Schnellster im Qualifying am Freitag: Ferdinand Kool
Nachdem das freie Training gestern total verregnet war, freuten sich die 30 Fahrer des RECARO Formel-3-Cup beim ersten Qualifying auf dem Hockenheimring über strahlenden Sonnenschein. Mit Ferdinand Kool (Lola B06-30 Opel Spiess) sicherte sich zum ersten Mal ein Lola-Fahrer die Pole Position in der deutschen Formel-3-Szene.
In der morgigen Startaufstellung steht neben dem Niederländer von JB Motorsport sogar ein zweiter Lola: Joey Foster (Lola B06-30 Opel Spiess) aus dem Team HS Technik schaffte für die britische Rennwagenschmiede den Doppelschlag. Dritter wurde Renger van der Zande (Dallara F306 Mercedes-HWA) aus dem Team Seyffarth Motorsport vor Nico Hülkenberg. Der Formel BMW-Champion ist damit der einzige Deutsche im Spitzenfeld.
Die Lolas zeigten mit Rang eins, zwei und fünf eine sehr gute Gesamtleistung. Der erstplatzierte Ferdinand Kool freute sich besonders über die trockenen Streckenverhältnisse, da sein Monoposto im Regen eher zu Problemen neigt. Mit seiner schnellsten Rundenzeit von 1:36.714 Minuten war der Niederländer 0.542 Sekunden schneller als der Brite Foster und damit auch der einzige Fahrer, der in der Lage war, unter 1:37 Minuten zu fahren. Das Training blieb bis zur letzten Sekunde spannend, denn Joey Foster schob sich erst mit dem Fallen der Zielflagge auf den zweiten Platz.
Im ersten Teil des Qualifying konnten sich auch die beiden Italiener von Target Racing Riccardo Azzoli und Salvatore Gatto in den Top fünf platzierten. Doch die beiden SLC-Fahrer wurden im weiteren Verlauf bis auf die Ränge zehn und elf zurückgereicht.
Wieder schnellster Trophy-Fahrer war Harald Schlegelmilch. Er beendete mit seinem Dallara F304 Opel Spiess das erste Zeittraining auf Rang sechs. Ihm folgen der Brasilianer Marcello Thomaz und Natacha Gachnang. Die Schweizerin wechselte im freien Training wegen technischen Problemen wie schon beim Saisonauftakt vor einer Woche in Oschersleben von ihrem Dallara F306 in den F304.
Natacha Gachnang ist damit auch mit Abstand die beste Dame im Feld. Marika Diana, die mit ihrem Dallara F306 Mugen-Honda immer besser zurecht kommt, platzierte sich auf Rang 20 und Cyndie Allemann erreichte nur Platz 23.
Ferdinand Kool: "Gestern war es noch nass und der Wagen lief nicht so gut. Aber wir wussten, dass wir ein sehr gutes Auto im Trockenen haben. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Zumal ich eine halbe Sekunde Abstand auf den Zweiten habe. Letztes Jahr habe ich hier auf dem Podium gestanden und deshalb will ich natürlich diese Mal sogar das Rennen gewinnen."
Joey Foster: "Das Qualifying war sehr gut. Ich habe fünf Minuten gewartet, bis die anderen Fahrer auf der Strecke waren und sie schon mal etwas sauber gemacht haben. Ich bin hier erst zum zweiten Mal mit einem Lola im Trockenen gefahren und musste deshalb die Strecke noch kennen lernen. Ich hoffe, dass es heute Nachmittag wieder so läuft."
Renger van der Zande: "Auf dem großen Kurs bin ich noch nicht gefahren und so hat es einige Runden gedauert bis ich die Strecke im Griff hatte. In der letzten Runde wollte ich noch mal alles geben, doch dann hatte ich einige Fahrzeuge vor mir. Ich denke, dass ich noch schneller fahren kann und das stimmt mich sehr zuversichtlich für das Rennen."