Das Podium in der Lausitz: Foster, Tung und van der Zande
Perfektes Rennen für Ho-Pin Tung (Lola B06-30 Opel-Spiess) auf dem EuroSpeedway Lausitz. Der Chinese legte beim fünften Lauf des RECARO Formel-3-Cup einen sauberen Start-Ziel-Sieg hin. Joey Foster (Lola B06-30 Opel-Spiess) blieb zwar das gesamte Rennen dem Chinesen auf den Fersen, jedoch hatte der Brite während der 17 Rennrunden nie die ernsthafte Gelegenheit zum Angriff. So beendete der Rookie das Rennen auf Rang zwei und sicherte sich mit 1:18.628 Minuten wieder den Punkt für die schnellste Runde. Der Niederländer Renger van der Zande (Dallara F306 Mercedes-HWA) belegte Platz drei.
So ganz ist Nico Hülkenberg seinen Startfluch noch nicht losgeworden. Der 18-Jährige aus Emmerich verpatzte mal wieder seinen Start und verlor seinen zweiten Startplatz an Joey Foster. Hülkenberg reihte sich erst auf Rang sechs hinter Harald Schlegelmilch ins Feld ein. Wie schon am Hockenheimring kam er an dem Letten nicht vorbei, obwohl dieser mit einem Vorjahresfahrzeug unterwegs war. Erst Zieleingangskurve der letzten Runde konnte er sich neben Schlegelmilch setzen. Beide fuhren nebeneinander auf die Ziellinie zu, doch Hülkenberg konnte besser beschleunigen und holte sich nur um Zentimeter den fünften Platz.
Direkt nach dem Start setzten sich Ho-Pin Tung und Joey Foster vom Rest des Feldes ab. Zeitweise betrug der Abstand zum Dritten Van der Zande über sechs Sekunden. Doch eine Safety Car-Phase kurz vor Ende des Rennens ließ das Feld wieder zusammenrücken. Denis Watt war in der Coca-Cola-Kurve vor der Start-und-Ziel-Geraden in die Mauer gerutscht. Nach drei Runden wurde die Strecke wieder freigegeben und Joey Foster blieb nur noch eine Runde Zeit den Chinesen Tung anzugreifen. Doch der hatte während des Restarts das Feld hinter sich unter Kontrolle und behielt die Führung bis ins Ziel. Mit seinem Sieg verringerte er den Abstand auf Foster in der Tabelle um zwei Punkte.
Bester Trophy-Fahrer wurde wieder Harald Schlegelmilch. Der Lette musste sich auf den letzten Metern Nico Hülkenberg geschlagen geben und beendete das Rennen auf dem sechsten Gesamtrang. Zweiter der Wertung wurde Johannes Theobald auf dem zehnten Gesamtrang vor Juho Annala. Der Finne belegte in seinem ersten Rennen im RECARO Formel-3-Cup den 13. Gesamtrang.
Cyndie Allemann war die Schnellste der drei Damen im Feld. Sie überquerte die Ziellinie als Neunte. Natacha Gachnang verpatzte ihr Rennen bereits mit einem schlechten Start. Die Schweizerin fiel so ans Ende des Feldes zurück. Doch die 18-Jährige arbeitete sich noch auf den 15. Platz vor. Marika Diana hatte in der zweiten Runde einen Unfall und fiel aus.
Nach dem Rennen erhielt der viertplatzierte Ferdiand Kool eine 30-Sekunden-Strafe, der er während der Safety Car-Phase überholt hatte. Da der Niederländer auf Platz 19 zurückfiel, rutschte das Rest des Feldes auf. Vor allem Cyndie Allemann freute sich, da sie damit ihrem ersten Punkt ergatterte.
Ho-Pin Tung: Ich hatte einen guten Start und konnte von Anfang an pushen. Mit Joey zusammen bin ich ein gutes Rennen gefahren. Obwohl er nie die Möglichkeit hatte, mich zu überholen. Auch der Restart verlief sehr gut. In der Tabelle bin ich wieder näher gekommen.
Joey Foster: Ich bin das ganze Rennen über bei Ho-Pin geblieben. Aber wir hatten immer noch Probleme mit dem Benzindruck. Zwei Runden mehr und es wäre wieder eng für mich geworden. Ich hoffe, dass wir das Problem bis morgen beseitigen können. Das Safety Car war sehr langsam. Ich bin fast die ganze Zeit im ersten Gang gefahren.
Renger van der Zande: Das Rennen verlief ganz gut. Leider konnte ich den beiden vor mir nicht folgen. Aber ich hatte auch einen großen Abstand nach hinten. Bei Restart hatte ich ein langsames Fahrzeug vor mir. Ich wusste, dass ich Foster nicht mehr attackieren kann und habe lieber auf die Fahrer hinter mir geachtet.