Joey Foster holte den dritten Opel-Sieg der laufenden Saison
Den Namen Joey Foster muss man sich merken! Der Brite bringt sich mehr und mehr in die Position des Titelkandidaten im RECARO Formel-3-Cup 2006. Im Rahmen des Jim Clark Revival, bei dem die schnellste deutsche Formel-Serie als einzige aktuelle Rennserie am Start ist, holte der 23-jährige seinen zweiten Sieg in der noch jungen Saison. Joey Foster (Lola B06-30 Opel Spiess) nutzte auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring einen guten Start, um den dritten Saisonlauf des RECARO Formel-3-Cup zu gewinnen. Auf dem zweiten Platz kam der Südkoreaner Recardo Bruins (Dallara F306 Opel Spiess) ins Ziel. Dritter wurde der Niederländer Ferdinand Kool (Lola B06-30 Opel Spiess).
Für Foster stand der Sieg allerdings auf Messers Schneide. Eine Runde mehr und er wäre im wahrsten Sinne des Wortes leer ausgegangnen. Der Fahrer von HS-Technik bekam in den letzten Runden Probleme mit dem Benzindruck. Dass er in der Auslaufrunde ausrollte, zeigte, wie knapp es für den Rookie wirklich war. Auf Grund seines in 16 Rennrunden herausgefahrenen Vorsprungs, erreichte er noch mit 3,639 Sekunden Vorsprung die Ziellinie.
Auch Bruins legte einen Superstart hin: Von Platz sieben in der Startaufstellung arbeitete er sich innerhalb der ersten Runde bereits auf den vierten Rang vor. In den nächsten Runden rang er die beiden Niederländer Renger van der Zande und Ferdinand Kool nieder. „Wie ich das geschafft habe, weiß ich selber nicht genau, jedenfalls war ich plötzlich Zweiter“, gab Bruins zu. An den führenden Foster kam er allerdings nicht mehr heran. Dafür konnte sich der 18-jährige, der in den Niederlanden lebt, mit 1:37.285 Minuten noch die schnellste Runde und damit einen weiteren Meisterschaftspunkt anschreiben lassen.
Bester Trophy-Fahrer war, wie schon in den beiden Saisonauftaktrennen eine Woche zuvor in Oschersleben, der Lette Harald Schlegelmilch. Der 18-Jährige beendete das Rennen auf Gesamtrang sieben. Schlegelmilch gelang es, mehrere Runden Nico Hülkenberg hinter sich zu halten. Ein weiterer Beweis dafür, dass auch die Fahrzeuge älterer Jahrgänge durchaus konkurrenzfähig sind. Zweitbester Trophyfahrer war Johannes Theobald vor Ronny Wechselberger. Lange hatte sich Natacha Gachnang auf dem dritten Trophy-Rang halten können. Doch die schnelle Dame fuhr in der 14. Runde mit Technikproblemen die Box an.
Damit erbte Cyndie Allemann den Titel als schnellste Dame im Feld des RECARO Formel-3-Cup. Sie konnte sich vom 25. Startplatz auf den 16. Rang vorarbeiten. Marika Diana aus Italien wurde 19.
Joey Foster: Das Rennen verlief sehr gut. Ich habe einen sehr guten Start erwischt. Eigentlich war es das einfachste Rennen, dass ich bisher gefahren bin. Allerdings bekam ich in den letzten drei Runden Probleme mit dem Benzindruck. In einigen Runden hatte der Motor schon Aussetzer. Noch eine Runde länger und es hätte vielleicht nicht mehr gereicht.
Recardo Bruins: Der Start war gar nicht so schlecht. In den folgenden Runden konnte ich einige Konkurrenten überholen. Wie ich das gemacht habe, weiß ich nicht. Es war ein gutes Rennen und ich konnte mir noch die schnellste Runde sichern. Für morgen hoffe ich, dass ich wieder mit Foster um den Sieg fahren kann. Nur das Ende sollte anders verlaufen als in Oschersleben.
Ferdinand Kool: Der Start war schlecht. In der ersten Kurve habe ich Renger berührt und bin auf Rang drei zurückgefallen. Ich bin froh auf dem Podium zu stehen, aber morgen will ich gewinnen.