Procar Div. 2: Jordan holt Doppelsieg, Thierfelder übernimmt Führung
Doppelsieger auf dem EuroSpeedway: Kai Jordan
Ein spannender Kampf deutete sich in der Division 2 bereits im Qualifying an. Denn nicht die drei vor dem Wochenende punktgleich führenden Piloten Tobias Pfister, Michael Bohrer und Guido Thierfelder (alle Citroën Saxo VTS) spielten in der Oberlausitz die erste Geige. Statt dessen holte der bis dahin Viertplatzierte, Thomas Mühlenz (Recklinghausen, Citroën Saxo VTS), vor Kai Jordan (Wolfsburg, VW Lupo GTI) die Trainingsbestzeit. Im Rennen hatte zwei Mal der Lupo-Pilot die Nase vorne: „Nach dem ersten Start hatte ich einen schönen Kampf und zuletzt das bessere Ende für mich – ab da lief es sehr rund“, grinste Jordan im Ziel. „Im zweiten Rennen konnte ich ganz kontrolliert mein Tempo fahren und hätte sogar noch Reserven gehabt.“ Der Trainingsschnellste konnte mit dem Doppelsieg gut leben.
Thomas Mühlenz holte mit einem zweiten und einem dritten Platz wichtige Punkte in der Meisterschaft und schob sich auf die zweite Tabellenposition vor. „Für mich zählt die Meisterschaft mehr als einzelne Rennsiege“, so der Recklinghäuser, „insofern kann ich mit dem Ausgang des Wochenendes gut leben.“ Gleiches kann wohl auch der neue Führende in der Division der 1.600-ccm-Renner behaupten: Guido Thierfelder (Troisdorf) holte mit Platz vier und Platz zwei genügend Zähler, um sich an die Spitze der Fahrerwertung zu setzen. „Der EuroSpeedway war immer eine Lupo-Strecke. Deshalb bin ich hier von vorneherein mit dem Ziel angetreten, zwei zweite Plätze zu machen. Das hat zumindest im zweiten Lauf funktioniert und ich habe jetzt die Tabellenführung übernommen – was will ich mehr!“ Auch in der Division 2 ist die Tabelle vor dem Rennen auf dem Nürburgring äußerst eng: Spitzenreiter Thierfelder und den viertplatzierten Jordan trennen gerade einmal vier Punkte.
Division 3: Laufsiege für Zondler und Leutheuser
Viel Pech hatte in der Oberlausitz der als Meisterschaftsführender in der Division 3 angereiste Daniel Keilwitz. Der Villinger sorgte im Qualifying für eine Trainingsunterbrechung, nachdem das Getriebe seines Alfa 147 JTD kollabiert war und das auslaufende Öl den Kurs stellenweise zur Rutschbahn machte. Nach den bis spät in die Nacht dauernden Reparaturarbeiten konnte er dennoch zum Rennen antreten, musste sich in der Startaufstellung allerdings mit der letzten Position begnügen. Die Rolle als Pole-Sitter übernahm dafür Teamkollege Christian Leutheuser (Reyersbach), der sich vor dem Graben-Neudorfer Martin Zondler (WV Golf 2.0 TDI) qualifizieren konnte. Beide teilten sich denn auch die obersten Plätze auf dem Siegerpodest. Zondler entschied den ersten Durchgang für sich, Leutheuser den zweiten. „Im ersten Rennen habe ich meine Pole verloren und bin als zweiter im Ziel angekommen“, schildert Leutheuser. „Aber im zweiten Rennen konnte ich den Platz zurück erobern. Martin und ich blieben im Getümmel der Division-2-Fahrzeuge ein wenig stecken und ich konnte aus dem Windschatten heraus die Führung übernehmen.“ Die Spitzenposition in der Division 3 behält trotz des Wochenendes zum Abhaken Daniel Keilwitz. Zwar liegt er nun punktgleich mit Zondler an der Spitze, hält aber den ersten Platz durch die höhere Anzahl der Rennsiege. Mit nur zwei Punkten Rückstand liegt Uwe Reich (Alfa 147 JTD) an dritter Position der Tabelle.