Sebastien Loeb bleibt eine Klasse für sich: Zum zweiten Mal in Folge siegte der Elsässer bei der Tour de Corse. Es war gleichzeitig der dritte Saisonsieg für den Citroën-Piloten. Nach 12 Wertungsprüfungen auf der Mittelmeer-Insel wurde Marcus Grönholm im Ford Focus zweiter, als dritter beendete Loeb-Teamkollege Daniel Sordo den fünften WRC-Lauf. In der Meisterschaft liegt das Trio ebenfalls weiter auf den ersten drei Rängen.
Auf der ersten Prüfung des heutigen Tages (WP 9) machte Loeb noch einmal klar, dass er der Schnellste ist und alle Attacken von Grönholm nicht von Erfolg gekrönt wären. Der Finne markierte zwar auf den letzten beiden WPs jeweils die Bestzeit, aber beide Piloten versicherten im Ziel, dass sie ab Prüfung zehn nur noch auf Positionssicherung aus waren.
Ganz anders sah da schon der Kampf um Rang drei aus: Mikko Hirvonen (Ford Focus) knöpfte Daniel Sordo in WP 9 locker 5,3 Sekunden ab und verkürzte den Rückstand auf 0,4 Sekunden! Eine Prüfung später war dann der Spanier 7,3 Sekunden schneller. In WP elf drehte der Finne den Spies um und vor der Finalprüfung waren die beiden gerade einmal durch 5,2 Sekunden getrennt. Doch es sollte für Sordo reichen, der damit zum zweiten Mal in Folge als dritter auf dem Podium stand. Hirvonen krachte auf der letzten Prüfung mit der rechten Seite in eine Felswand und konnte von Glück sagen, nicht aufgeben zu müssen.
Die eigentliche Nummer drei des Kronos-Teams landete zum vierten Mal in dieser Saison vor der eigentlichen Nummer zwei, Xavier Pons. Das Kronos-Citroën-Team konnte somit auch den Vorsprung auf Ford in der Hersteller-Wertung nicht entscheidend vergrößern, da lediglich der dieses Mal sechstplazierte Pons neben Loeb punkteberechtigt ist.
Auf den guten fünften Rang lenkte Alexandre Bengue seinen privat eingesetzten Peugeot 307. Hinter Pons kam Manfred Stohl mit dem OMV-Bozian-Peugeot auf Platz sieben und sammelte zwei WM-Punkte. Den letzten Zähler der Fahrer-WM kassierte Stephane Sarrazin für das insgesamt enttäuschende Subaru-Team mit unterlegenem Pirelli-Material. Harri Rovanperä kam bei seinem Skoda-Debüt auf Rang zwölf.
In der Junior-World-Rally-Championship verlor Urmo Aava noch auf der letzten Prüfung den sicher geglaubten Sieg. Elektrikprobleme bremsten den Esten ein. Der hinter Citroën-Pilot Brice Tirabassi aber noch zweiter wurde und die Tabellenführung übernahm. Rang drei ging an Conrad Rautenbach aus Zimbabwe im Renault Clio. Aaron Burkart (OMV-Citroën) sammelte als siebter seine ersten beiden WM-Punkte. „Heute hat eigentlich alles perfekt gepasst. Anfänglich habe ich die vielen neuen Themen einfach unterschätzt. Aber alles braucht seine Zeit. Schön langsam schließe ich mit dem Auto Freundschaft und die Prüfungen in Korsika haben heute schon richtig Spaß gemacht“, meinte der OMV Pilot kurz nach der Zielrampe.
Gesamtklassement nach 12 Wertungsprüfungen:
1. Kronos WRT: Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroën Xsara) 3:43.05,4 Stunden
2. Ford WRT: Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (Ford Focus 06) + 29,0 Sekunden
3. Kronos WRT: Daniel Sordo/Marc Marti (Citroën Xsara) + 1.48,7 Min.
4. Ford WRT: Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (Ford Focus 06) + 1.59,2 Min.
5. Alexandre Bengue/Caroline Escudero (Peugeot 307) + 2.47,7 Minuten
6. Kronos WRT: Xavier Pons/Carlos Del Barrio (Citroën Xsara) + 3.10,2 Min.
7. OMV Peugeot Norway: Manfred Stohl/Ilka Minor (Peugeot 307) + 5.01,3 Min.
8. Subaru WRT: Stephane Sarrazin/Stephane Prevot (Subaru Impreza 06) + 5.21,9 Min.
9. Pirelli Competizione: Gianluigi Galli/Giovanni Bernacchini (Peugeot 307) + 5.42,5 Min.
10. Czech Rally Team: Jan Kopecky/Filip Schovanek (Skoda Fabia) + 6.11,4 Min.
11. Subaru WRT: Petter Solberg/Philip Mills (Subaru Impreza 06) + 6.40,5 Min.
12. Red Bull-Skoda: Harri Rovanperä/Risto Pietilainen (Skoda Fabia) + 13.12,3 Min.
13. Subaru WRT: Chris Atkinson/Glenn MacNeall (Subaru Impreza 06) + 14.57,1 Min.
wichtige Ausfälle:
WP 8: First Motorsport: Francois Duval/Patrick Pivato (Skoda Fabia) Unfall
WP 6: Stobart M-Sport: Jari-Matti Latvala/Mikka Anttila (Ford Focus 04) Unfall
WP 6: Equipe de France FFSA: Nicolas Vouilloz/Jean Boyere (Peugeot 307) Unfall
WP 5: Stobart M-Sport: Matthew Wilson/Michael Orr (Ford Focus 04) Unfall
WP 5: Red Bull-Skoda: Andreas Aigner/Timo Gottschalk (Skoda Fabia) Unfall