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2006-04-23 00:03:57 - ks
Formel Renault: Chris van der Drift holt Auftaktsieg

Ereignisreicher Auftakt der Formel Renault in Oschersleben
Erstes Rennen, erster Sieg: Chris van der Drift eroberte sich in einer dramatischen Schlussaktion den ersten Platz im Auftaktlauf der Formel Renault NEC. Neben ihm auf dem Siegerpodest zwei weitere Fahrer des Teams JD Motorsport: Xavier Maassen und Kasper Andersen. Letzterer hatte sich in der Motorsport Arena lange als Feldleader der 22 Formel Renault-Fahrer behaupten können. Auf den letzten Metern musste er jedoch seine beiden Teamkollegen ziehen lassen. Ein Defekt in der Benzinzufuhr ließ Andersens Traum vom Auftaktsieg zerplatzen.

Einige haarige Überrundungen gestalteten zudem die letzten Rennminuten für die Spitzenfahrer zur schweißtreibenden Millimeterarbeit. „Die Schlusspassagen waren ganz schön aufregend“, erinnerte sich der Neuseeländer Chris van der Drift. „Zumal Kasper plötzlich vor mir abrupt stoppte. Ich dachte, jetzt ist alles zu spät, konnte aber noch rechtzeitig bremsen. Wir berührten uns zum Glück nur mit den Reifen“, erzählte er erleichtert.

Als „Glück im Unglück“ umschrieb Pechvogel Andersen das Rennen aus seiner Sicht. Der Trainingsbeste wehrte sich verbissen gegen die Attacken seines Hintermannes van der Drift. Dennoch konnte sich das Spitzenduo von den Verfolgern leicht absetzen „Es lief super. Aber etwa fünf Runden vor Schluss spürte ich, dass etwas nicht stimmte, der Motor setzte aus. Ich wurde immer langsamer. Hätte das Rennen noch eine halbe Runde länger gedauert, wäre es wahrscheinlich anders ausgegangen“, so der Däne Andersen.

Ganz anders gestaltete sich der Auftaktlauf für den zweitplatzierten Niederländer Maassen, der zunächst an Boden verlor. „Das Setup bereitete mir in den ersten Runden heftige Probleme“, erzählte er. „Aber dann wurde es immer besser. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr zufrieden“, strahlte der 25-Jährige. Hervorragend unterwegs auch Atte Mustonen auf Rang vier. Der Finne hatte im Duell den Russen Sergey Afanasiev hinter sich gelassen. Gwendolyn Hertzberger, einzige Frau im Feld, beendete den ersten Lauf im Formel Renault NEC auf Rang 19.
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