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WRC: Loeb feiert vierten Sieg in Folge

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Gegen Super-Seb war auch in Argentinien kein Kraut gewachsen |
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| Die dritte und letzte Etappe der Rallye Argentinien hatte es noch mal in sich: Auch wenn die ersten drei Positionen mit Loeb, Solberg und Galli vermeintlich bezogen waren, so ging es auf den Folgeplätzen noch richtig spannend zu. Und Tagesschnellster war Marcus Grönholm, der als Gesamt-Zehnter wenigstens noch einen WM-Punkt für die Hersteller-Wertung an Land zog.
Auf der ersten Prüfung des Tages stand das Duell der beiden OMV-Piloten Manfred Stohl und Henning Solberg im Mittelpunkt. Der Norweger war mit 4,3 Sekunden Vorsprung in den Tag gestartet. Der Österreicher schenkte Petters Bruder dann gleich in der berühmten Auftaktprüfung „Mina Clavero“ 26,9 (!) Sekunden ein und stürmte mit dieser Gesamtbestzeit auf Rang vier. „Das war mein Geschenk für meine Beifahrerin Ilka Minor, die heute ihren Geburtstag feiert“, strahlte der Peugeot-Pilot. „Leider hat es nicht ganz gereicht, dass wir Galli noch abfangen. Wir können sehr zufrieden sein und gestärkt in die nächsten beiden Schotter-Rallies in Sardinien und Griechenland gehen. Ich denke, dass es dann auch mit dem Stockerl klappen könnte.“
Kein Happy End gab es hingegen für seinen Teamkollegen Henning Solberg. Der Norweger lieferte bei seiner Argentinien-Premiere eine ausgezeichnete Vorstellung ab. Platz fünf wäre ein sehr gutes Resultat gewesen, aber auf der letzten Prüfung, der Superstage im Stadion von Cordoba, streikte einen Kilometer vor dem Ziel die Kupplung und der Peugeot 307 blieb stehen. Durch die fünf Strafminuten fiel der OMV Pilot auf den siebenten Rang zurück. Solberg: „Das ist ein Teil des Spiels. Es kann jederzeit passieren. Natürlich ist es bitter, wenn das so knapp vor dem Ziel ist. Ich sehe es aber auch positiv, denn wir sind jetzt Siebenter und wissen, dass wir viel schneller waren. Schlecht wäre es, wenn wir diese Platzierung erreicht hätten, weil wir nicht mehr attackieren konnten. So darf ich wirklich nicht unzufrieden sein.“
Petter Solberg zog in der Auftakt-WP endgültig den Kürzeren gegenüber Sebastien Loeb, wenn sich der Subaru-Pilot ohnehin nur noch kleine Hoffnungen auf einen Sieg gemacht hatte. Am Impreza streikte die Servolenkung und der Abstand zu Super-Seb wurde einfach nicht kleiner. Und Chris Atkinson biss sich im zweiten Subaru vergeblich die Zähne an Daniel Sordo aus, der im Kronos-Citroen erneut eine blitzsaubere Vorstellung gab.
Bis zum letzten Meter wurde es spannend um den achten Rang und somit den letzten Punkt in der Fahrer-WM. Vor den beiden abschließenden Super Specials trennten die beiden Stobart-Ford-Teamkollegen Luis Perez-Companc und Matthew Wilson gerade einmal drei Sekunden. Und dann würgte Lokalmatador Perez-Companc an der Startlinie den Motor ab – den 44.000 Fans im Cordoba Stadium stockte der Atem. 8,2 Sekunden und somit Rang acht büßte der Argentinier ein.
Matthew Wilson wuchs in der letzten Prüfung dann förmlich über sich hinaus und markierte die erste WRC-Bestzeit in seiner noch jungen Karriere. Die feine Leistung wurde zu Recht mit dem ersten Fahrer-WM-Punkt belohnt.
Sebastien Loeb ist hingegen auf dem besten Weg, den dritten WM-Titel in Folge einzufahren. Mit 44,6 Sekunden Vorsprung feierte der Franzose seinen vierten Sieg in Folge. In der WM hat Loeb jetzt mit 56 Punkten 21 mehr auf dem Konto als Verfolger Marcus Grönholm. Für den Citroen Xsara war es übrigens der 30. WRC-Sieg, 24 von diesen gehen auf Loebs Konto. In der ewigen Bestenliste ist der Franzose nur noch knapp hinter den bisherigen Spitzenreitern Colin McRae (25) und Carlos Sainz (26).
Gesamtklassement nach 22 Wertungsprüfungen:
1. Kronos WRT: Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroën Xsara) 4:06.51,3 Stunden
2. Subaru WRT: Petter Solberg/Philip Mills (Subaru Impreza 06) + 44,6 Sekunden
3. Pirelli Competizione: Gianluigi Galli/Giovanni Bernacchini (Peugeot 307) + 3.24,3 Minuten
4. OMV Peugeot Norway: Manfred Stohl/Ilka Minor (Peugeot 307) 3.40,0 Min.
5. Kronos WRT: Daniel Sordo/Marc Marti (Citroën Xsara) + 5.40,2 Min.
6. Subaru WRT: Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 06) + 5.43,8 Min.
7. OMV Peugeot Norway: Henning Solberg/Caro Menkerud (Peugeot 307) + 9.28,7 Min.
8. Stobart M-Sport: Matthew Wilson/Michael Orr (Ford Focus 04) + 10.34,6 Min.
9. Stobart M-Sport: Luis Perez-Companc/Jose Maria Volta (Ford Focus 04) + 10.52,3 Min.
10. Ford WRT: Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) + 14.08,7 Min.
11. Gareth MacHale/Paul Nagle (Ford Focus) + 16.20,4 Min.
15. Nasser Al-Attiyah/Chris Patterson (Mitsubishi Lancer) + 25.52,7 Min. (1. PCWRC)
19. Guy Wilks/Phil Pugh (Suzuki Swift) + 37.55,6 Min. (1. JWRC)
wichtige Ausfälle:
nach WP 8: Ford WRT: Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) Motor
WP 8: Ford WRT: Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) Motor
WP 6: Kronos WRT: Xavier Pons/Carlos Del Barrio (Citroën Xsara) Unfall
WP-Bestzeiten:
Grönholm 7, P.Solberg 6, Loeb 5, Stohl 2, Pons 1, Wilson 1
Stand in der Fahrer-WM:
1. Loeb (Citroën) 56; 2. Grönholm (Ford) 35; 3. Sordo (Citroën) 24; 4. Stohl (Peugeot) und Petter Solberg (Subaru) 18; 6. Galli (Mitsubishi/Peugeot) 11; 7. Bengue (Peugeot) 9; 8. Atkinson (Subaru) 8; 9. Hirvonen (Ford) und H.Solberg (Peugeot) je 7; 11. Gardemeister (Peugeot), Carlsson (Mitsubishi) und Sarrazin (Subaru) je 6; 14. Pons (Citroën) 5; 15. Radström (Subaru) und Kopecky (Skoda) je 4; 17. Katajamäki (Ford), MacHale (Ford) und Duval (Skoda) je 3; 20. Wilson (Ford) 1.
Stand in der Marken-WM:
1. Kronos-Citroën 69; 2. BP Ford 57; 3. 555 Subaru 51, 4. OMV Peugeot Norway 35; 5. Stobart Ford 15; 6. Red Bull Skoda 11.
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