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2006-03-19 02:00:04 - ks
VLN: Erfolg in Serie: Die Langstreckenmeisterschaft wird 30

(c) SP Motorsport Media
In einer Woche startet die Langstreckenmeisterschaftin ihre 30. Saison
In genau einer Woche startet die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in ihre 30. Saison. Die erfolgreichste Breitensportserie Europas verspricht auch 2006 zehn Mal im Jahr packende Motorsport-Action auf der schönsten Rennstrecke der Welt. Die 24,433 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife – die der dreifache Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart einst voller Erfurcht als „Grüne Hölle“ bezeichnete – zieht seit Jahrzehnten Fahrer und Fans gleichermaßen in ihren Bann. Wer hier besteht, zählt zu den Großen, und das war im vergangenen Jahr allen voran Claudia Hürtgen. Im BMW 320 des Schubert-Teams sicherte sich die Aachenerin mit acht Klassensiegen in der hart umkämpften Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum den Titel, den es in diesem Jahr zu verteidigen gilt.

Der spannende Kampf um die zehn zu vergebenden Gesamtsiege steht im Mittelpunkt. Das Motto könnte lauten Porsche gegen den Rest der Welt, denn die stärkste Fraktion in der Spitzengruppe setzt auf die deutsche Sportwagenschmiede aus Stuttgart-Zuffenhausen. Dieser Bastion stehen eine Reihe von Einzelgängern und Exoten gegenüber. Fahrzeuge der Marken Aston Martin, BMW, Dodge, Lamborghini, Maserati und V8STAR treten an, um die oberste Stufe des Siegertreppchens zu besteigen. Auch wenn die gefahrenen Renndistanzen von dreieinhalb über vier bis sechs Stunden dem Namen „Langstreckenmeisterschaft“ genügen – man darf davon ausgehen, dass die Rennen in diesem Jahr häufiger auch den Charakter eines Sprintrennens haben werden. Dafür stehen bekannte Rennfahrer, wie Uwe Alzen, Hans-Joachim Stuck, Marc Basseng, Dirk Adorf oder Peter Zakowski mit ihren Namen.

Hinter der Spitze in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sorgt ein breit gefächertes Mittelfeld für Abwechslung. Insgesamt waren in der Saison 2005 Fahrzeuge von 29 verschiedenen Automobilherstellern am Start. Die unterschiedlichsten Modelle, vom Kleinwagen bis hin zur großvolumigen Limousine, bieten den Fans der Langstreckenmeisterschaft ein enormes Identifikationspotential. Und auch der Sport im Mittelfeld kann sich sehen lassen. In 30 Klassen gehen durchschnittlich mehr als 160 Fahrzeuge an den Start. Im direkten Duell mit seinesgleichen wird die Nordschleife nicht selten Stoßstange an Stoßstange umrundet. Eine Formel sorgt hierbei für Gerechtigkeit, denn wer die meisten Teilnehmer in seiner Klasse hinter sich lässt, heimst am Ende die meisten Punkte ein. So ist es nicht verwunderlich, dass der Tagessieg zwar an die Großen geht, kleine Privatteams jedoch in der Meisterschaftstabelle nicht selten am Ende die Nase vorne haben.

Mehr Spielraum für Selbstzünder & Co
Eine immer größere Rolle spielen im Motorsport Fahrzeuge, die auf alternative Kraftstoffe setzen. Diesem Trend hat die BFGooodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring weiter Rechnung getragen und schreibt in diesem Jahr gleich drei Klassen für die Selbstzünder & Co aus. Die Gruppe der VLN-Serienwagen wird 2006 durch die Klasse VD ergänzt – eine Plattform für seriennahe und somit kostengünstig einzusetzende Dieselfahrzeuge. Die bereits seit mehreren Jahren vorhandene Klasse für alternative Treibstoffe bei den VLN-Specials wird auf Wunsch der Teilnehmer in zwei Klassen unterteilt: bis 2.000 ccm Hubraum und von 2.000 ccm bis 6.200 ccm Hubraum. Gleichzeitig wurde das Nenngeld hier neu eingestuft.

Gutes Einschreibeergebnis sorgt für Zuversicht
Dass die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, ist nichts Neues. Doch in diesem Jahr überraschte die Zahl der eingeschriebenen Teilnehmer selbst die erfahrene VLN (Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring GbR). Zum jetzigen Zeitpunkt haben sich mehr als 180 Teilnehmer in die Meisterschaft eingeschrieben. Diese Zahl deutet schon vor dem Saisonbeginn an, dass bei den zehn Rennen 2006 nochmals eine Steigerung bei den Starterzahlen im Vergleich zum Rekordergebnis 2005 (160,8 Fahrzeugen pro Rennen im Schnitt) erwartet werden kann. Die Verantwortlichen haben jedenfalls vorgesorgt, so dass in diesem Jahr die Maximalstarterzahl bei allen Rennen auf 210 Fahrzeuge angehoben wurde.

„Wir sind voller Zuversicht, dass uns im Jahr unseres 30-jährigen Jubiläums eine ganz besondere Saison bevorsteht“, ist VLN-Promoter Karl Heinz Gürthler sicher. „Schon auf der Essen Motor Show im Dezember letzten Jahres war ein deutlich gesteigertes Interesse an der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft zu spüren. Viele Ideen und Vorhaben der Teilnehmer wurden in die Tat umgesetzt. Seitens der Organisation sind im Vorfeld alle nötigen Weichen gestellt worden. Ein einheitliches Reglement, das durch eine Technik-Kommission überwacht wird, sorgt für Planungssicherheit in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft und beim ADAC 24h-Rennen. Unsere Serie befindet sich seit 2000 stetig im Aufwind, und ich bin davon überzeugt, dass wir auch 2006 wieder einen Schritt nach vorne machen werden.“
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