Die 40. AvD-Sachsen-Rallye wurde nach der neunten Wertungsprüfung bei dichtem Schneefall, sich verschlechternden Streckenverhältnissen und niedrigen Temperaturen vorzeitig beendet. Damit gewinnen Kristian Poulsen/Ole Frederiksen (DK) im Toyota Corolla WRC den Auftakt der Deutschen Rallye-Serie (DRS). Doch der Erfolg wurde von einem tragischen Unfall auf der zweiten Wertungsprüfung überschattet.
Hinter dem dänischen Toyota-Team kamen die Vorjahressieger Ruben und Petra Zeltner (Oberlungwitz) ins Ziel. Mit seinem Mitsubishi Lancer Evo hatte der Wahl-Sachse einen Rückstand von 1:12,7 Min. Dahinter folgen Erik Wevers / Filip Goddé (NL/B) in einem weiteren Toyota Corolla.
Matthias Kahle / Peter Göbel (Köln / Korb) erreichten im Skoda Fabia WRC den fünften Platz.
Schwierige Wetterbedingungen
In Gedanken war der sechsfache Deutsche Rallyemeister bei dem Zwischenfall. "Wenn man den Helm aufhat, konzentriert man sich aufs Fahren", sagte der 37-Jährige." Aber sobald der Helm ab ist, muss ich den tragischen Unfall denken. Natürlich wissen wir um die Gefahren unseres Sports. Aber wenn so etwas passiert, kann man es nicht glauben." Zum Zeichen der Trauer starteten Kahle und weitere Teams nach Bekanntwerden des Unfalls mit einem Trauerflor am Fahrzeug.
Bei starkem Schneefall und tiefen einstelligen Temperaturen haderte Matthias Kahle mit seinen
Reifen: "Bei diesen Streckenverhältnissen bauen sie überhaupt keine Haftung auf."
Sandro Wallenwein, der erstmals mit seinem Skoda Octavia WRC startete, ergänzt: "Bei mir geht gar nichts mehr. Ich hatte ja schon zu Beginn gesagt, dass wir bei Nässe überhaupt keine Chance haben."
Gaßner/Thannhäuser bestes Gruppe N-Team
Bestens zurecht kam dagegen der Gesamtsieger Kristian Poulsen. WWir sind mit geschnittenen Kumho-Trockenreifen gefahren. Die haben gut funktioniert." Mit den gleichen Reifen war auch der Toyota Corolla WRC von Erik Wevers bestückt. Der Niederländer kam 31,2 Sekunden vor Hermann Gaßner / Karin Thannhäuser (Surheim / Teisendorf) im nagelneuen Mitsubishi Lancer Evo 9 ins Ziel. Die Bayern waren das schnellste Team in einem seriennahen Fahrzeug.
Die Hauptkonkurrenten Dieter Depping / Armin Holz (Wedemark / Celle) rutschten beim ersten Einsatz im Mitsubishi in der WP 9 von der Strecke und blieben stecken. Bis dahin lag der ehemalige Deutsche Meister nur 6,8 Sekunden hinter Gaßner.