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WRC: Schlimmer hätte es für Ford nicht kommen können

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Motorschadn in WP8: Marcus Grönholm |
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| Dank der doppelt gefahrenen Super Special am Donnerstagabend startete Marcus Grönholm als Spitzenreiter in die erste Etappe zur Rallye Argentinien, dem sechsten WRC-Lauf des Jahres. Doch am Ende des Tages war die Enttäuschung groß beim „Blue Oval“, welches mit so großen Hoffnungen nach Südamerika gereist war.
Petter Solberg legte gleich mächtig los, profitierte aber sicherlich auch von seiner späteren Startposition im Vergleich zu Grönholm und WM-Leader Sebastien Loeb. Der Franzose hatte gleich in der Auftaktprüfung eine Schrecksekunde zu überstehen, als ein Dreher 22,7 Sekunden kostete und sich der Citroen-Pilot auf Rang sieben wieder fand. Doch gerade dieses A-ha-Erlebnis sorgte für noch mehr Erfolgshunger beim zweimaligen Weltmeister.
Obwohl der Citroen-Pilot als vermeintlicher Straßenfeger benachteiligt war, setzte er die Bestzeit auf den Prüfungen vier und fünf. Solberg blieb nach WP vier in Führung, aber Grönholm lag nur noch 3,1 Sekunden hinter dem Subaru-Piloten zurück. Dahinter balgten die beiden Peugeot-Mannen Manfred Stohl und Gianluigi Galli sowie Petters Teamkollege Chris Atkinson um die nächsten Plätze. In WP fünf ging dann Grönholm in Führung, Loeb verdrängte Stohl von Rang drei.
Der Finne baute in Prüfung sechs mit seiner ersten Bestzeit des Tages die Führung weiter aus, während Loeb dem Norweger bis auf 0,6 Sekunden auf die Pelle rückte. In dieser Prüfung hatte Loebs Teamkollege Xavier Pons Pech, der nach einer Kaltverformung und einem kleinen Feuer den Xsara abstellen musste. Der Spanier will zur zweiten Etappe aber wieder antreten. Mikko Hirvonen im zweiten Werks-Ford Focus kam immer besser in Fahrt und verdrängte Galli von Platz vier.
Grönholm und die beiden OMV-Piloten Manfred Stohl und Henning Solberg beklagten nach WP sieben diverse Schäden an ihren Boliden. Der Finne vermutete, bei einer Wasserdurchfahrt einen Felsen getroffen zu haben, der ihm im späteren Verlauf alle Hoffnungen auf einen Argentinien-Sieg rauben sollte. Denn nur eine Prüfung weiter quittierte der Ford-Motor den Dienst und wollte nicht mehr anspringen. Teamkollege Hirvonen beendete die Prüfung, blieb dann aber – ebenfalls mit Motorproblemen – auf der Verbindungsetappe zu WP neun stehen.
In WP neun war dann Petter Solberg zum dritten Mal der Schnellste, aber sein Rückstand wuchs aufgrund einer Zehn Sekunden Zeitstrafe auf nun 20,7 Sekunden an. Mit seinem neuen Pirelli-Peugeot kam Gigi Galli im Verlauf des Tages immer besser zu Recht und verbesserte sich bis zum Etappenziel auf den dritten Gesamtrang, obwohl Markenkollege Manfred Stohl in WP zehn eine souveräne Bestzeit erzielte.
Bei seinem einhundertsten WRC-Start überzeugte Stohl auf der ersten Etappe. Ein Reifenschaden in WP sechs kostete rund 40 Sekunden, weil der Mousse nicht funktionierte. „Ohne irgendetwas berührt zu haben bemerkte ich, dass wir einen Reifenschaden haben. Der Peugeot zog extrem in eine Richtung. Leider arbeitete der Mousse nicht. Ich bin extrem sauer, denn so etwas ist nicht notwendig.“ Aber es sollte noch schlimmer kommen. Stohl und Beifahrerin Ilka Minor wechselten nach der Prüfung das defekte Rad. Doch auf der Etappe zum Service gab auch der Reservereifen den Dienst auf und abermals war der Mousse defekt. „Zum Glück kam Manfred auf der Felge noch ins Service. Wir haben vorsorglich alles ausgewechselt. Ich bin überzeugt, dass wieder alles in Ordnung ist“, erklärte Teamchef Jackie Bozian.
Gesamtklassement nach 10 von 22 Wertungsprüfungen:
1. Kronos WRT: Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroën Xsara) 1:53.58,7 Stunden
2. Subaru WRT: Petter Solberg/Philip Mills (Subaru Impreza 06) + 19,8 Sekunden
3. Pirelli Competizione: Gianluigi Galli/Giovanni Bernacchini (Peugeot 307) + 59,4 Sek.
4. OMV Peugeot Norway: Manfred Stohl/Ilka Minor (Peugeot 307) + 1.12,1 Minuten
5. OMV Peugeot Norway: Henning Solberg/Caro Menkerud (Peugeot 307) + 1.31,8 Min.
6. Kronos WRT: Daniel Sordo/Marc Marti (Citroën Xsara) + 2.15,1 Min.
7. Subaru WRT: Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 06) + 2.29,4 Min.
8. Stobart M-Sport: Matthew Wilson/Michael Orr (Ford Focus 04) + 4.08,7 Min.
9. Stobart M-Sport: Luis Perez-Companc/Jose Maria Volta (Ford Focus 04) + 4.46,1 Min.
10. Gareth MacHale/Paul Nagle (Ford Focus) + 7.07,2 Min.
wichtige Ausfälle:
nach WP 8: Ford WRT: Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) Motor
WP 8: Ford WRT: Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) Motor
WP 6: Kronos WRT: Xavier Pons/Carlos Del Barrio (Citroën Xsara) Unfall |  |