Endlich geschafft: Nico Hülkenberg (Dallara F306 Opel-Spiess) konnte seine dritte Pole in den lange ersehnten Sieg im dritten Lauf des RECARO Formel-3-Cup umsetzen. Zum ersten Mal gelang dem 18-Jährigen von Josef Kaufmann Racing ein nahezu perfekter Start.
Nach dem Motto: kleine technische Veränderung - und schon klappt es, hatte man den Pedalweg der Kupplung verkleinert. „Jetzt kam ich super zurecht, das Auto schoss sofort nach vorne, als die Apel erlosch“, strahlte Hülkenberg nach 16 Runden im Ziel. Nach dem tollen Start des 18-Jährigen hatte Ferdinand Kool (Lola B06-30 Opel-Spiess) praktisch keine Chance mehr. Der Niederländer erreichte das Ziel aus er zweiten Startposition als Zweiter. Knapp hinter ihm überquerte sein Landsmann Renger van der Zande (Dallara F306 Mercedes-HWA) die Ziellinie.
Nico Hülkenberg fuhr gleich nach dem Start einen großen Vorsprung von über drei Sekunden heraus. Den hinter ihm fahrenden Ferdinand Kool hatte er damit gut im Griff. Allerdings machten Hülkenberg die Überrundungen in den letzten Runden einige Schwierigkeiten. So verlor er in nur einer einzigen Runde nahezu 1,5 Sekunden. Vor allem sein bis dahin erzielter Vorsprung rettete ihm den Sieg mit einem Polster von 2,102 Sekunden.
Ein entspannteres Rennen hätte sich Ferdinand Kool bestimmt auch gewünscht. Doch der Niederländer von JB Motorsport bekam mächtig Druck von seinem Landsmann Renger van der Zande. Doch der schaffte es nicht zu überholen und freute sich am Ende über seinen dritten Rang. Joey Foster, der Sieger des gestrigen Laufs, erreichte noch den vierten Rang. Da er sich zusätzlich noch den Zusatzpunkt für die schnellste Runde einstrich, behielt er die Führung in der Gesamtwertung. Foster liegt damit nach vier von 20 Rennen mit 28 Punkten auf Platz eins vor Nico Hülkenberg (25 Punkte) und Ferdinand Kool (23 Punkte). Foster kam dabei auch der Ausfall des bis dahin auf Platz vier liegenden Riccardo Bruins mit technischen Problemen zugute. Der Chinese Ho-Pin Tung musste sich in der 13. Runde dem Druck des Briten geschlagen geben und mit Platz fünf zufrieden sein.
Schnellster Trophy-Fahrer war der Deutsche Johannes Theobald, der sich mit seinem achten Rang auch gleich seinen ersten Punkt in der Cup-Wertung sicherte. Auf Platz zwei landete die Schweizerin Natacha Gachnang, die damit auch die schnellste Dame des Feldes war. Dritter wurde, wie bereits im gestrigen Rennen, der 23-Jährige Ronny Wechselberger. Der Erfolg ging allerdings zu Lasten von Harald Schlegelmilch. Der schnelle Lette und Führende der RECARO Formel-3-Trophy fuhr bereits in der zweiten Runde mit Technikproblemen die Box an. Schlegelmilch führt nun in der Tabelle nur noch mit einem einzigen Punkt vor Johannes Theobald.