Procar: Doppelsieg für Claudia Hürtgen - Schläppi erster Tabellenführer
Saisonauftakt der ADAC Procar in der Motorsport Arena Oschersleben
Mit einem ungefährdeten Doppelsieg glänzte Claudia Hürtgen (BMW 320i E46) beim Auftakt der ADAC Procar in der Motorsport Arena Oschersleben. Die als Gaststarterin angetretene Aachenerin machte damit ihrem Teamchef Thorsten Schubert (Oschersleben) ein besonderes Präsent bei seinem Heimspiel und krönte ein erfolgreiches Wochenende, an dem sie bereits am Samstag einen Klassensieg in der Langstreckenmeisterschaft eingefahren hatte. Die Meisterschaftspunkte für die Rennsiege in der Division 1 in den beiden getrennt gewerteten Läufen erhielten Vincent Radermecker (Maurer Motorsport, Chevrolet Lacetti) sowie der amtierende Meister Matthias Schläppi (TFS-Yaco-Racing, Toyota Corolla T-Sport). Radermecker lief im ersten Procar-Lauf als Zweiter im Ziel ein, Schläppi platzierte sich hinter Hürtgen und ihrem Teamkollegen Marc Hennerici im zweiten Rennen als bestplatzierter der permanent eingeschriebenen Starter.
„Dieser Sieg sah wahrscheinlich leichter aus, als er wirklich war“, beschrieb Claudia Hürtgen im Ziel. „Ich habe von einem Super-Start und zwei perfekten Runden zu Rennbeginn profitiert. Ab der Endphase des ersten Rennens hatte ich Vibrationen vorne links, und dachte zuerst an einen Plattfuß. Die wahre Ursache haben wir nicht finden können. Das kann eben passieren – der 320i lief ja schon eine komplette Renndistanz auf dem Nürburgring.“ Im ersten Lauf konnte vor allem Vincent Radermecker die Pace der zweifachen Produktionswagen-Meisterin mitgehen. Der Belgier lag im Ziel gerade einmal 0,8 Sekunden hinter der Gaststarterin und beendete den ersten Lauf damit mit voller Punktzahl – und dem Wissen, das es womöglich noch besser hätte laufen können: „Ich hatte im ersten Rennen ein paar kleine Fehler – den ersten gleich in der ersten Kurve“, schilderte der Chevrolet-Pilot. „Ich denke, die Reifen waren noch etwas zu kalt, mir fehlte der Grip. Dann kamen ab der Rennmitte des ersten Laufes noch Fehlzündungen hinzu, die bei der Aufholjagd natürlich nicht hilfreich waren.“ In der Reparaturpause zwischen den beiden Rennen konnte die Ursache für die Aussetzer nicht gefunden werden. „Im zweiten Lauf kamen die Fehlzündungen dann verstärkt wieder – da war ich letztlich chancenlos.“ So konnte nicht nur Hürtgens Teamkollege Hennerici am Belgier vorbeiziehen, auch Mathias Schläppi und sein junger Teamkollege Philip Geipel (Plauen) zeigten dem Belgier die Heckleuchten. „Für uns lief es das ganze Wochenende richtig gut“, freute sich Schläppi. „Wir wussten ja überhaupt nicht, wo wir stehen und können nach diesem Auftakt zufrieden sein. In beiden Rennen konnten wir mithalten, vor allem habe ich im zweiten Lauf das Tempo der BWM mitgehen können und lieferte mir einen wunderschönen Fight mit Marc Hennerici. Auf der Schubert-Hausstrecke ist das sicherlich doppelt wertvoll.“
Vor dem dritten und vierten Lauf auf dem EuroSpeedway Lausitz (13.-14. Mai) liegt Schläppi mit 18 Punkten in der Meisterschaft vorne. Auf den Plätzen folgen Radermecker (16 Punkte) und Philip Geipel (14) sowie der Russe Rustem Teregulov (Engstler Motorsport, BMW 320i).