zwei zu übernehmen. Danach begann er die Jagd auf Kool. Der Niederländer bekam immer mehr Probleme mit seinem übersteuernden Fahrzeug und musste den Briten in der siebten Runde passieren lassen. Kaum war Joey Foster vorbei, zog er auch schon auf und davon und sicherte sich auch noch den Zusatzpunkt für die schnellste Runde. Kurz vor Ende des Rennens musste sich Kool sogar noch seinem Teamkollegen Ho-Pin Tung beugen.
Eine solide Leistung bot auch der Niederländer Renger van der Zande. Im Dallara F306 Mercedes-HWA konnte sich der 19-Jährige vom sechsten Startplatz vorschieben, um auf Platz vier das Ziel zu erreichen. Van der Zande war hinter Joey Foster der zweitbeste Rookie.
Schnellster Trophy-Fahrer war heute Johannes Theobald. Der 19-jährige konnte beim Start seine Position behaupten. Seine gute Leistung wurde auch dadurch nicht geschmälert, dass Recardo Bruins ihn in der fünften Runde überholen konnte. Theobald blieb zwar am Niederländer dran, war jedoch nicht in der Lage seinen verloren Platz zurück zu erobern. Zweiter in der internen Wertung wurde Harald Schlegelmilch. Der sonst siegverwöhnte Lette hatte schon im Qualifying Probleme mit seinem Dallara F304 und beendete das Rennen auf der zehnten Gesamtposition, drei Plätze vor Christer Jöns, der damit drittschnellster Trophy-Fahrer wurde.
Joey Foster: Ich bin super zufrieden mit dem Rennen. Das ganze Wochenende verlief fantastisch für die Meisterschaft. Am Start hatte ich durchdrehende Räder und bin auf Rang vier zurückgefallen. Aber zum Glück bin ich noch in der gleichen Runde wieder auf drei vor. Ich habe dann abgewartet, wie sich die Reifen und das Fahrzeug verhalten. Aber beides war super und so konnte ich gewinnen.
Ho-Pin Tung: Es war ein sehr gutes Rennen und ein guter Start. Zuerst habe ich versucht den Abstand zu Kool zu verringern, aber dann habe ich selbst einen Fehler gemacht. Ich hatte ganz schön zu kämpfen, dass ich nicht abfliege und so kam Foster vorbei. Ich habe versucht an ihm dranzubleiben, aber das war nicht möglich.
Ferdinand Kool: Es ist sehr enttäuschend. Ich hatte wieder die Pole und konnte sie nicht umsetzen. Das Team hat einen super Job gemacht und alle zwei Autos aufs Treppchen gebracht. In den ersten drei, vier Runden war der Wagen gut und hat dann immer mehr abgebaut. Ich hoffe aber immer noch auf meinen ersten Sieg.